Soll der Abbruch wegen medizinischer Gründe oder einer Vergewaltigung erfolgen, übernehmen wir sämtliche Kosten des Eingriffs. Der Arzt rechnet alles direkt über die TK-Gesundheitskarte ab. Es ist kein zusätzlicher Antrag notwendig. Für einen Abbruch ohne eine dieser Indikationen, einem sogenannten Schwangerschaftskonflikt, übernehmen wir in der Regel keine Kosten.

Weitere Details

Was sind medizinische Gründe?
Für die Schwangere besteht Lebensgefahr oder die Gefahr einer schwerwiegenden Beeinträchtigung ihres körperlichen oder seelischen Gesundheitszustandes.

Kostenübernahme bei Schwangerschaftskonflikt
Für einen Abbruch aufrund eines Schwangerschaftskonflikts übernehmen wir in der Regel keine Kosten. Ist Ihr Einkommen jedoch nachweislich zu gering, um die Kosten selbst zu tragen, können Sie bei uns eine Kostenübernahme beantragen . Diesen Antrag müssen Sie unbedingt vor dem Abbruch stellen.

Für den Zeitraum vom 01.07.2018 bis 30.06.2019 liegt die Netto-Einkommensgrenze bei 1.179 Euro monatlich. Für jedes unterhaltspflichtige Kind erhöht sich diese Grenze um 279 Euro. Wenn die Kosten für Ihre Unterkunft höher als 345 Euro liegen, ist eine weitere Aufstockung der Einkommensgrenze um maximal 345 Euro möglich.

Kostenübernahme: Abtreibungspille oder Operation?
Die Schwangerschaft kann medikamentös oder operativ beendet werden. Welche Methode bei Ihnen sinnvoll ist, entscheidet Ihr Arzt. Für die Kostenübernahme ist es nicht wichtig, ob der Abbruch durch die Abtreibungspille oder eine OP erfolgt. Liegen medizinische Gründe oder eine Vergewaltigung vor oder ist Ihr Einkommen zu gering, zahlen wir den Abbruch unabhängig von der gewählten Methode.