Füße eines Paars schauen unter der Bettdecke heraus
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Sex ist bekanntlich die schönste Nebensache der Welt. Mit Safer Sex (deutsch: sichererer Sex) bleibt sie für alle Beteiligten ein folgenloses Vergnügen. 

Mit entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen schützt man sich und seinen Sexualpartner vor einer HIV-Infektion und verringert das Risiko, sich mit anderen sexuell übertragbaren Infektionen (STI) anzustecken. Beim Safer Sex geht es hauptsächlich darum, den Austausch mit folgenden vielleicht ansteckenden Körperflüssigkeiten zu vermeiden:

  • Blut,
  • Menstruationsblut,
  • Sperma,
  • Scheidenflüssigkeit,
  • Flüssigkeitsfilm auf der Darmschleimhaut (Darmsekret).

Sie können Krankheitserreger, wie zum Beispiel Bakterien oder Viren, enthalten und bei einem Schleimhautkontakt auf den Sexualpartner übertragen werden. Schleimhäute befinden sich in der Scheide, auf der Penisspitze, unter der Vorhaut, im Mund, Anus und in den Augen.

Was bringt Safer Sex?

Safer Sex schützt die eigene Gesundheit und die der Partnerin bzw. des Partners. Erscheinen die Vorkehrungen auf den ersten Blick wie eine Einschränkung, ist Safer Sex jedoch auch ein Gewinn für die partnerschaftliche Sexualität. Denn er sorgt dafür, dass man sich gemeinsam sicher vor einer Ansteckung sicher fühlt und Sexualität in gegenseitiger Rücksichtnahme erleben kann.

In folgenden Fällen spielt Safer Sex auch in festen Partnerschaften eine Rolle:

  • einer der Partner hatte ungeschützten Sex mit einer anderen Person,
  • einer der Partner hat Drogen-Spritzbestecke gemeinsam mit anderen benutzt, auch wenn dies Jahre zurückliegt.

Warum "Safer Sex" und nicht "Safe Sex"?

Safer Sex schützt sehr gut vor Infektionen, es besteht aber immer ein Restrisiko. Deshalb heißt es "Safer Sex" und nicht "Safe Sex" (deutsch: sicherer Sex). Denn am sichersten wäre es, auf Sex mit anderen zu verzichten, das ist für die meisten Menschen allerdings nicht wünschenswert. Deswegen ist Safer Sex die beste Alternative zur absoluten Enthaltsamkeit.

Wie geht Safer Sex?

Beim Safer Sex sind folgende Regeln zu beachten:

  1. Bei eindringendem Sex wie Anal- oder Vaginalverkehr immer Kondome benutzen. Denn durch den intensiven Kontakt mit den Schleimhäuten am Penis, in der Scheide und im Anus, ist der ungeschützte Geschlechtsverkehr einer der Hauptübertragungswege von HIV und anderen STI.
  2. Beim Oralverkehr mit Männern (Fellatio) ein Kondom verwenden oder die Aufnahme vom Sperma in den Mund vermeiden. Kondome schützen zudem vor der Ansteckung mit anderen STI.
  3. Beim Oralverkehr mit Frauen (Cunnilingus) kann die Aufnahme von Scheidenflüssigkeit oder Menstruationsblut mit sogenannten Dental Dams vermieden werden. Die Tücher aus Latex werden auf die Scheidenöffnung gelegt und können bei Bedarf auch durch aufgeschnittene Kondome ersetzt werden. Gerade während der Menstruation ist ein solcher Schutz besonders wichtig.
  4. Bei der gemeinsamen Benutzung von Sexspielzeugen sollte man bei jedem Partner bzw. jeder Partnerin ein neues Kondom verwenden.
  5. Den Kontakt mit sichtbar veränderten Hautstellen, wie Warzen oder Bläschen, unbedingt vermeiden. Sie können ein Anzeichen auf eine sexuell übertragbare Infektion sein.
  6. Den Kontakt mit offenen oder wunden Stellen, die durch andere STI verursacht wurden, unbedingt vermeiden, da diese Eintritts- und Austrittspforten für HIV sein können.