StartseiteGesundheit fördernStress & EntspannungBesser schlafenWarum schlafen wir? Und wie schlafen wir besser?
Warum schlafen wir? Und wie schlafen wir besser?
Wir verschlafen rund ein Drittel unseres Lebens. Doch warum schlafen wir überhaupt? Was passiert in unserem Körper während dieser scheinbar stillen Stunden? Und was können wir tun, um besser zu schlafen? Viele Fragen, wir haben Antworten.
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TK
Schlaf ist eine grundlegende biologische Notwendigkeit. Ohne Schlaf könnten wir Menschen nicht lange überleben. Wissenschaftler haben verschiedene Theorien entwickelt, um zu erklären, warum Schlaf so wichtig ist.Eine der führenden Theorien ist die Restaurationshypothese. "Klar ist, dass der Schlaf, so wie wir ihn subjektiv erleben, der Erholung dient", sagt Schlafforscher Prof. Dr. Dieter Riemann von der Uni Freiburg dazu. Schlaf soll dem Körper und insbesondere dem Gehirn die Möglichkeit geben, sich von den Strapazen des Tages zu erholen. Während wir schlafen, repariert und regeneriert der Körper Gewebe, baut Muskeln auf und produziert wichtige Hormone.Schlaf reguliert das Immunsystem und "reinigt" das GehirnStoffwechsel und Kreislauf verhalten sich im Schlaf anders als im Wachzustand. Das ist wichtig für die Gesundheit, denn der Körper verfügt im Schlaf über eine stärkere Abwehr gegen virale und bakterielle Infektionen. "Befunde aus der experimentellen Forschung zeigen, dass gerade in der Tiefschlaf-Phase wichtige Prozesse ablaufen, die das Immunsystem regulieren", so Prof. Dr. Riemann.Eine der faszinierendsten Entdeckungen der letzten Jahre ist allerdings die Rolle des Schlafs bei der "Reinigung" des Gehirns. Forscherinnen und Forscher der Washington University School of Medicine St. Louis haben herausgefunden, dass während des Tiefschlafs ein Reinigungsprozess stattfindet, der als glymphatisches System bekannt ist. Dieses System spült schädliche Proteinablagerungen und metabolische Abfälle aus dem Gehirn, die sich während der Wachphasen angesammelt haben. Diese Entdeckung ist besonders relevant im Hinblick auf neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer, bei denen solche Ablagerungen im Gehirn eine bedeutende Rolle spielen.Zu wenig oder unruhiger Schlaf kann außerdem zu "Brain Fog" (Gehirnnebel) führen - ein Bündel an Symptomen wie zum Beispiel Konzentrationsschwierigkeiten, Vergesslichkeit, geistige Erschöpfung oder verlangsamtes Denken.
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Besser schlafen: Mit diesen TippsSie fühlen sich morgens nicht ausgeschlafen oder erholt? Schlafen lässt sich, zum Glück, trainieren. Mit einer konsequenten Schlafhygiene können Sie die Qualität Ihres Schlafs auf Dauer verbessern - und fühlen sich dann auch fitter.Zu einer guten Schlafhygiene gehören unter anderem folgende Routinen:Stehen Sie jeden Tag zur selben Zeit auf.Gehen Sie nur schlafen, wenn Sie wirklich müde sind.Halten Sie die Temperatur im Schlafzimmer bei etwa 17 Grad Celsius, lüften Sie gut und dunkeln Sie den Raum ab.Vermeiden Sie im Bett Fernsehen, Essen und stundenlanges Herumwälzen bei Einschlafproblemen.Üben Sie kleine, entspannungsfördernde Schlafrituale aus. Geeignet sind etwa ein warmes Bad oder zehnminütiges Lesen.Treiben Sie regelmäßig Sport.Legen Sie sich einen regelmäßigen Tagesrhythmus zu. Üben Sie alltägliche Aktivitäten, wie etwa die Einnahme von Mahlzeiten und Medikamenten, Hausarbeit und Ähnliches, immer zur selben Zeit aus. Damit halten Sie Ihre innere biologische Uhr im "richtigen Takt".Nehmen Sie in den sechs Stunden vor dem Zubettgehen keine koffeinhaltigen Getränke oder Medikamente ein. Trinken Sie keinen Alkohol, vor allem nicht bei Müdigkeit. Schon geringe Mengen Alkohol können anregend wirken.Meiden Sie Schlaftabletten oder gehen Sie vorsichtig und sparsam mit ihnen um. Meistens verschreiben Ärzte Schlafmittel für maximal drei Wochen. Nehmen Sie nie Schlafmittel zusammen mit Alkohol ein.
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