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Elektronische Patientenakte (ePA) und TK-Safe: Der Wegweiser durch Ihre Rechte und den Schutz Ihrer Daten
Die elektronische Patientenakte (ePA) bündelt wichtige Gesundheitsdaten an einem Ort. Mit TK‑Safe können Sie diese Daten selbst einsehen, für andere freigeben und einschränken. Sie erfahren, nach welchen Regeln das funktioniert und welche Zugriffsrechte gelten. Außerdem geht es in diesem Artikel darum, wie Ihre Daten geschützt sind und wie Sie der ePA widersprechen.
TK-Safe: So funktioniert Ihre elektronische PatientenakteDie ePA sorgt dafür, dass Ihre medizinischen Informationen strukturiert, sicher und langfristig verfügbar sind - sowohl für Sie als auch für Ihre Ärzt:innen und Therapeut:innen.Besonders die folgenden Funktionen und Eigenschaften der ePA sind für Sie wichtig:Automatische Anlage: Für alle gesetzlich Versicherten wird eine ePA angelegt. Wenn Sie das nicht möchten, können Sie die Akte löschen lassen.Digitale Zusammenarbeit: Ärzt:innen, Kliniken und andere berechtigte Fachkräfte können medizinische Dokumente direkt in Ihre ePA einstellen.Aktive Verwaltung: Mit TK-Safe haben Sie die Kontrolle über Ihre Akte. Sie können sie einsehen, Berechtigungen vergeben oder Zugriffe gezielt einschränken.Für Sie komplett freiwillig: Wenn Sie die ePA nicht nutzen möchten, können Sie ihr jederzeit widersprechen oder sie löschen lassen. Alle Details dazu finden Sie im Abschnitt "Widerspruch und Löschung".Zugriffsrechte: Wer darf Ihre Daten sehen?Damit eine Praxis oder Klinik Ihre ePA lesen oder Dokumente dort speichern kann, braucht sie eine Berechtigung. Diese kann auf unterschiedlichen Wegen erteilt oder entzogen werden. Sie können Kliniken und Praxen direkt in TK-Safe berechtigen. Schnelle Freischaltung über die Gesundheitskarte (eGK)Das geht oft direkt in der Praxis. Einmal die Gesundheitskarte ins Lesegerät stecken - und schon hat die Praxis oder Klinik die Erlaubnis, in Ihre ePA zu schauen.Wie lange gilt dieser Zugriff auf Ihre ePA? Die Dauer ist gesetzlich genau geregelt:Praxen und Krankenhäuser haben in der Regel für 90 Tage Zugriff.Apotheken, der öffentliche Gesundheitsdienst und Arbeitsmediziner:innen sind normalerweise für drei Tage berechtigt.Volle Kontrolle mit TK-Safe und der OmbudsstelleDie Berechtigungen auf Ihre ePA können Sie aktiv steuern:In TK-Safe: Unter "Netzwerk" > "Gesundheitspartner" können Sie Praxen und Institutionen suchen, hinzufügen oder wieder löschen.Zeitraum anpassen: Sie können entscheiden, ob Sie eine Berechtigung verlängern oder verkürzen möchten.Widerspruch: Sie können einer Praxis gegenüber direkt widersprechen, wenn Sie keinen Zugriff wünschen.Zusätzliche Hilfe durch die Ombudsstelle: Die Ombudsstelle der TK unterstützt Sie dabei, einzelne Praxen von der Einsicht in Ihre ePA auszuschließen, und berät Sie bei allen Fragen zu Ihren Zugriffen. Sie erreichen die Ombudsstelle unter 040 - 46 06 62 54 60.So stellen Sie sicher, dass nur die Personen Ihre Daten sehen, denen Sie wirklich vertrauen - und nur so lange, wie es nötig ist.Wie TK-Safe Ihre Daten schütztGesundheitsdaten sind höchst privat. Deshalb ist TK-Safe kein gewöhnlicher Speicher, sondern nutzt eine extrem sichere Technik. Ihre ePA wird in der sogenannten Telematikinfrastruktur (TI) gespeichert. Das ist ein speziell geschütztes Netzwerk, das nur für den medizinischen Datenaustausch in Deutschland