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Forschungsdatenspende in der elektronischen Patientenakte (ePA)
In der ePA wird eine Vielzahl von Gesundheitsdaten gespeichert. Mit der so genannten "Forschungsdatenspende" können diese Daten genutzt werden, um im Bereich Gesundheit und Versorgung zu forschen. Das hilft dabei, Krankheiten besser zu verstehen und neue Behandlungsmethoden zu entwickeln. Die Forschungsdatenspende ist freiwillig. Sie entscheiden selbst, ob Sie Ihre Daten bereitstellen möchten und können Ihre Zustimmung jederzeit widerrufen.
Sicherheit bei der ForschungsdatenspendeAlle personenbezogenen Daten innerhalb der ePA werden im Aktensystem unkenntlich gemacht (pseudonomisiert), bevor diese dann an das Forschungsdatenzentrum Gesundheit (FDZ Gesundheit) weitergegeben werden. Das FDZ Gesundheit ist eine Einrichtung zur medizinischen Forschung in Deutschland, die am Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) angesiedelt ist. In Verbindung mit dem Robert-Koch-Institut (RKI) wird dann sichergestellt, dass sowohl Ihre Identität als Versicherte oder Versicherter als auch die der der Ärztinnen, Ärzte und Therapeut:innen geschützt bleibt. Es werden keine Informationen zu Namen, Geburtsdaten oder Adressen an das FDZ Gesundheit weitergegeben.
PseudonymisierungPseudonymisierung bedeutet, dass personenbezogene Daten so verändert werden, dass sie ohne zusätzliche Informationen keiner bestimmten Person mehr zugeordnet werden können. Diese zusätzlichen Informationen werden getrennt aufbewahrt und sind durch technische und organisatorische Maßnahmen geschützt. Dadurch werden Ihre Daten geschützt.
Wofür braucht es die Forschungsdatenspende?Bei den Forschungsdaten handelt es sich um allgemeine Informationen zum Gesundheitszustand einer Person. Dazu gehören zum Beispiel Angabe zu Krankheiten, Behandlungen, Medikamenten oder Krankenhausaufenthalten. Im ersten Schritt werden ausschließlich Daten zur Medikation aus der ePA gespendet. Diese Daten werden in pseudonymisierter Form dazu genutzt, die Versorgungsstruktur und -qualität zu verbessern. Forschende können damit zum Beispiel erkennen, wie Medikamente in der Praxis eingesetzt werden und welche Therapien besonders wirksam sind. Dadurch können neue Therapien schneller entwickelt und präzisere Aussagen zu seltenen Erkrankungen getroffen werden.Wer kann auf die Daten zugreifen?Die Nutzung der Daten des FDZ Gesundheit unterliegt strengen gesetzlichen Vorschriften. Forschende erhalten nur dann Zugriff, wenn sie einen detaillierten Antrag stellen.Dieser Antrag muss eine konkrete Beschreibung der Forschungsfrage enthaltenden gesetzlichen Nutzungszweck genau benennen. Zudem müssen sich die antragstellenden Personen eindeutig gegenüber dem FDZ Gesundheit ausweisen. Alle diese Angaben werden dann durch Mitarbeitende des FDZ Gesundheit eingehend geprüft. So wird sichergestellt, dass Ihre Daten nur für klar definierte und rechtlich zulässige Forschungszwecke verwendet werden und verantwortungsvoll eingesetzt sind.Ab wann können meine Daten der Forschung zur Verfügung gestellt werden?Gesundheitsdaten aus der ePA können voraussichtlich ab Januar 2027 an das FDZ Gesundheit übertragen werden.Was kann ich tun, wenn ich meine Daten nicht spenden möchte?Die Nutzung der ePA und die Forschungsdatenspende sind freiwillig. Sie entscheiden selbst, ob und welche Daten Sie für die Forschung zur Verfügung stellen möchten. Wenn Sie Ihre Meinung ändern, können Sie jederzeit Widerspruch einlegen und die Freigabe ihrer Daten für Forschungszwecke zurückziehen.Folgende Wege stehen Ihnen für einen Widerspruch zur Verfügung:In TK-Safe in der TK-AppÜber die Ombudsstelle: 040 - 46 06 62 54 60Vor Ort in einer Kundenberatung:
TK-Filialsuche Per Post: Techniker Krankenkasse, Bramfelder Straße 140, 22305 Hamburg
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