Streitthema Homöopathie

Homöopathie polarisiert: Es gibt viele Versicherte, die sich homöopathische Angebote wünschen, und es gibt viele Versicherte, die diese ablehnen. Das führt zu kontroversen Diskussionen.

Auf unserem Twitter-Kanal hat sich heute eine hitzige Debatte zu dem Thema entfacht. Auslöser war ein kritischer Kommentar zu unserem Angebot, auf den wir heute Nacht ungünstig geantwortet haben. Für den Tweet haben wir uns inzwischen entschuldigt. Dennoch brach daraufhin eine sehr emotionale Debatte über das Thema Homöopathie aus.

 

Fakt ist: Kundenbefragungen haben uns gezeigt, dass manche Versicherte sich sogenannte komplementärmedizinische Angebote - in Ergänzung zur Schulmedizin - wünschen. Sie setzen bei Beschwerden auf eine (begleitende) ergänzende Therapie. Wir nehmen diese Wünsche ernst und setzen sie auf einem qualitativ hochwertigen Niveau um.

 

Das heißt konkret: Für die homöopathische Behandlung haben wir einen Vertrag mit der Managementgesellschaft des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) geschlossen. Der ermöglicht unseren Versicherten eine Behandlung durch zugelassene Vertragsärzte. Eine Behandlung bei einem Heilpraktiker bezahlt die TK nicht. Das soll eine hochwertige Versorgung sicherstellen und Einnahmefehler oder Fehldiagnosen in der Selbstmedikation vermeiden. Und auch bei den homöopathischen Arzneimitteln ist es laut unserer Satzung Voraussetzung, dass sie von einem Arzt verordnet werden.

 

Übrigens: Der Gesetzgeber hat den besonderen Therapierichtungen - also der Homöopathie, der Anthroposophie und der Pflanzenheilkunde - ausdrücklich einen Platz in der gesetzlichen Krankenversicherung eingeräumt: "Behandlungsmethoden, Arznei- und Heilmittel der besonderen Therapierichtungen sind nicht ausgeschlossen" heißt es im Gesetz.