Ab der sechsten Woche nach der Geburt ist der Besuch eines Kurses zur Rückbildungsgymnastik sinnvoll. Ziel ist es, den weiblichen Körper wieder auf den Stand vor der Schwangerschaft zurückzubilden.

Es gibt Mutter-Kind-Gruppen, die sich einmal in der Woche treffen und unter Anleitung einer Hebamme oder einer Krankengymnastin üben. Diese Stunden dienen nicht nur dem körperlichen Wohl, sondern auch der Kommunikation und dem Austausch mit anderen Müttern. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für maximal zehn Stunden. Die Hebammen rechnen den Kurs direkt mit der Krankenkasse ab. Auch die Physiotherapeuten rechnen den Kurs mit einer ärztlichen An- bzw. Verordnung direkt mit der Krankenkasse ab.

In den ersten Monaten nach der Geburt muss der Beckenboden besonders geschützt werden. Schweres Heben und belastende Sportarten wie Joggen oder Tennis sind daher zu meiden. Günstig sind Sportarten wie Schwimmen, Skating oder Radfahren.

Generell sollte jede Frau den Beckenboden möglichst täglich trainieren. Dadurch kann späteren Senkungsbeschwerden und einer Inkontinenz (Blasenschwäche) wirkungsvoll vorgebeugt werden. Die bekannteste Übung ist sehr einfach und kann überall unauffällig im Stehen oder Sitzen gemacht werden.

Stellen Sie sich vor, Sie hätten ein Gewicht in der Scheide, das Sie festhalten wollen. Dazu müssen Sie den Beckenboden anspannen und die Spannung circa zehn Sekunden halten. Es handelt sich also um eine Gegenbewegung zum Pressen. Diese Übung sollten Sie mehrmals täglich circa fünf- bis zehnmal wiederholen. Informationsbroschüren mit weiteren einfachen Übungen gibt es bei Ihrem Gynäkologen.