Eine sehr starke Regelblutung mit einem Blutverlust über 80 Milliliter wird fachsprachlich Hypermenorrhoe genannt.

Ursachen einer sehr starken Regelblutung sind meist Veränderungen in der Gebärmutter. Dort können sich Muskelknoten (Myome), Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut oder Schleimhautvorwölbungen (Polypen) bilden und starke Blutungen verursachen. Lediglich bei jeder zehnten Frau führen hormonelle Störungen zu überstarken Monatsblutungen, und nur selten sind sie durch Entzündungen der Gebärmutterschleimhaut oder der Eileiter verursacht. Auch Gebärmutterkrebs, Blutgerinnungsstörungen, Nieren- oder Leberinsuffizienz, Bluhochdruck und andere Erkrankungen der inneren Organe können zu einer verstärkten Blutung führen.

Abzugrenzen von der Hypermenorrhoe ist die Menorrhagie: Hierbei ist die Periodenblutung nicht verstärkt, sondern verlängert. Beide Störungen können gemeinsam auftreten.

Welche Symptome können bei einer überstarken Monatsblutung auftreten?

  • Häufig entdeckt die Frau Blutgerinnsel im Blut, das aus der Scheide fließt.
  • Kommt es zu Schmerzen und einem allgemeinem Krankheitsgefühl während der Monatsblutung, so spricht man von einer Dysmenorrhoe.
  • Starke Schmerzen im Unterleib, ein schlechtes Allgemeinbefinden bis hin zur Bettlägerigkeit sind Alarmsignale für eine Entzündung der Gebärmutterschleimhaut!
  • Bei lang anhaltenden, starken Blutungen kommt es durch den Blutverlust häufig zu einer Blutarmut mit Eisenmangel. Diese Anämie äußert sich mit Schwindel, Blässe, kalten Händen und Füßen, verstärktem Herzklopfen, körperlicher Schwäche und Abgeschlagenheit. 

Wie verhält man sich bei einer überstarken Monatsblutung?

  • Bewahren Sie bei einem plötzlichen starken Blutverlust vor allem erst einmal Ruhe!
  • Legen Sie eine Binde in den Slip und wechseln Sie sie, wenn nötig, in kurzen Abständen, wenn sie mit Blut vollgesogen ist.
  • Suchen Sie unverzüglich einen Frauenarzt auf! In schweren Fällen rufen Sie gegebenenfalls den Rettungsdienst! Wählen Sie den Notruf 112!
  • Für Fremdhelfer gilt: Vermeiden Sie den direkten Kontakt mit dem Blut! Ziehen Sie sich Einmalhandschuhe an! Kümmern Sie sich um die betroffene Frau, kontrollieren Sie ihren Puls und reden Sie beruhigend auf sie ein, bis der Arzt sich um sie kümmert!