Deutschland pflegt bereits seit einhundert Jahren Handelsbeziehungen zu Uruguay. Das relativ kleine Küstenland zwischen Brasilien und Argentinien etabliert sich zunehmend als Logistikstandort innerhalb des Kontinents.

Für Reisen nach Uruguay benötigen deutsche Touristen kein Visum, wenn sie nicht länger als 90 Tage im Land bleiben. Voraussetzung ist ein gültiger Reisepass.

Hinweise für die Einreise

An der Grenzstelle erhält jeder Einreisende ein Dokument in Form eines Zettels, der bei der Ausreise wieder abgegeben werden muss. Diesen sollten Sie aufbewahren, da eine Neuausstellung zeitaufwendig und mit zusätzlichen Kosten verbunden ist. Bei direkter Einreise, insbesondere aus einem Nachbarland, sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass von den Grenzbeamten ein Einreisezettel ausgehändigt und der Reisepass mit Einreisestempel versehen wird. Ansonsten kann es passieren, dass wegen des Verdachts auf einen illegalen Aufenthalt die Ausreise verweigert und Geldstrafen verhängt werden.

Visum beantragen

Für die Beantragung eines Visums stehen bundesweit sieben Konsulate Uruguays zur Verfügung.

Medizinische Hinweise

Es wird empfohlen, vor einer Reise nach Uruguay eine Beratung durch Tropen- beziehungsweise Reisemediziner vornehmen zu lassen. Beratungsstellen sind zu finden unter www.dtg.org.

Arbeiten in Uruguay - Versicherungsschutz

Bereits im Vorfeld der Reise sollten sich Arbeitgeber beziehungsweise Arbeitnehmer um einen ausreichenden Krankenversicherungsschutz kümmern. Entscheidend dafür, ob für ihn die uruguayischen oder die deutschen Rechtsvorschriften gelten, ist der Ort, an dem die Arbeit tatsächlich ausgeübt wird. Dieser Grundsatz gilt unabhängig davon, in welchem Staat der Arbeitnehmer wohnt. Auch der Firmensitz des Arbeitgebers spielt keine Rolle.

Wer als Arbeitnehmer im Rahmen seines deutschen Arbeitsvertrags nach Uruguay entsandt wird, kann für die ersten 24 Monate die deutschen Rechtsvorschriften in Anspruch nehmen. Voraussetzung ist, dass er im Auftrag und auf Rechnung seines Arbeitgebers tätig ist.

Ausführliche Informationen bietet die PDF-Broschüre Arbeiten in Uruguay der Deutschen Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland (DVKA).

Unabhängig davon empfiehlt das Auswärtige Amt einen ausreichenden, weltweit gültigen Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung. Während die medizinische Versorgung in der Hauptstadt Montevideo vergleichbar mit den europäischen Standards ist, seien auf dem Land Defizite in der technischen, apparativen und hygienischen Ausstattung zu erwarten.

Tipp: Wer einen längeren Aufenthalt in Uruguay vor sich hat und danach die Rückkehr in die gesetzliche Versicherung plant, sollte sich in Bezug auf die Sicherung von Ansprüchen und Versicherungszeiten von der Krankenkasse individuell beraten lassen.

Vordruck für Arbeitnehmer

Arbeitnehmer, die in Uruguay arbeiten und für die deutsche Rechtsvorschriften gelten, erhalten von der Krankenkasse die "Bescheinigung über die Anwendung der deutschen Rechtsvorschriften bei Beschäftigung in Uruguay“. Der Vordruck DE/UY 101 dient gegenüber den uruguayischen und den deutschen zuständigen Stellen als Nachweis darüber, dass für den Arbeitnehmer ausschließlich die deutschen Rechtsvorschriften gelten.

Aktuelle Hinweise zu Reisen nach Uruguay finden Sie auf der Internetseite des Auswärtigen Amts.

Sozialversicherung

Sie planen den Auslandseinsatz eines Mitarbeiters? Um zu prüfen, ob unter Umständen weiterhin deutsches Sozialversicherungsrecht gilt, sollten Sie im Vorfeld der Entsendung einen entsprechenden Fragebogen ausfüllen. Das für das jeweilige Land maßgebliche Dokument können Sie auf der Webseite der Deutschen Verbindungsstelle Krankenversicherung Ausland (DVKA) herunterladen. Dort erhalten Sie weitere wichtige länderspezifische Informationen zur Sozialversicherung.

Den ausgefüllten Bogen senden Sie an die zuständige Stelle - bei gesetzlich Versicherten ist dies die Krankenversicherung, bei der die Person versichert ist.