Was können Sie selbst tun bei akuten Schmerzen?

Bei akuten Schmerzen helfen Wärme sowie entspannende und durchblutungsfördernden Übungen. Schmerzlösend und entkrampfend wirkt auch die Stufenlagerung.

 

In den meisten Fällen klingen akute Rückenbeschwerden innerhalb weniger Tage von selbst ab. Wenn Sie sich in den ersten Stunden vor Schmerzen kaum rühren können, gönnen Sie sich die Ruhe, die Sie brauchen, aber vermeiden Sie längere Bettruhe, denn diese kann die Schmerzen verstärken. Versuchen Sie stattdessen, sich trotz Ihrer Beschwerden so gut es geht zu bewegen, und wenn möglich Ihre Alltagsaktivitäten beizubehalten.

 

Wärme

Helfen Sie sich mit Wärme (zum Beispiel Wärmflasche, warme Packung oder Vollbad) sowie entspannenden und durchblutungsfördernden Übungen. Ein rezeptfrei erhältliches Schmerzmittel kann die Schmerzen lindern und es Ihnen erleichtern, sich zu entspannen und aktiv zu bleiben. Nehmen Sie Schmerzmittel jedoch keinesfalls länger als zwei bis drei Tage ein.

 

Stufenlagerung

StufenlagerungDazu legen Sie sich flach auf den Rücken, am besten auf eine warme Decke, und legen die Beine hoch. Die Unterschenkel lagern im rechten Winkel zu den Oberschenkeln auf einer Ablage, die so hoch sein sollte wie die Oberschenkel lang sind. Dazu eignet sich zum Beispiel ein Sofa, ein niedriger Hocker oder ein Wasserkasten mit einer Kissenauflage.

 

Bewegung

Sobald die ersten heftigen Schmerzen abgeklungen sind und Sie wieder etwas beweglicher sind, sollten Sie es mit einem Spaziergang versuchen. Während die meisten Menschen bei akuten Rückenbeschwerden längeres Sitzen oder Stehen vermeiden, wird das Gehen als relativ angenehm empfunden. Das Gehen tut dem Rücken gut, weil dabei die Muskulatur gelockert und die Wirbelgelenke bewegt werden.

 

Dauern die Beschwerden länger als drei Tage unvermindert stark an, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, um die Ursache abklären zu lassen.

 

Alarmzeichen, bei denen sofortige ärztliche Hilfe nötig ist

  • starker Kreuz- und Beinschmerz, der mit Lähmungserscheinungen am Unterleib und an den Beinen verbunden ist,
  • Kontrollverlust über Blase und Darm,
  • Taubheitsgefühle an den Innenseiten der Oberschenkel.

Diese Symptome treten beim sogenannten Reithosen-Syndrom auf, bei dem vorgefallenes Bandscheibengewebe gleich auf mehrere Nervenwurzeln drückt. Dies ist ein seltener, aber gefährlicher Notfall, bei dem nur eine sofortige Operation bleibende Nervenschäden verhindern kann.

 

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