genutzt wird.So funktioniert der Schutz Ihrer Daten genau:Verschlüsselt und sicher: Ihre Daten liegen in einem zentralen, cloudbasierten System. Damit ist gemeint, dass Ihre Daten auf sicheren Servern gespeichert werden, sodass Sie jederzeit und von überall darauf zugreifen können. Alle Dokumente sind dort stark verschlüsselt. Sie werden erst in dem Moment entschlüsselt, in dem Sie oder eine berechtigte Praxis sie abrufen.Lückenlose Kette: Die Verschlüsselung ist durchgängig - vom Smartphone oder dem Praxis-Computer bis hin zum Aktensystem.Kein Zugriff durch Dritte: Weder die TK noch unser technischer Partner (IBM) können Ihre medizinischen Inhalte lesen oder darauf zugreifen.Europäischer Datenschutz: Die Server stehen in Deutschland und unterliegen den strengen europäischen Datenschutzregeln. Es ist vertraglich garantiert, dass kein Zugriff aus Ländern außerhalb der EU, des EWR oder der EFTA erfolgt.Kurz gesagt: TK-Safe ist wie Ihr persönliches Cockpit für Ihre Gesundheitsdaten. Sie entscheiden, wer was sehen darf und steuern damit die Zugriffe aktiv.Welche Daten kommen in die ePA und wer pflegt sie ein?In Ihrer ePA werden verschiedene Unterlagen gesammelt. Damit Sie den Überblick behalten, ist es wichtig zu wissen: Manche Dinge landen automatisch in Ihrer Akte, andere steuern Sie ganz bewusst selbst.Folgende Daten stellt Ihre Praxis in die ePA einWenn Sie gerade in Behandlung sind, müssen Ärzt:innen oder Psychotherapeut:innen bestimmte Daten digital in Ihre ePA einpflegen. Das gilt für alle Daten, die elektronisch erfasst wurden. Dazu gehören zum Beispiel:Laborwerte und Berichte aus bildgebenden Untersuchungen (wie etwa Röntgen oder MRT)Berichte über Operationen oder andere BehandlungenÄrztliche Briefe in digitaler FormAuf Ihren Wunsch können Ärzt:innen auch sogenannte Medizinische Informationsobjekte (MIOs) hinzufügen. Das sind strukturierte Dokumente. Dies ist aber freiwillig.Bestimmte Daten werden automatisch übertragen Medikamente, die Sie als E-Rezept bekommen, finden Sie in der elektronischen Medikationsliste. Außerdem kommt alles, was mit uns abgerechnet wird, automatisch in die ePA. Laden Sie auch selbst Dokumente in Ihre ePAÜber TK-Safe haben Sie die volle Kontrolle über Ihre Ergänzungen. Sie können ganz einfach eigene Dokumente hochladen (zum Beispiel als PDF-Scan) oder vorhandene Unterlagen einsehen, herunterladen und wieder löschen.Und wenn Sie TK-Safe nicht nutzen?Kein Problem, auch ohne TK-Safe in der TK-App haben Sie natürlich Rechte. Sie können uns einfach anrufen, damit wir analoge Dokumente für Sie in die ePA einstellen. Hier gibt es ein paar Regeln:Wir können bis zu zweimal im Jahr Dokumente für Sie einpflegen.Dafür brauchen wir einen speziellen Antrag mit einem Deckblatt - ohne dieses Blatt können wir die Dokumente leider nicht übernehmen.Bitte beachten Sie: Manche Dinge lassen sich technisch nicht in die ePA einstellen. Das gilt zum Beispiel für Original-Röntgenbilder oder Daten auf USB-Sticks und CD-ROMs.Hilfe & Unterstützung: Die Ombudsstelle Es kann vorkommen, dass man technische Hürden hat oder Fragen zu den komplexen Zugriffsregeln auftauchen. Genau hier setzt die Ombudsstelle an. Sie ist Ihre unabhängige Anlaufstelle für alle Fragen rund um die ePA.Hilfe bei Technik, Fragen und NachweisenUnsere Ombudsstelle hilft Ihnen bei Folgendem weiter: Technische Hürden: Sie besitzen kein geeignetes Smartphone oder