Schreibt die Studien- oder Prüfungsordnung das Zwischenpraktikum nicht vor, kann es unter bestimmten Bedingungen trotzdem versicherungsfrei sein, zum Beispiel als Minijob oder im Rahmen der Werkstudentenregelung.

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Praktikum ohne Entgelt

Ein freiwilliges Praktikum, das nicht durch eine Studien- oder Prüfungsordnung vorgeschrieben ist, ist versicherungsfrei, wenn der Praktikant ohne Entgelt arbeitet. 

Praktikum als Minijob

Ein freiwilliges Praktikum bleibt versicherungsfrei, wenn Sie es als geringfügig entlohnten Minijob einstufen können. Der Student darf allerdings nicht mehr als 450 Euro Entgelt im Monat erhalten. Der Arbeitgeber zahlt den Pauschalbeitrag von 13 Prozent für die Krankenversicherung. In der Rentenversicherung besteht seit dem 1. Januar 2013 Versicherungspflicht. Diese entfällt nur dann, wenn das Praktikum kurzfristig ausgeübt wird. 

Für Praktikanten aus dem Ausland, die als Minijobber beschäftigt werden sollen, müssen bestimmte Zuständigkeiten beachtet werden. Die deutsche Minijob-Zentrale ist nicht zuständig, wenn der Arbeitnehmer eine "Bescheinigung über die anzuwendenden Rechtsvorschriften" aus einem anderen Staat der EU vorlegt. Dann müssen Arbeitgeber die Beiträge nach dem Recht dieses Landes abführen.

Versicherungsfreiheit im Rahmen der Werkstudentenregelung

Erhält der Praktikant mehr als 450 Euro Entgelt im Monat, können Sie eventuell die Werkstudenten-Regelung auf ihn anwenden. Dann ist das Zwischenpraktikum versicherungsfrei in der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung. Lediglich für die Rentenversicherung muss der Praktikant Beiträge zahlen. Ob Sie die Werkstudenten-Regelung nutzen können, hängt von der Arbeitszeit des Praktikanten ab.

Informieren Sie sich darüber auf unseren Seiten über die Werkstudenten  oder im ausführlichen Beratungsblatt Beschäftigung von Studenten und Praktikanten (PDF, 309 kB) .