Osteopathische Behandlung 

Die Osteopathie ist eine sanfte und ganzheitliche Heilmethode. Sie umfasst die manuelle Diagnostik und Therapie am Bewegungssystem, an den inneren Organen und am Nervensystem. Unter bestimmten Voraussetzungen beteiligt sich die TK an den Kosten. Im Folgenden finden Sie die Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Thema.

Bezahlt die TK Osteopathie?

Osteopathie ist nicht Bestandteil des Leistungskatalogs der gesetzlichen Krankenversicherung. Daher dürfen die gesetzlichen Krankenkassen normalerweise die Kosten nicht übernehmen. Die TK erstattet ihren Versicherten jedoch als sogenannte Satzungsleistung einen Teil der Kosten für osteopathische Behandlungen - wenn bestimmte Voraussetzungen vorliegen.

 

Unter welchen Voraussetzungen beteiligt sich die TK an den Kosten für Osteopathie?

Die TK erstattet Ihnen einen Teil der Kosten Ihrer osteopathischen Behandlung, wenn diese durch einen Arzt veranlasst wird und er Ihnen dies vor Beginn der Behandlung schriftlich bescheinigt. Die Bescheinigung kann der Arzt Ihnen in Rechnung stellen, die Kosten hierfür kann die TK leider nicht übernehmen.  

 

Der Osteopath muss eine bestimmte Qualifikation nachweisen können und Mitglied in einem Berufsverband der Osteopathen sein oder zumindest durch seine Ausbildung dazu berechtigt sein, einem solchen Verband beizutreten. Die Ausbildung dauert normalerweise vier bis fünf Jahre und umfasst zirka 1.350 Stunden. 

Wie viel übernimmt die TK bei Osteopathie?

Die TK bezuschusst maximal drei osteopathische Behandlungen pro Kalenderjahr. Sie erhalten je Sitzung 40 Euro, jedoch nicht mehr als die tatsächlich entstandenen Kosten. 

Wie bekomme ich nach der osteopathischen Behandlung den Zuschuss von der TK?

Das Ganze funktioniert wie bei einem Privatpatienten: Sie bezahlen die Rechnung für Ihre osteopathische Therapie zunächst selbst. Anschließend reichen Sie diese dann zusammen mit der ärztlichen Bescheinigung im Original bei der TK ein. Die TK überweist anschließend den Zuschuss auf das von Ihnen gewünschte Konto. 

 

Damit alles so schnell wie möglich geht, senden Sie Ihre Unterlagen bitte an die sogenannte Großkundenanschrift:

 

Techniker Krankenkasse

20910 Hamburg   

Wer darf osteopathisch behandeln?

Das Wichtigste: Die Behandlung muss qualitätsgesichert sein. Daher muss ein Arzt diese veranlassen und Ihnen eine ärztliche Bescheinigung hierüber aushändigen. Behandeln muss dann nicht unbedingt ein Arzt - dies kann jeder Osteopath, 

  • der eine umfassende Ausbildung in verschiedenen Teilgebieten der Osteopathie (parietale, viszerale und craniale Osteopathie) erfolgreich absolviert hat und
  • der Mitglied in einem Berufsverband der Osteopathen ist oder zumindest durch den erfolgreichen Abschluss seiner Ausbildung dazu berechtigt ist, einem solchen Berufsverband beizutreten.

Wie finde ich einen geeigneten Osteopathen?

Einen ausgebildeten Osteopathen finden Sie zum Beispiel unter den Mitgliedern unten aufgeführter Verbände. Diese unterstützen Sie auch bei der Suche.

 

Wichtig: Ist Ihr Osteopath nicht Mitglied in einem der Berufsverbände, muss er einen entsprechenden Ausbildungsnachweis vorlegen - zum Beispiel ein Zertifikat oder ein Abschlusszeugnis. Erst dann kann sich die TK an den Kosten für Ihre Therapie beteiligen.  

 

Einige Verbände listen auch Osteopathen auf, die sich noch in der Ausbildung befinden - diese erkennt die TK nicht an.

Übernimmt die TK auch Kosten für die osteopathische Therapie bei Kindern?

Alle TK-Versicherten erhalten den Zuschuss zur Osteopathie unter denselben Voraussetzungen - auch Kinder.