Wie alles begann...

Im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) wird für die Beschäftigten der Technischen Universität Kaiserslautern (TUK) ein Konzept entwickelt, das im Sinne eines salutogenen Ansatzes die Gesundheit als umfassendes körperliches, psychisches und soziales Wohlbefinden aktiv unterstützt. Wichtig ist die nachhaltige Umsetzung des Konzepts in die Organisation der TUK.

Das Ziel: Gesundheitsförderung in der Arbeitswelt soll ein höheres Maß an Arbeitszufriedenheit, Motivation und Leistungsfähigkeit am Arbeitsplatz ermöglichen. Unterschiedliche gesundheitsförderliche Aktivitäten sollen zusammengeführt und in nachhaltige Strukturen und Prozesse eingebettet werden. Das BGM der TU Kaiserslautern entspricht den Rahmenvorgaben des Landes Rheinland-Pfalz und läuft in enger Abstimmung mit dem Studentischen Gesundheitsmanagement (SGM) an der TUK.

An die Arbeit…

2016 wurden die Beschäftigten der TUK zu ihrer Zufriedenheit und Gesundheit befragt: Es wurde untersucht, wie sich die Arbeits- und Organisationsbedingungen vor Ort auf die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auswirken. Die Ergebnisse zeigten erste Handlungsbedarfe auf und dienten der Entwicklung bedarfsorientierter Maßnahmen. Die Befragungsergebnisse wurden zunächst in einem allgemein zugänglichen Gesundheitsforum konkretisiert. Anschließend wurden in moderierten Fokusgruppen zielgerichtete gesundheitsförderliche Maßnahmen im jeweiligen Organisationsbereich gemeinsam mit den Betroffenen erarbeitet. 

Steckbrief

Branche: Universität

Unternehmensgröße: über 1000 Mitarbeiter

Standort: Rheinland-Pfalz

Fokus:

  • Psychosoziale Gesundheit
  • Gesundheitskompetenz/-wissen
  • Gesundheitsförderung/-kurse/-tage/-aktionen
  • Arbeits- und Gesundheitsschutz
  • Chancengleichheit/Diversität/Willkommenskultur
  • BEM

Projektinhalt:

  • Beschäftigte vor Gesundheitsrisiken schützen
  • Höheres Maß an Arbeitszufriedenheit
  • Auf - und Ausbau von persönlichen Ressourcen und Kompetenzen bei Mitarbeitern und Führungskräften
  • Sensibilisierung der Führungskräfte 
  • Suchtprävention, Ergonomie und psychische Gesundheit

Laufzeit: 2015 - 2019

Vorhang auf…

Um das BGM in der Universitätsöffentlichkeit sichtbar zu machen, wurde es in allen großen internen Informationsveranstaltungen, unter anderem in der Personalversammlung und beim "Welcome Day" vorgestellt. Einzelmaßnahmen, die flankierend zu den Fokusgruppen durchgeführt wurden, sind beispielsweise Sport- und Fitnesstage und sowie Aktionstage zu den Themen "Treppensteigen versus Fahrstuhl" oder zur "Rücken-" beziehungsweise "Herzgesundheit". In Kooperation mit der Universitätsmedizin der JGU Mainz werden hochwertige Informations- und Aufklärungsvorträge zu gesundheitlichen Fragestellungen angeboten. Über die Magazine der TUK "Unispectrum" sowie "Talk im Turm" werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kontinuierlich über das BGM informiert. Neben aktuellen Informationen und Berichten auf der BGM-Homepage werden Postkarten, Flyer und E-Mails eingesetzt, um die Belegschaft auf dem Laufenden zu halten. Im Zuge des Corporate Health Audits für den Corporate Health Award wurde das BGM der TU Kaiserslautern in die "Exzellenzklasse" eingestuft. Für das Audit ist ein umfassender Abschlussbericht der 1. Projektphase mit der Laufzeit von 2 Jahren erstellt worden.

Erfolgsrezept…

Das BGM wurde sichtbar in die strategisch relevanten Positionspapiere der TUK implementiert. Die Einzelmaßnahmen werden im Rahmen eines professionellen Projektmanagements systematisch dokumentiert, evaluiert und qualitätsgesichert. 

Interview mit Birgit Schlicher und Eric Benneward (Projektleitung TU Kaiserslautern)

Wieso haben Sie sich für die Einführung von BGM/BGF entschieden? 

Das BGM der TU Kaiserslautern möchte neben der Gesunderhaltung auch für mehr Zufriedenheit der Beschäftigten sorgen. 

Was haben Sie sich vom BGM erhofft? Was waren Ihre Wünsche und Ziele?

Wir wollen Gesundheitsförderung strukturiert und professionell umsetzen. Veränderungen sollen nachhaltig implementiert werden. Dabei ist für uns eine enge Kooperation mit dem studentischen Gesundheitsmanagement wichtig, um die Gesunderhaltung aller Zielgruppen bestmöglich zu unterstützen. 

Wieso haben Sie sich für eine Zusammenarbeit mit der TK entschieden? 

Die TK ist ein kompetenter Partner in Gesundheitsfragen und hat bereits andere Hochschulen erfolgreich unterstützt.

Wie hat die Belegschaft das Projekt aufgenommen oder mitgestaltet?

Die Beschäftigten haben großes Interesse gezeigt und mit viel Engagement an den durchgeführten Aktionen teilgenommen.

Warum würden Sie BGM/BGF weiterempfehlen? 

Es bietet die Möglichkeit, Beschäftigte nachhaltig für die Erhaltung der eigenen Gesundheit zu sensibilisieren.

Was hat Sie positiv überrascht? 

Die Vielfältigkeit in dem Bereich Gesundheitsförderung. Es gibt viel Gestaltungs- und Entwicklungsspielraum, besonders im Bereich der Hochschulen.

Sie haben Fragen?

Ihre An­sprech­part­ner

Technische Universität Kaiserslautern 
Birgit Schlicher 
Projektleiterin
Tel. 06 31 - 205 36 47
schlicher@verw.uni-kl.de  
www.uni-kl.de 

Eric Benneward
Stellv. Projektleiter
benneward@rhrk.uni-kl.de  
www.uni-kl.de 

Die Techniker
Petra Dann
Beraterin Betriebliches Gesundheitsmanagement 
Tel. 040 - 460 65 10 79 02
petra.dann@tk.de 
www.tk.de