Sie äußern sich zum Beispiel durch Lockerungen des Implantats oder eine Zahnfleischtaschenbildung mit Entzündung um den Implantathals. Daraus resultiert ein Freiliegen des Implantatkörpers, der eventuell mit erheblichen Schmerzen verbunden ist. In den Zahnfleischtaschen um das Implantat findet man einen hohen Anteil von sogenannten Markerkeimen (charakteristische Bakterien).

Die Ursachen der Periimplantitis sind häufig eine Überbelastung des Implantats und eine schlechte Knochenqualität. Begünstigende Faktoren sind eine schlechte Nachsorge und das Rauchen. Etwa jedes dritte Implantat fällt bei Rauchern aufgrund der schlechteren Durchblutung des Zahnfleisches nach kürzester Zeit wieder raus.

Die früher gefürchteten Implantatbrüche aufgrund schlechter Materialeigenschaften oder schlecht geplanter Suprakonstruktionen (der Zahnersatz, der auf den Implantatpfosten gesetzt wird: Krone, Brücke und Prothese) sind heute nur noch von untergeordneter Bedeutung.

Komplikationen während der Operation können durch Verletzen des Unterkiefernervs (Taubheitsgefühle in der halbseitigen Unterlippe) oder Eröffnen der Kieferhöhle (Kieferhöhlenentzündung) zustande kommen; selten durch Bruch eines Implantatbohrers.

Wundheilungsstörungen können nach jedem kieferchirurgischen Eingriff auftreten, verbunden mit einem nicht optimalen Anwachsen von Kieferknochen an den Implantatkörper. Diese fehlende Einheilung kann auch durch ungenügende Kühlung beim Fräsen des Implantatschachtes in den Kieferknochen, Einbringen der künstlichen Zahnwurzel in vorher schon entzündeten Kieferknochen oder eine frühzeitige beziehungsweise zu hohe Belastung der künstlichen Wurzel entstehen.