Jahresrechnung von Reservenabbau geprägt

"Die Finanzlage ist für die gesamte gesetzliche Krankenversicherung herausfordernd", sagt Dominik Kruchen, alternierender Vorsitzender des Verwaltungsrats und Arbeitgebervertreter. "Die Ausgaben für Gesundheit steigen, auch wegen der teuren Gesundheitspolitik der vergangenen Jahre. Dadurch ist eine Milliardenlücke in der gesetzlichen Krankenversicherung entstanden, die 2021 auch durch die Beitragszahlerinnen und Beitragszahler geschlossen wurde, da die Krankenkassen mehr als acht Milliarden Euro ihrer Reserven abgeführt haben. Die TK allein hat 1,4 Milliarden Euro beigetragen." Dies spiegele sich im Finanzergebnis wider.

Mit Blick auf das kommende Jahr und die bekannt gewordenen Eckpunkte für ein Finanzierungsgesetz, das die prognostizierte Finanzlücke von etwa 17 Milliarden Euro in der gesetzlichen Krankenversicherung schließen soll, sagt Dieter F. Märtens, alternierender Vorsitzender des Verwaltungsrats und Versichertenvertreter: "Es ist wichtig, dass die Politik nun endlich handelt, die gesetzliche Krankenversicherung braucht Planungssicherheit. Dass der durchschnittliche Zusatzbeitrag steigen und wiederum Reserven der Kassen eingezogen werden sollen, ist jedoch eine weitere Belastung für die Beitragszahlerinnen und Beitragszahler - und erneut ein Eingriff in die Entscheidungsspielräume der Selbstverwaltung. Wir erwarten politische Lösungen, um die Finanzen nachhaltig für die kommenden Jahre zu stabilisieren."

TK wächst weiter

Die Zahlen zum Geschäftsjahr 2021 zeigen außerdem, dass die TK weiter gewachsen ist. Mehr als 10,8 Millionen Menschen waren zum Stichtag 1. Januar 2022 bei der TK versichert, ein Plus von einem Prozent. Bei den Mitgliedern ist ein Anstieg von 1,3 Prozent auf rund 8,3 Millionen zu verzeichnen. Ebenso veröffentlicht wurde die Jahresrechnung der TK-Pflegeversicherung. Sie weist einen Jahresüberschuss von 425 Tausend Euro auf, die Leistungsausgaben stiegen auf rund 3,5 Milliarden Euro.  

Geschäftsbericht 2021

Die Jahresrechnung der TK sowie der TK-Pflegeversicherung sind Teil des TK-Geschäftsberichts 2021, der in diesem Jahr unter dem Titel "Neue Wege gehen" steht. Von Vorschlägen für eine patientenorientierte Versorgungsreform und eine zukunftsfähige Pflege bis zu einem Plädoyer für die kluge Nutzung von Gesundheitsdaten - in Berichten, Interviews und Grafiken zeigt er nicht nur neue Wege für das Gesundheitssystem als Ganzes auf, sondern blickt auch darauf, wo sich die TK bereits auf den Weg für innovative Gesundheitslösungen gemacht hat.

Karen Walkenhorst als Vorstandsmitglied wiedergewählt

Karen Walkenhorst wird für sechs weitere Jahre Vorstandsmitglied der TK bleiben. Das ist das Ergebnis der Wahl durch den Verwaltungsrat in dieser Sitzung. Die ehrenamtlichen Mitglieder des höchsten Entscheidungsgremiums der TK votierten einstimmig für die Wiederwahl von Walkenhorst, die seit 2017 dem Vorstand des Unternehmens angehört. Die neue Amtszeit beginnt am 1. August kommenden Jahres.

"Die TK ist ein erfolgreiches Unternehmen, auch weil es uns gut gelingt, innovativ zu sein und uns schnell auf Veränderungen einzustellen. Daran hat Karen Walkenhorst einen entscheidenden Anteil. Sie hat erfolgreiche Transformationsprozesse auf den Weg gebracht, wie die Weiterentwicklung unserer Unternehmenskultur und der TK als Modern Workplace oder die Digitalisierung von Prozessen im Mitgliedschafts- und Beitragsbereich, von denen Mitarbeitende und Versicherte profitieren. Wir freuen uns auch weiterhin auf eine erfolgreiche, konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit", erklärte Dieter F. Märtens anlässlich der Entscheidung.

"Veränderungen sind keine Ausnahme, sondern selbstverständlicher Bestandteil des Alltags und das spiegelt sich auch in unserer Haltung und unserer täglichen Arbeit wider. Auch im Gesundheitswesen insgesamt stehen wichtige Transformationen an. Für mich sind auf diesem Weg eine hohe Veränderungsbereitschaft, gute Kommunikation und Führung auf Augenhöhe entscheidend. Ich freue mich sehr darauf, mich in diesem Sinne weiterhin für unsere fast 11 Millionen Versicherten und die 14.000 Mitarbeitenden einzusetzen. Ich danke für das mir entgegengebrachte Vertrauen", sagt Walkenhorst mit Blick auf die erneute Amtszeit.

Sitzungstermine des TK-Verwaltungsrats