Soll ein Mitarbeiter aus Ihrem Unternehmen nach Serbien entsandt werden, benötigt er ein Einreisevisum. Dieses muss vor Reiseantritt bei einer serbischen Auslandsvertretung eingeholt werden. Ausführliche Informationen darüber, welche Dokumente Ihre Mitarbeiter für das Geschäftsvisum vorlegen müssen, erhalten Sie auf der Internetseite des serbischen Außenministeriums.

Liegt ein Geschäftsvisum vor, hat Ihr Mitarbeiter automatisch auch eine Arbeitserlaubnis. Sollte Ihr Mitarbeiter nicht visumberechtigt sein, benötigt er eine separate Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung. Was bei der Beantragung zu beachten ist, erklärt die Industrie- und Handelskammer Hannover anschaulich in ihrem Merkblatt "Entsendung von Arbeitnehmern nach Serbien". Weitere Informationen erhalten Sie außerdem auf der Seite der Deutschen Botschaft in Belgrad.

Meldepflicht

In Serbien besteht eine Meldepflicht. Ihr entsandter Mitarbeiter muss sich innerhalb von 24 Stunden nach seiner Einreise bei der örtlichen Meldebehörde seines Wohngebiets polizeilich registrieren lassen. Dort erhält er einen Meldenachweis, den er sowohl bei der Ausreise als auch bei Kontrollen im Land vorlegen muss. Für die Meldung genügt ein Reisepass, der noch mindestens 90 Tage gültig ist. Das serbische Innenministerium informiert online über die Meldepflicht. Hotels übernehmen die Anmeldung für ihre Gäste, allerdings nicht bei Privataufenthalten. Laut Auswärtigem Amt können Verstöße gegen die Meldepflicht bei der Ausreise zu Problemen führen und mit Geldstrafen geahndet werden.

Sozialversicherung

Zwischen Serbien und Deutschland besteht kein direktes Sozialversicherungsabkommen. Allerdings wird in der Praxis das mit der ehemaligen Republik Jugoslawien abgeschlossene Abkommen aus dem Jahr 1968 in Serbien angewendet. Für Ihre entsandten Mitarbeiter gelten weiterhin die deutschen Rechtsvorschriften über die soziale Sicherheit, sofern die Bedingungen zur Ausstrahlung erfüllt sind. Anders als bei Abkommen mit anderen Staaten gibt es für den Einsatz eines Mitarbeiters in Serbien keine festgelegte zeitliche Begrenzung.

Dennoch muss die Beschäftigung Ihres Mitarbeiters als vorübergehend erkennbar sein - entweder durch die Eigenart der Beschäftigung oder eine vertragliche Regelung. Wichtige Informationen zur Beschäftigung in Serbien finden Sie im Merkblatt Arbeiten in Serbien der Deutschen Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland (DVKA).