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Doch egal ob Zuhause, auf der Straße oder im Büro Erste Hilfe nötig wird – zur Retterin oder zum Retter zu werden, ist ganz einfach. Denn im Prinzip gibt es nur drei verschiedene Notfallsituationen, die auf Sie zukommen können. „Bei Bewusstsein mit Problem“, „Bewusstlos mit Atmung“ und „Bewusstlos ohne Atmung“: Das sind die drei Kategorien, in die sich Notfälle einteilen lassen. Für jeden dieser Notfälle gibt es einen Ablaufplan, mit dem die Erste Hilfe ganz automatisch klappt.

Notfallsituation 1: „Hallo, wir haben ein Problem!“

Eine typischer Fall für die Notfall-Kategorie 1: Ein Nachbar ist die Treppe heruntergestürzt, hat starke Schmerzen im Bein und kann sich nicht mehr bewegen. Er ist aber bei Bewusstsein, kann selber erzählen was passiert ist, atmet und der Kreislauf ist stabil.

Sie als Ersthelferin oder Ersthelfer haben hier die Aufgabe, die Rettungs-Leitdienststelle unter der 112 anzurufen. Dafür ist keine exakte Diagnose notwendig - es reicht, wenn Sie die Situation und die Symptome schildern. Bis der Rettungsdienst eintrifft, sollten Sie anschließend bei der verunglückten Nachbarin bleiben, sich mit ihr unterhalten, sie beruhigen und bei Bedarf für Wärme sorgen.

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Notfallsituation 2: Wenn keine Reaktion mehr kommt

Im Fitness-Studio bricht eine/r der Sportler:innen plötzlich zusammen und rührt sich nicht mehr. Erste Maßnahme: Sprechen Sie die betroffene Person an, um zu überprüfen, ob sie bei Bewusstsein ist. Reagiert sie nicht, wird sie einmal kräftig an den Schultern gerüttelt. Sie bemerken immer noch keine Reaktion? Dann ist die Person offenbar bewusstlos.

Nächster Schritt: Die Atmung kontrollieren. Dafür legen Sie eine Hand unter das Kinn, die andere auf die Stirn. Anschließend überstrecken Sie den Kopf nach hinten und halten den Kopf nun in dieser Position fest. In dieser Position gehen Sie mit dem Ohr über Brust und Nase und richten dabei den Blick auf den Brustkorb und Bauch. Sie prüfen so für fünf bis zehn Sekunden, ob die bewusstlose Person atmet. Ist klar, dass die Atmung funktioniert, sollten Sie umgehend über die 112 den Rettungsdienst alarmieren. Danach kümmern Sie sich weiter um die bewusstlose Person, bis der Rettungswagen eintrifft. 

Bewusstlos zu sein bedeutet auch, dass die natürlichen Schutzreflexe aussetzen. Wenn zum Beispiel Flüssigkeiten in die Atemwege geraten, kann die oder der Bewusstlose weder schlucken noch husten. Da die gesamte Muskulatur erschlafft, besteht außerdem die Gefahr, dass die Zunge zurückfällt und die Atemwege verschließt. Deshalb werden bewusstlose Personen in die stabile Seitenlage gebracht. Und so können Sie ganz einfach bewusstlose Personen in die stabile Seitenlage bringen: Dafür stellen Sie ein Bein auf, den Arm legen Sie angewinkelt über den Kopf und drehen dann die betroffene Person auf die Seite. 

Drei Punkte sollen mit der stabilen Seitenlage erreicht werden:

  • Der Mundwinkel wird zum tiefsten Punkt des Körpers, damit Flüssigkeiten ablaufen können.
  • Der Kopf ist überstreckt.
  • Der Mund steht offen.

Bis der Notarzt eintrifft, sollten Sie immer wieder schauen, ob die oder der Bewusstlose nicht doch auf Ansprechen oder Berührungen reagiert.

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Notfallsituation 3: Jede Sekunde zählt

Es kann beim Einkaufen im Supermarkt passieren, am Badestrand oder im eigenen Wohnzimmer: Jemand kollabiert, ist bewusstlos und die Atmung setzt aus. In so einer Situation sollte sofort der Rettungsdienst gerufen und mit der Wiederbelebung per Herzdruckmassage gestartet werden.
Damit Sie feststellen können, ob bei einer bewusstlosen Person eine Herzdruckmassage notwendig ist, müssen Sie nicht erst den Puls kontrollieren. Das Wichtigste ist zuallererst eine gute Atemkontrolle. Atmet ein Mensch nicht mehr, hat mit großer Wahrscheinlichkeit vorher das Herz aufgehört zu schlagen und es ist somit auch kein Puls spürbar.
 
Erste Hilfe zu leisten erfordert immer Mut. Dabei hilft es, wenn Sie im Hinterkopf haben, was wann in welcher Situation getan werden sollte, um im Ernstfall schnell zu reagieren und dadurch wichtige Minuten oder Sekunden zu gewinnen. Dabei sollten Sie aber nie vergessen, auf die eigene Sicherheit zu achten, um als Helferin oder Helfer nicht selber zu verunglücken.

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