Für bestimmte Personenkreise gilt nicht der kassenindividuelle, sondern der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz.

Dazu zählen:

  • versicherungspflichtige Bezieher von Arbeitslosengeld II
  • Auszubildende mit einem Arbeitsentgelt bis maximal 325 EUR
  • Versicherte, die ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr im Sinne des Jugendfreiwilligendienstgesetzes (JFDG) oder einen Bundesfreiwilligendienst nach dem Bundesfreiwilligendienstgesetz (BFDG) leisten
  • Versicherungspflichtige, deren Mitgliedschaft nach § 192 Abs. 1 Nr. 3 SGB V fortbesteht, weil ihnen von einem Rehabilitationsträger während einer Leistung zur medizinischen Rehabilitation Verletztengeld, Versorgungskrankengeld oder Übergangsgeld gezahlt wird 
  • Bezieher von Verletztengeld nach SGB VII, Versorgungskrankengeld nach dem BVG oder vergleichbarer Entgeltersatzleistungen
  • Personen in Einrichtungen der Jugendhilfe
  • Teilnehmer an Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben 
  • Auszubildende in einer außerbetrieblichen Einrichtung
  • Einstiegsqualifizierung von Jugendlichen (EQJ), deren Arbeitsentgelt 325 EUR monatlich nicht übersteigt
  • behinderte Menschen in Werkstätten, Einrichtungen etc., deren Entgelt 623 EUR (2019) monatlich nicht überschreitet
  • Versicherte, deren Mitgliedschaft während des Wehrdienstes oder einer Eignungsübung erhalten bleibt

Gehören Sie zu einer dieser Personengruppen und haben zusätzliche Einnahmen, zum Beispiel Renten oder Versorgungsbezüge, gilt für diese Einnahmen der kassenindividuelle Zusatzbeitragssatz.