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Tief ein. Tief aus. Im Geburtsvorbereitungskurs üben Schwangere nicht nur die richtige Atmung. Sie lernen auch, auf den Atemrhythmus zu vertrauen. Der kann bei körperlichen Beschwerden oder psychischem Stress wie ein "Haltegriff" wirken, denn auch die Geburt ist eine Extremsituation, die mit der richtigen Atemtechnik erleichtert werden kann.

In der Wehenpause trägt eine lange und tiefe Atmung dazu bei, den Teufelskreis aus Muskelanspannung, Angst und Schmerz zu lösen. Dr. Maike Manz, Chefärztin der Abteilung für Geburtshilfe und Pränatalmedizin an der Helios Mariahilf Klinik

So können Sie Wehen veratmen

Zu Beginn der Wehe sollte die werdende Mutter tief Luft holen. So kann sie zum einen eine bewusste Bauchatmung durchführen und gleichzeitig in die Wehe hineinatmen. Diese Methode kann die Wahrnehmung der Wehenschmerzen lindern. "In der Wehenpause trägt eine lange und tiefe Atmung dazu bei, den Teufelskreis aus Muskelanspannung, Angst und Schmerz zu lösen", erklärt Dr. Maike Manz, Chefärztin der Abteilung für Geburtshilfe und Pränatalmedizin an der Helios Mariahilf Klinik in Hamburg. Positiver Nebenaspekt: Die werdende Mutter braucht weniger Medikamente, da die Schmerzen natürlich gelindert werden.

Auswirkungen der Atemtechnik auf die Geburt

In Stresssituationen tendieren wir oft dazu, unbewusst Dinge zu tun, die wir nur bedingt kontrollieren können. So auch bei der Geburt: Treten die Wehen ein, wird die Atmung der werdenden Mutter flacher und schneller. "Langsame, bewusste Ausatmung verhindert ein Hyperventilieren und beugt weiterem Stress oder Muskelverkrampfung vor", so Manz.

Langsame, bewusste Ausatmung verhindert ein Hyperventilieren und beugt weiterem Stress oder Muskelverkrampfung vor. Dr. Maike Manz

Die richtige Atemtechnik bei der Geburt bewirkt außerdem, dass neben den Organen der Mutter auch das Kind viel besser mit lebenswichtigem Sauerstoff versorgt wird. Und: Bei bewusster Ausatmung lockert sich der Mundraum, dadurch entspannt sich reflexartig auch der Beckenboden und der Muttermund öffnet sich besser. Ein Geburtsvorbereitungskurs lohnt sich also in jeder Hinsicht.

Können auch andere Schmerzen veratmet werden?

"Ja, bei kurzfristigen Schmerzen hilft die richtige Atemtechnik auf jeden Fall", sagt Maike Manz, "allerdings sollte man nicht vergessen, dass Schmerzen auch ein Warnsignal des Körpers sind, um zum Beispiel Entzündungsprozesse anzuzeigen. Daher sollten bei Rücken- und Zahnschmerzen erst einmal die Ursachen behandelt werden." Wenn dies aber erfolgt sei, so Manz, könne eine lange und tiefe Atmung in Akutsituationen unterstützend wirken.

Ein Geburtsvorbereitungskurs lohnt sich!

Die Techniker übernimmt für ihre Versicherten die Kosten eines Geburtsvorbereitungskurses in einem Umfang von bis zu 14 Stunden. Im Kurs erlernen Sie unter anderem sowohl Atemtechniken als auch Entspannungstechniken, die eine Geburt erleichtern können.