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Ich gebe "Kopfschmerzen 3 Tage" in die Suchmaske ein und klicke auf das erste Ergebnis, das keine gesponserte Anzeige ist. Bereits nach wenigen Worten werden meine Ängste größer. Meine Schmerzen könnten "Symptom einer ernsten Erkrankung" sein, heißt es da.

Habe ich etwa Migräne? Oder sogar etwas Schlimmeres?

Sind Kopfschmerztabletten "Todesfallen"?

Erschrocken lese ich weiter. Und fühle mich schnell von medizinischen Fachausdrücken und den rund 220 erwähnten Kopfschmerz-Arten erschlagen. Von "primären und sekundären Kopfschmerzen" ist zum Beispiel die Rede. Und immer wieder stolpere ich über die Diagnose " Migräne ". Selbst ohne wirklich an eine "ernste Erkrankung" zu glauben, wächst meine Verunsicherung. Sogar die von mir als simpelste Lösung präferierten Schmerzmittel scheinen wahre Todesfallen zu sein.
 
Ich erfahre nämlich, dass nach dem Einnehmen von Kopfschmerzmitteln schon viele Menschen mit akutem Leberversagen in Krankenhäuser eingeliefert werden mussten. Einige von ihnen seien sogar verstorben. Außerdem soll eine mögliche Nebenwirkung von Schmerzmitteln darin bestehen, dass das Herzinfarkt-Risiko in die Höhe getrieben wird. Na, super! Gehöre ich auch zur Risikogruppe?

Von wem stammen die Informationen im Netz eigentlich?

Da man ja bekanntlich nicht nur auf eine Meinung vertrauen soll, hole ich mir gleich eine zweite aus dem Netz ein. Auf der nächsten Seite ist dann nur noch von sechs Arten von Kopfschmerzen die Rede. Auch die teils verheerenden Nebenwirkungen der Schmerzmittel werden nicht erwähnt. Da fällt mir auf, dass die Informationen von einem großen Arzneimittelkonzern bereitgestellt werden. Entsprechend prominent ist auch die hauseigene "Wunderwaffe" gegen das unschöne Schädelpochen platziert. Was mich überlegen lässt: Wer informiert mich hier eigentlich?
 
Als ich mich weiter durch die Google-Suche klicke finde ich heraus: Neben Pharma-Riesen klären im Netz zumeist Medizinjournalisten und -journalistinnen auf - allerdings kaum echte Ärzte. Auf einigen Seiten finde ich sogar keinerlei Angaben darüber, von wem die Auskünfte stammen. Kann oder sollte ich also besser nichts von dem glauben, was ich bisher gelesen habe? Fragen über Fragen - und niemand, der sie mir auf die Schnelle beantworten kann.

Beim nächsten Mal frage ich lieber einen echten Arzt oder eine Ärztin!

Ich gucke auf die Uhr: Eine gute halbe Stunde habe ich nun schon mit der Suche nach einer Kopfschmerz-Lösung verbracht und bin noch kein Stück schlauer - im Gegenteil. Ich bin verunsichert, habe mehr Fragen als zuvor. Und dass das viele Lesen und Grübeln meine Schmerzen gelindert hat, kann ich auch nicht behaupten. Ich fasse einen Entschluss: Die Behandlung durch Dr. Google spare ich mir in Zukunft! Stattdessen überlasse ich Diagnosen nur noch einem echten Arzt oder einer echten Ärztin - egal ob im Sprechzimmer oder über meine "TK-Doc"-App .

TK-Doc

Mit der App  "TK-Doc" erhalten Sie als Versicherter der Techniker exklusiven Zugang zum TK-ÄrzteZentrum . Einfach per Text- oder Videochat ihre Fragen übermitteln und schon bekommen Sie eine qualifizierte ärztliche Einschätzung - Nachfragen inklusive.