Dellwarzen sind weltweit verbreitet und sehr ansteckend. Besonders häufig kommen sie im Kindes- und Jugendalter vor. Im Erwachsenenalter sind Männer häufiger betroffen als Frauen. Abwehrgeschwächte Menschen erkranken bevorzugt. Das Vorliegen von Neurodermitis oder eine immunsuppressive Therapie können die Entstehung von Dellwarzen ebenfalls begünstigen.

Die Weiterverbreitung erfolgt über kleine Einrisse in der Haut, die meist durch Kratzen wegen des starken Juckreizes entstanden sind.

Eine Übertragung erfolgt meist durch Körperkontakt von Mensch zu Mensch, bei Kindern zum Beispiel beim Spielen oder nach Schwimmbadbesuchen. Im Kindergarten oder in der Schule kann es zu ganzen Gruppenepidemien kommen, bei denen sich viele Kinder anstecken.

Bei Erwachsenen ist der sexuelle Kontakt der häufigste Übertragungsweg.

Die Inkubationszeit der Dellwarzen, also die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch, beträgt mehrere Wochen. 

Welche Beschwerden verursachen Dellwarzen?

Häufig verursachen Dellwarzen wenige oder gar keine Beschwerden. Es finden sich bevorzugt an Gesicht, Augenlidern, Hals, Achselhöhlen, Oberkörper, Oberarm und in der Genitalregion einzelne oder in Gruppen stehende, stecknadelkopf- bis erbsengroße, hautfarbene, relativ harte, halbkugelig vorgewölbte Knötchen mit einer zentralen Delle.

Ein unangenehmer und störender Juckreiz kann auftreten. Es lässt sich eine weißliche, fette Masse herausdrücken. Gelegentlich kommt es zu Schmerzen bei Berührung oder Druck. Eine zusätzliche Infektion mit Bakterien (bakterielle Superinfektion) ist möglich.

Bei abwehrgeschwächten Patienten (zum Beispiel AIDS-Kranke, Tumorpatienten) können sich Hunderte von Dellwarzen über den ganzen Körper ausbreiten. Diese schwere Verlaufsform bezeichnet man als Ekzema molluscatum.

Wie werden Dellwarzen festgestellt?

Der Arzt stellt die Diagnose in erster Linie anhand des typischen Erscheinungsbilds der Dellwarze. Sie ist eine perlartige, derbe, zentral eingedellte Hauterhebung.

Um die Diagnose zu bestätigen, kann er mit bestimmten immunologischen oder immunhistochemischen Tests die Viren auch über ihre Antikörper nachweisen.

Ein weiterer Weg ist es, eine Gewebeprobe aus der Dellwarze zu entnehmen und diese dann unter dem Mikroskop zu betrachten. Damit lässt sich die Diagnose eindeutig stellen. So kann der Arzt auch mögliche bösartige Veränderungen wie Hautkrebs sowie andere Warzenformen erkennen.

Wie werden Dellwarzen behandelt?

Für Dellwarzen gibt es mehrere Therapiemöglichkeiten. Zum Beispiel kann der Arzt sie operativ entfernen. Bei der operativen Methode drückt der Arzt die Warze mit einer gebogenen Pinzette aus oder trägt sie mit einem besonderen chirurgischen Instrument, dem sogenannten "scharfen Löffel", einfach von der Haut ab. Meist reicht dazu eine örtliche Betäubung aus. Es gibt auch die Möglichkeit, Dellwarzen mit dem Laser zu entfernen oder eine Vereisung der Warzen (Kryotherapie) vorzunehmen.

Außerdem kann man die Dellwarzen mit Medikamenten behandeln, die Vitamin-A-Säure oder andere Virus hemmende Mittel enthalten.

Sind nur wenige Dellwarzen vorhanden, kann man auch einfach abwarten, ob sie von selbst verschwinden. Dann sollten die betroffenen Stellen regelmäßig desinfiziert werden. Bei einem gut funktionierenden Abwehrsystem können Dellwarzen innerhalb von sechs bis zwölf Monaten auch ohne Behandlung weggehen.

Wie kann man Dellwarzen vorbeugen?

Das Risiko für eine Übertragung der Viren, die Dellwarzen verursachen, lässt sich durch bestimmte Maßnahmen verringern. Dazu gehört es, Handtücher, Kleidungsstücke, Waschlappen und Ähnliches immer getrennt zu benutzen, denn die Viren können darüber auf andere Personen übertragen werden.

Sie sollten die Dellwarzen eines anderen Menschen nicht berühren. Bei eigenen Dellwarzen ist es wichtig, die breiige Masse, die sich in der Knötchenmitte befindet, nicht selbst auszudrücken. Die darin befindlichen Viren können ansonsten auf andere Hautbereiche übertragen werden, wo sie erneut Dellwarzen auslösen würden.