In dieser Zeit bildet sich die Gebärmutter zurück, eine eventuelle Dammverletzung oder ein Dammschnitt verheilen, die Milchbildung kommt in Gang und die Eierstockfunktion setzt wieder ein. Das Stillen bietet demnach keinen sicheren Empfängnisschutz. 

Man unterscheidet das Frühwochenbett bis zum zehnten Tag nach der Geburt und das Spätwochenbett, das etwa acht Wochen nach der Geburt endet.

Im Frühwochenbett heilen die Geburtswunden ab und die Milchbildung kommt in Gang. Mutter und Kind sollen sich in dieser Zeit von den Strapazen der Geburt erholen. Das Spätwochenbett dient der Anpassung an das Leben mit dem Kind sowie der hormonellen Umstellung der Mutter.

Auch nach einem Kaiserschnitt dauert das Wochenbett in der Regel nicht länger und verläuft nicht wesentlich anders als nach einer vaginalen Entbindung. Der Wochenfluss kann sogar etwas schwächer sein und früher abklingen. Nach Rücksprache mit dem Arzt kann je nach der individuellen Verfassung ab dem zweiten bis dritten Tag mit der Rückbildungsgymnastik begonnen werden.