Psychotherapie

Psychotherapie ist die Behandlung psychischer Probleme mit Hilfe anerkannter psychotherapeutischer Methoden. Lesen Sie hier, wie Sie die Therapie beantragen, welche Behandlungsarten die TK bezahlt und wie Sie einen Therapeuten finden.

 

Ich habe mich für eine Psychotherapie entschieden. Wie gehe ich weiter vor?

Therapeuten finden

Der erste Schritt ist die Suche nach einem passenden Therapeuten. Eine gute Hilfestellung finden Sie auf den Internetseiten

Probatorische Sitzungen

Zu Beginn einer Behandlung können Sie ohne ärztliche Überweisung bei einem Therapeuten mit Kassenzulassung einige vorbereitende Sitzungen erhalten, die sogenannten probatorischen Sitzungen. Damit können Sie und der Therapeut prüfen, ob Sie miteinander zurechtkommen und ob eine Psychotherapie das Richtige für Sie ist. Diese Sitzungen werden von der TK bezahlt - bei der Psychoanalyse sind es bis zu acht Sitzungen, bei anderen Therapien bis zu fünf Sitzungen.

                                                                                                              

Während dieser probatorischen Sitzungen müssen Sie sich entscheiden, ob Sie die Therapie bei diesem Therapeuten fortsetzen oder einen anderen Psychotherapeuten aufsuchen möchten. Auch bei einem anderen Psychologen haben Sie wieder Anspruch auf die fünf bis acht probatorischen Sitzungen.

 

Ärztliche Untersuchung

Nach den probatorischen Sitzungen ist eine körperliche ärztliche Untersuchung notwendig. Sie soll klären, ob nicht doch eine organische Erkrankung die Ursache für Ihr Leiden ist.

 

Genehmigung der Therapie

Findet sich keine organische Ursache für Ihre Beschwerden, lässt sich Ihr Therapeut die von ihm vorgeschlagene Therapie bei der TK genehmigen. Den Antrag dazu hat er vor Ort. Unter bestimmten Voraussetzungen befragen wir zunächst noch einen qualifizierten Gutachter. Die Bewilligung senden wir an Sie und an Ihren Therapeuten.

 

Im Anschluss daran bespricht Ihr Therapeut die Details Ihrer Behandlung. Jetzt kann die eigentliche Therapie beginnen.

Wie finde ich einen Psychotherapeuten?

Psychotherapeuten mit Kassenzulassung finden Sie auf folgenden Portalen:

Was mache ich bei langen Wartezeiten bei zugelassenen Psychotherapeuten?

Leider muss man bei der Suche nach einem zugelassenen Psychologen mittlerweile mit einer Wartezeit von zwei bis drei Monaten rechnen. Sollten Sie dennoch keinen passenden Therapeuten finden, melden Sie sich bitte telefonisch direkt in unserer Fachabteilung für Ambulante Leistungen unter der Telefonnummer Telefonnummer:040 - 46 06 62 01 00. Wir besprechen dann das weitere Vorgehen mit Ihnen. Sie erreichen uns montags bis donnerstags von 8 bis 18 Uhr und freitags von 8 bis 16 Uhr.

Wann bezahlt die TK eine Psychotherapie?

Voraussetzung ist, dass Ihr Therapeut eine Kassenzulassung hat. Folgende Therapeuten bieten eine professionelle und qualifizierte Versorgung und dürfen mit der TK abrechnen:

  • Psychotherapeutisch tätige Ärzte

  • Zugelassene Psychologische Psychotherapeuten

  • Kinder- und Jugendpsychotherapeuten 

Wichtiger Hinweis: Wenn die Psychotherapie allein der Erziehungs-, Ehe-, Lebens- oder Sexualberatung dient, ist sie keine Leistung der Krankenversicherung, das heißt, die TK kann keine Kosten übernehmen.

Welche psychotherapeutischen Behandlungsarten zahlt die TK?

Die drei zugelassenen Behandlungsarten, die Ihr Therapeut mit der TK abrechnen kann, sind die Verhaltenstherapie, die Psychoanalyse und die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie. Sie können zusammen mit Ihrem Therapeuten zwischen diesen Therapiearten wählen.

 

Lesen Sie in unserem Artikel über Therapieformen mehr über deren Inhalt.

Welche Besonderheiten gibt es für Kinder und Jugendliche?

Die psychischen Probleme von Kindern und Jugendlichen haben häufig ganz andere Ursachen als die von Erwachsenen. Deshalb ist eine besondere Qualifikation für die Behandlung notwendig, um diesen Bedürfnissen gerecht zu werden. Die Psychotherapie für Kinder und Jugendliche unter 21 Jahren wird deshalb von speziellen Kinder- und Jugendpsychotherapeuten durchgeführt.

 

Fragen Sie bei den Therapeuten am besten nach, ob sie Kinder und Jugendliche behandeln oder sich auf eine Therapieform spezialisiert haben.

Wann kann eine Psychotherapie helfen?

Sie hilft in vielen Fällen, seelische Leiden zu mindern oder ganz zu beseitigen. Grundlose Traurigkeit, Depressionen, Ängste, Wahn- und Zwangsvorstellungen - psychische Krankheiten können zu schmerzhaften Störungen im Denken, Fühlen, Erleben und Handeln führen, zum Beispiel, wenn

  • bestimmte Ängste es nicht mehr möglich machen, den Alltag zu bewältigen. Wer sich beispielsweise in engen Räumen oder unter vielen Menschen bedroht fühlt, kann meist schon einfache Alltagsdinge wie Einkaufen oder Bahn fahren nicht mehr erledigen.

  • jemand häufig psychosomatische Beschwerden hat oder

  • Krankheiten chronisch werden und die Belastung zu schwerwiegenden negativen seelischen Reaktionen führt.