Wie wirkt die Antibabypille? 

Je nachdem, welche Hormone enthalten sind, verhindert die Pille die Reifung von Eizellen und den Einsprung, die Befruchtung und das Einnisten einer befruchteten Eizelle in die Gebärmutter.

Die Pille ist ein hochwirksames Medikament, mit dem eine ungewollte Schwangerschaft verhütet werden kann. Statistisch wird maximal eine von 100 Frauen ungewollt schwanger, damit ist die Pille eines der sichersten Verhütungsmittel. Wie jedes Arzneimittel hat auch die Antibabypille neben den erwünschten Wirkungen Risiken, die in der Packungsbeilage aufgeführt werden.

 

Auf dem Markt ist eine Vielzahl von unterschiedlichen Präparaten. Meistens enthalten sie eine Kombination verschiedener Hormone oder seltener nur das Hormon Gestagen.

 

Kombinationspräparate

Sie enthalten die Sexualhormone Östrogen und Gestagen. Das Östrogen verhindert, dass der Körper Botenstoffe produziert, die zum Eisprung führen. Ohne Eisprung kann es nicht zur Befruchtung einer Eizelle kommen. Damit ist keine Schwangerschaft möglich.

 

Das Gestagen verändert zusätzlich den Schleim im Gebärmutterhals, so dass nach dem Sex Samenzellen nicht in die Gebärmutter gelangen können.

 

Außerdem bewirkt die Kombination der Hormone, dass sich die Gebärmutterschleimhaut nicht ausreichend entwickelt, so dass sich ein befruchtetes Ei nicht einnisten kann.

 

Diese Pillen werden auch Mikropillen genannt, da sie - im Gegensatz zu den ersten Pillen, die auf den Markt kamen - deutlich geringere Östrogenmengen enthalten.

 

Minipille

Im Gegensatz zu den Kombinationspräparaten enthält die sogenannte Minipille lediglich das Hormon Gestagen. Es hemmt den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut und verändert den Schleim im Gebärmutterhals. So kommen Spermien nicht hindurch und eine Befruchtung und Einnistung der Eizelle wird vermieden.

 

Bei der Minipille gibt es keine Einnahmepause, sie wird konstant eingenommen. Minipillen mit dem Wirkstoff Desogestrel verhindern zusätzlich den Eisprung.

 

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