Das Windei

Nach der Befruchtung des Eis entsteht in der Gebärmutter die sogenannte Fruchthöhle, in der später der Embryo wächst. Bleibt Ihre Fruchthöhle jedoch leer, bezeichnet man diese als Windei. Hier endet die Schwangerschaft im ersten oder zweiten Schwangerschaftsmonat. Eine Ausschabung ist nicht notwendig. Es setzt dann wieder eine Regelblutung ein.

Die Blasenmole

Bei ungefähr 1 von 1000 Schwangerschaften in Europa kommt es durch einen Fehler bei der Befruchtung zur Wucherung des Plazentagewebes (Mutterkuchens), der sogenannten Blasenmole. Der Embryo fehlt zumeist komplett. Im Ultraschall sieht man dagegen bläschenförmiges Gewebe, es sieht aus wie Seifenschaum. Mögliche Anzeichen für eine Blasenmole können Blutungen, verstärkte Übelkeit, eine vergrößerte Gebärmutter und ein hoher Nachweis an Schwangerschaftshormonen im Blut (ß-HCG) sein.

Da sich eine Blasenmole je nach Ausprägung auch über Ihre Gebärmutter hinaus ausbreiten und bösartig entarten kann, muss sie immer operativ entfernt werden. Danach werden Ihre Hormonwerte regelmäßig kontrolliert, bis das Schwangerschaftshormon nicht mehr nachweisbar ist. Je nach Molentyp sind weitere Kontrolluntersuchungen in den nächsten sechs Monaten erforderlich. In dieser Zeit sollten Sie nicht schwanger werden. Eine sichere Verhütung ist hier also wichtig, infrage kämen hier mechanische oder hormonelle Verhütungsmethoden . 

Die Eileiterschwangerschaft

Hat sich der Embryo im Eileiter, am Eierstock oder im Gebärmutterhals eingenistet, muss die Schwangerschaft beendet werden. Ein Anzeichen dafür ist ein positiver Schwangerschaftstest bei gleichzeitig leerer Gebärmutterhöhle ab der sechsten Schwangerschaftswoche.

Der Arzt kontrolliert Ihre Schwangerschaftshormone engmaschig. Steigen diese weiter an, muss nach der Schwangerschaft gesucht werden. Je nachdem, wo sich der Embryo befindet, wird dieser entfernt. Fällt der Wert des Schwangerschaftshormons von allein, ist der Embryo einfach nicht weiter gewachsen. Haben Sie weder Schmerzen noch Blutungen, werden nur noch Ihre Blutwerte kontrolliert, bis kein Schwangerschaftshormon mehr nachweisbar ist. 

Wird bei Ihnen eine Eileiterschwangerschaft ohne Blutungen festgestellt und Ihr Kreislauf ist stabil, kann Ihnen eine einmalige Gabe des Medikaments MTX möglicherweise eine Operation ersparen. Ab etwa der sechsten Woche kann sich eine Eileiterschwangerschaft aber auch durch starke einseitige Schmerzen, Blutungen und Kreislaufprobleme bemerkbar machen. Ihr Eileiter wird für den Embryo zu eng und kann platzen. Das ist ein lebensgefährlicher Notfall, es sollte unverzüglich ein Notruf erfolgen. Ein geplatzter Eileiter muss sofort operiert werden.

Nach einer Eileiterschwangerschaft ist Ihr Risiko für eine erneute fehlerhafte Schwangerschaft  erhöht.

Gut zu wissen!

Sie sind nicht allein: Das unerwartete Ende Ihrer Schwangerschaft und die damit verbundenen medizinischen Eingriffe können seelisch sehr belastend sein. 

Unsere TK-Expert:innen vom TK-HebammenTelefon erreichen Sie unter der Rufnummer 040 - 46 06 61 91 70. Die Hebammen beraten jeweils von Montag bis Freitag von 7 bis 21 Uhr. Außerhalb dieser Zeiten werden Anfragen und Anrufe an Ärzt:innen des TK-ÄrzteZentrums weitergeleitet.