Tablet, möchten Ihre ePA aber trotzdem verwalten.Fragen zu Zugriffen: Sie sind unsicher, wer gerade Zugriff auf Ihre Daten hat oder wie Sie eine Berechtigung löschen.Nachweise: Sie brauchen ein offizielles Protokoll darüber, wer wann auf Ihre Daten zugegriffen hat (erhältlich per Post oder im TK-Postfach).So erreichen Sie die OmbudsstelleFür Ihre Sicherheit ist eine kurze Identifizierung nötig. Halten Sie bitte Ihre Gesundheitskarte bereit. Sie erreichen die Ombudsstelle unter 040 - 46 06 62 54 60.Löschung der ePA: Sie entscheiden selbstDie Nutzung der ePA ist komplett freiwillig. Sie haben jederzeit die Wahl, ob Sie an diesem System teilnehmen möchten oder nicht. Ihre ePA können sie daher jederzeit löschen lassen. Ein Widerspruch oder eine Löschung ist immer möglich, kann aber Folgen haben. Wenn eine Akte gelöscht wird, sind alle darin enthaltenen Informationen unwiderruflich weg. Auch bei einer späteren Rücknahme des Widerspruchs können diese Daten nicht wiederhergestellt werden.So lassen Sie Ihre ePA löschenDigital: Über "Meine TK" auf tk.de oder in der TK-AppPersönlich: Telefonisch, postalisch oder direkt beim TK-ServiceTeamSie können auch Teil-Widersprüche einlegen. Das bedeutet, Sie nutzen die ePA, möchten aber zum Beispiel nicht, dass Ihre E-Rezepte automatisch übertragen werden. Das steuern Sie direkt in TK-Safe oder über die Ombudsstelle.Forschungsdaten-Spende: Ihre Daten helfen anderenNeben Ihrem persönlichen Nutzen durch TK-Safe und die ePA können Sie einen gesellschaftlichen Beitrag leisten. Über die Forschungsdatenspende können Sie Teile Ihrer ePA-Daten für die medizinische Forschung freigeben.Für Ihre Forschungsdaten-Spende ist Folgendes wichtigVollkommen freiwillig: Nur wer eine ePA hat, kann spenden - außer Sie widersprechen.Anonym und geschützt: Ihre Daten werden "pseudonymisiert". Das heißt, die Forschenden sehen zwar die medizinischen Daten, wissen aber nicht, wer Sie persönlich sind. Ihre Identität bleibt geschützt. Jederzeit widerrufbar: Sie können Ihre Zustimmung jederzeit über TK-Safe oder die Ombudsstelle zurückziehen.Ihr Beitrag: Sie helfen damit, dass neue Medikamente schneller entwickelt werden oder Ärzt:innen Krankheiten besser verstehen und behandeln können.Alle Details zur Sicherheit, zum Ablauf und zum Datenschutz bei der Forschungsdaten-Spende finden Sie in unserem ausführlichen Artikel.
Elektronische PatientenakteForschungsdatenspende in der elektronischen Patientenakte
Hintergrund: Wer betreibt die ePA?Damit alles transparent ist, legen wir offen, wer im Hintergrund arbeitet und auf welcher Basis das Angebot steht.Betrieb und VerantwortungDie TK ist der Anbieter Ihrer ePA und damit verantwortlich für den Schutz Ihrer Daten. Den technischen Betrieb übernimmt im Auftrag der TK die IBM Deutschland GmbH. Alle beteiligten Unternehmen müssen die gleichen, strengen Datenschutzanforderungen erfüllen.Der rechtliche RahmenDas Angebot basiert auf dem Sozialgesetzbuch (§ 342 SGB Fünftes Buch (V) - Gesetzliche Krankenversicherung). Damit haben Sie das Recht, eine geschützte digitale Plattform zu nutzen, um Informationen zu Ihrem Gesundheitszustand oder Ihren Lebensgewohnheiten sicher zu speichern und zu verwalten.
ArtikelDatenschutzerklärung für TK-Safe und die elektronische Patientenakte
ArtikelNutzungsbedingungen für die elektronische Patientenakte und "TK-Safe"
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