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Wirbelkörperhämangiom: Symptome, Diagnose und Behandlung Ein Hämangiom an der Wirbelsäule ist für viele zunächst beunruhigend, in den meisten Fällen jedoch harmlos. Mit einem aktiven Lebensstil und Kräftigungsübungen stärken Sie den Rücken und können Beschwerden oft vorbeugen. Louisa Bühler, Dres. Schlegel + Schmidt Medizinische Kommunikation GmbH
Wirbelkörperhämangiom auf einen Blick Einordnung: gutartiger Gefäßtumor im Knochengewebe eines Wirbels Typische Symptome: meist ohne Beschwerden - gelegentlich Rückenschmerzen, sehr selten neurologische Ausfälle Ursachen: wahrscheinlich eine genetische Veranlagung und hormonelle Einflüsse Behandlung: bei Beschwerden Schmerztherapie, Physiotherapie und ggf. operativer EingriffDas können Sie selbst tun: aktiv bleiben, den Rücken gezielt trainieren und ungünstige Belastungen vermeiden
Was ist ein Wirbelkörperhämangiom?Ein Hämangiom, umgangssprachlich "Blutschwämmchen", ist eine gutartige Ansammlung von Blutgefäßen. Betrifft diese Gefäßveränderung das Knochengewebe eines Wirbels, sprechen Fachleute von einem Wirbelkörperhämangiom. Es handelt sich dabei um den häufigsten gutartigen Tumor im Bereich der Wirbelsäule. Untersuchungen zeigen, dass rund jede 10. erwachsene Person davon betroffen ist - oft ohne es zu merken. Am häufigsten tritt ein Hämangiom in der Brustwirbelsäule (BWS) oder in der oberen Lendenwirbelsäule (LWS) auf.Ursachen und Entstehung eines WirbelkörperhämangiomsEin Hämangiom an der Wirbelsäule entsteht, wenn sich bestimmte Zellen der Blutgefäße stärker vermehren als üblich. Die genauen Ursachen dafür sind derzeit noch nicht vollständig bekannt. Fachleute nehmen an, dass folgende Faktoren eine Rolle spielen:Genetische Veranlagung: Wirbelkörperhämangiome treten familiär gehäuft auf.Hormone: Frauen sind häufiger betroffen als Männer.Es gibt keine Hinweise darauf, dass ein Wirbelkörperhämangiom durch Fehlbelastung, falsche Haltung, körperliche Arbeit oder Sport entsteht - Betroffene haben also nichts "falsch" gemacht.Ist ein Hämangiom an der Wirbelsäule gefährlich? Als gutartiger Tumor ist ein Wirbelkörperhämangiom in den meisten Fällen nicht gefährlich. Gelegentlich schwächt das Hämangiom den betroffenen Wirbel aber so stark, dass die Wirbelsäule an Stabilität verliert.Symptome von WirbelkörperhämangiomenViele Wirbelkörperhämangiome bleiben lebenslang symptomlos und werden - wenn überhaupt - als Zufallsbefund entdeckt. Treten Beschwerden auf, sind sie oft unspezifisch und nicht eindeutig auf das Hämangiom der Wirbelsäule zurückzuführen. Möglich sind etwa Rückenschmerzen bei Belastung und in Ruhe sowie Bewegungseinschränkungen. Selten verursacht ein Wirbelkörperhämangiom neurologische Symptome wie Gefühlsstörungen oder Lähmungen.Diagnose eines Hämangioms an der Wirbelsäule Der Arzt oder die Ärztin stellt ein Wirbelkörperhämangiom in der Regel durch gezielte Fragen, eine körperliche Untersuchung und bildgebende Verfahren fest. Die Magnetresonanztomografie (MRT) zeigt typische Strukturen des Hämangioms besonders gut, während die Computertomografie (CT) vor allem zur Beurteilung der knöchernen Struktur eingesetzt wird. Behandlung eines Wirbelkörperhämangioms Die meisten Hämangiome an der Wirbelsäule bleiben beschwerdelos und benötigen daher keine medizinische Behandlung. Treten Symptome wie Rückenschmerzen auf, wird erst meist konservativ - also ohne Operation - behandelt. Eine Physiotherapie hilft dabei, den Rücken gezielt zu stabilisieren und beweglich zu halten. Ergänzend kann Ihre Ärztin oder Ihr Arzt vorübergehend Schmerzmedikamente verordnen, um akute Beschwerden zu lindern. Operative BehandlungsmöglichkeitenEine Operation ist bei einem Hämangiom an der Wirbelsäule nur selten notwendig. Der Eingriff kommt beispielsweise infrage, wenn sich starke Beschwerden durch konservative Maßnahmen nicht verbessern oder der Wirbel nicht mehr stabil genug ist. Bei Lähmungen oder anderen neurologischen Ausfällen kann eine sofortige Operation notwendig sein. Abhängig von der individuellen Situation gibt es verschiedene operative Verfahren bei einem symptomatischen Wirbelkörperhämangiom:Zementauffüllung des Wirbels (Vertebroplastie/Kyphoplastie)Versteifung der Wirbel ( Spondylodese )Verödung des Hämangioms (Sklerotherapie)Verschluss der versorgenden Blutgefäße (endovaskuläre Embolisation)Strahlentherapie
Ist eine Operation wirklich der richtige Weg? Eine Operation birgt Risiken und führt nicht immer zu einer spürbaren Linderung der Beschwerden. Damit Sie gut informiert entscheiden können, bietet die TK Ihnen mit DocRobin ein unabhängiges Zweitmeinungsangebot.
Leben mit WirbelkörperhämangiomDie meisten Betroffenen werden durch ein Hämangiom der Wirbelsäule nicht im Alltag eingeschränkt. Bewegung und Sport sind in der Regel nicht nur möglich, sondern ausdrücklich empfohlen - sofern die Beschwerden es zulassen. Ein aktiver Lebensstil stärkt den Rumpf und trägt so erheblich zur Rückengesundheit bei.
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Die Nachsorge bei einem Wirbelkörperhämangiom hängt von Ihrem Befund, Ihren Beschwerden und der gewählten Therapie ab. Besonders nach einer Operation sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen durch bildgebende Verfahren wichtig, um den Heilungsprozess zu beurteilen. Den genauen Ablauf besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt oder Ihrer behandelnden Ärztin.
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Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO): S2e-Leitlinie Strahlentherapie gutartiger Erkrankungen. 1. Auflage, Stand: 01.06.2013. URL: https://www.degro.org/gutartige-erkrankungen/wp-content/uploads/sites/14/2019/01/S2e-Leitlinie-Strahlentherapie-gutartiger-Erkrankungen-Version-1.0_web.pdf abgerufen am: 02.02.2026). DocCheck Flexikon: Wirbelkörperhämangiom, 24.09.2024. URL: https://flexikon.doccheck.com/de/Wirbelk%C3%B6rperh%C3%A4mangiom (abgerufen am: 02.02.2026).Engelhardt - Lexikon Orthopädie und Unfallchirurgie: Hämangiomwirbel, o. J. URL: https://www.lexikon-orthopaedie.com/pdx.pl?dv=0&id=02109 (abgerufen am: 02.02.2026).Kato, K. et al.: Vertebral hemangiomas: a review on diagnosis and management. J Orthop Surg Res 2024/19 (1), S. 310.Sharma, S. et al.: Vertebral hemangioma - the current radiation therapy perspective. Rep Pract Oncol Radiother 2023/28 (1), S. 93-101.Tafti, D. et al.: Spinal Hemangioma (Archived), 31.07.2023. StatPearls. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK532997/ (abgerufen am: 02.02.2026).
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