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In Beziehungen investierte Zeit ist gut investierte Zeit. Es ist vielfach erwiesen: Was wirklich zufrieden macht, sind gute Beziehungen zu anderen Menschen - in der Partnerschaft, zu den Kindern, den Freunden, den Eltern oder im Kollegenkreis. Sie machen uns und andere glücklich, sie stützen uns in harten Tagen, sie lassen unsere Kinder gesund groß werden und machen sie widerstandsfähig gegen Stress.

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Mit wem möchte ich am liebsten sein? Ein Wochenende mit den Eltern kann richtig gut investierte Zeit sein.

Aber auch Beziehungen brauchen Pflege - und Zeit. Woher nehmen bei all den Besorgungen, der Arbeit, der Hektik in der Freizeit? Für manche wird die Aufforderung zur Beziehungspflege schon selbst wieder zum Stress.

Dabei ist häufig gar nicht die Menge der eingesetzten Zeit ausschlaggebend, sondern wie sie als entspanntes Miteinander gestaltet wird - als Quality Time. Das zeigt etwa die Forschung der Psychologin und Paartherapeutin Professor Dr. Anne Milek von der Universität Münster. "Paare, die durchschnittlich viel Zeit miteinander in der Woche verbringen, sind nicht unbedingt zufriedener mit ihrer Partnerschaft", sagt Milek. Vielmehr komme es darauf an, Nähe und Austausch zu schaffen. Sich einander öffnen, tiefgehende Gespräche führen, gemeinsam entspannte Stunden verbringen, das ist die Basis für ein gutes Zusammenleben.

Verabreden Sie sich wieder mit Ihrem Partner. Schaffen Sie Zeitinseln, in denen Sie nur zu zweit sind. Dr. Anne Milek

Das gilt auch für die Beziehungen zwischen Eltern und Kindern. Studien belegen: Wenn Mütter und Väter sich ihren Kindern feinfühlig und emotional positiv zuwenden, wachsen diese psychisch gesünder auf - unabhängig von der Gesamtmenge der investierten verbrachten Zeit. Viel wichtiger als der reine Einsatz von Zeit sind verlässliche Momente des intimen, entspannten Beisammenseins. Zum Beispiel beim Vorlesen oder Geschichtenerzählen, bei gemeinsamen Mahlzeiten oder bei Gesprächen mit dem Kind über seine Sorgen und Freuden.

Zeitinseln zu zweit

Eltern sind heute deutlich mehr Zeit mit ihren Kindern zusammen als früher - Tendenz steigend. Das zeigt eine aktuelle Studie des Deutschen Jugendinstituts. Aber für körperliche Nähe, für den Austausch zwischen den Partnern oder auch mal einen abendlichen Kinobesuch fehlt oft die Gelegenheit.

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Prof. Anne Milek leitet die Forschungsgruppe Paar- & Familienpsychologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

 Psychologin Dr. Anne Milek empfiehlt daher: "Verabreden Sie sich wieder mit Ihrem Partner. Schaffen Sie Zeitinseln, in denen Sie nur zu zweit sind." Wenige Minuten pro Tag sind schon hilfreich, so Milek. Vielleicht treffen Sie sich einmal im Café, wenn die Kinder in der Schule sind. Oder Sie etablieren ein entspanntes Abendritual bei einer Tasse Tee, wenn die Kinder im Bett sind. Engagieren Sie einen Babysitter und gehen tatsächlich mal wieder ins Kino.

Ein schlechtes Gewissen brauchen Sie nicht zu haben. Denn wenn Sie gut für sich sorgen, können Sie auch gut für Ihre Kinder sorgen.

Quality Time muss also nicht heißen, große Summen an Geld oder viel Zeit in die Planung von Familienevents oder Reisen zu investieren, um tolle Erlebnisse zu schaffen. Klar, das kann eine tolle Abwechslung sein. Aber auch der Spielenachmittag, die Fahrradtour, das nächtliche Baden im nächstgelegenen See oder das spontane Picknick im Park, selbst das Gespräch beim Bügeln oder ein entspannter Einkauf mit dem Kind sind attraktive Anwärter für Quality Time.

Nähe und Intimität erleben. Und dabei tatsächlich anwesend sein.

Worauf es ankommt: erholsame Zeit mit dem Kind, dem Partner, Freunden oder den Eltern zu verbringen. Nähe und Intimität erleben. Und dabei tatsächlich anwesend zu sein - und nicht in Gedanken ganz woanders.

Weitere TK-Informationen

Manchmal verhindert schlechtes Zeitmanagement, dass man Gelegenheit hat, sich mit Freunden zu treffen - oder mal früher nach Hause zu gehen: