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Bewegungsmangel: Gesundheitliche Risiken und wie Sie aktiv werden
Viele kennen die Momente, in denen sie nach langen Sitzzeiten mit Rücken- oder Nackenschmerzen zu kämpfen haben. Die Muskulatur ist belastet, das Herz-Kreislauf-System gestresst und alles drückt auf die Stimmung. Mit einfachen Schritten können Sie frühzeitig entgegenwirken.
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Diplom-Sportlehrerin Yvonne Wagner
Chronischer Bewegungsmangel begünstigt die Entwicklung schwerer Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Leiden, Diabetes, Bluthochdruck und verschiedene Krebsarten. Die Lebenserwartung verkürzt sich signifikant, wenn körperliche Inaktivität zum Dauerzustand wird. Aber: Bewegungsmangel ist gleichzeitig ein vermeidbares Gesundheitsrisiko. Mit kleinen Maßnahmen können Sie schon viel für Ihre Gesundheit tun - ganz gezielt und ohne großen Zeitaufwand im Alltag. Wer auf die ersten Warnsignale wie Verspannungen oder Gewichtszunahme achtet, sich motivierende Ziele setzt und Bewegung als festen Bestandteil des Lebens gestaltet, investiert nachhaltig in seine Gesundheit. Sie wollen die ersten Schritte zu mehr Bewegung wagen? Machen Sie mit: Die TK-Fit-Challenge gibt Ihnen genug Zeit um in die Gänge zu kommen und macht Ihre Wege und Ihre Aktivität sichtbar.
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Was ist Bewegungsmangel?Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) spricht von Bewegungsmangel, wenn ein Mensch in der Woche weniger als 150 Minuten moderat körperlich aktiv ist oder sich weniger als 75 Minuten intensiv bewegt. Diese Schwelle ist unabhängig vom Alter. Typisch für Bewegungsmangel sind häufige und lange Sitzzeiten in Studium oder Beruf sowie in der Freizeit. Erwachsene brauchen in der Woche mindestens 2,5 Stunden moderate Bewegung.Ursachen für BewegungsmangelGründe für Bewegungsmangel sind überwiegend Zeitmangel, Stress sowie Überforderung im Alltag. Viele Menschen wissen gar nicht, wie sehr Bewegung das eigene Leben bereichern und dem Wohlbefinden dienen kann. Oft verbinden Menschen ein Mehr an Bewegung auch unmittelbar mit intensivem Sport, was nicht jede Person anspricht. Bequemlichkeit und fehlende Bewegungsanreize im eigenen Tagesablauf verhindern körperliche Aktivität außerdem. Dabei reichen schon Kleinigkeiten: Treppe statt Aufzug oder bei kurzen Strecken zu Fuß zu gehen anstatt Bus oder Auto zu fahren. Wie viel Bewegung ist täglich nötig?Die WHO empfiehlt für Erwachsene zwischen 18 und 64 Jahren mindestens 150 bis 300 Minuten Bewegung pro Woche in moderater Intensität. Gemeint ist damit beispielsweise schnelles Gehen, Walken oder Radfahren.Bei intensiver Aktivität wirken schon 75 bis 150 Minuten in Sportarten wie Joggen, Schwimmen, Krafttraining oder Fußball der Trägheit entgegen.Ideal ist es, Ausdauersport und Muskelkräftigung zu kombinieren.Für Senior:innen gelten ebenfalls die allgemeinen Empfehlungen. Im Vordergrund stehen bei ihnen Übungen, die die Koordination, die Mobilität und die Muskelkraft erhalten. Wir unterstützen Sie dabei und geben Ihnen mit der App TK-Coach wertvolle Alltagstipps, um neue wohltuende Gewohnheiten auch in stressigen Zeiten zu festigen.
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Mentalstrategie WOOPMit Motivation zum Ziel: Wer sich selbst motivieren kann, hat mehr Chancen auf Erfolg. Die WOOP-Methode hilft dabei.
Sie bestimmen bei dieser Methode zuerst Ihren Wunsch (Wish), stellen sich dann das bestmögliche Ergebnis (Outcome) vor, erkennen das innere Hindernis (Obstacle) und entwerfen einen Plan, um es zu überwinden. Das trägt dazu bei, sich selbst realistische und motivierende Ziele zu setzen. In der Folge fällt es leichter, gesunde Aktivität zu einem festen Bestandteil Ihres Lebens zu machen. Gründe für Bewegungsmangel bei Kindern und JugendlichenBei Kindern und Jugendlichen sind mangelnde Bewegungsimpulse im Schulalltag, fehlende Bewegungsräume und digitale Freizeitgestaltung die Hauptfaktoren für körperliche Inaktivität. Der Bewegungsdrang, den Kinder meist noch impulsiv und ungestört ausüben können, wird in neue Bahnen gelenkt, sobald die Schulzeit beginnt. Eine Studie der Universität Heidelberger zeigt, dass Kinder und Jugendliche genauso viel sitzen, wie Erwachsene: Mehr als 10 Stunden am Tag sind keine Ausnahme. Diese Sitzzeit birgt dieselben Gesundheitsrisiken für den Nachwuchs, wie für Erwachsene. Was tun bei Bewegungsmangel von Kindern und Jugendlichen?Kinder und Jugendliche brauchen täglich mindestens 60 Minuten Zeit, in denen Sie sowohl ihre Muskulatur als auch ihr Herzkreislaufsystem intensiv beanspruchen.Aktive FreizeitgestaltungLaufen, Springen, Klettern, Spielen oder mehrfaches Training pro Woche im Sportverein können die Lösung sein.Bewegung im SchulalltagJe nach Schulkonzept, gehört Bewegung im Unterrichtsalltag dazu - oder auch nicht. Setzen Sie sich dafür ein, dass Bewegung in der Schule einen hohen Stellenwert hat: Aktive Pausen im Unterricht, Lerneinheiten, die mit körperlicher Aktivität verknüpft sind, und Sportunterricht, der stattfindet, machen einen wichtigen Bewegungsanteil am Tag aus.Digitale Spiele mit BewegungComputerspiele können auch Bewegung integrieren. Einigen Sie sich mit Ihrem Kind auf eine Balance zwischen den Spielen, die lediglich die Fingermotorik trainieren und denen, die mehr "Moves" fordern. Besonders attraktiv könnten Spiele mit Virtual-Reality (VR) Anwendungen sein, für die ein VR-Brille nötig ist.Sportverein als MotivationFinden Sie gemeinsam den passenden Sport im Verein. Sport fördert die motorische, soziale, körperliche und gesundheitliche Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Bewegung stärkt zudem die geistige Leistungsfähigkeit der jungen Menschen, da wichtige Regionen im Gehirn aktiviert werden, die auch für Denkleistungen nötig sind.Vorbildfunktion in der FamilieGehen Sie mit gutem Beispiel voran und seien Sie als Familie aktiv. Wie das gelingt? Lassen Sie sich inspirieren: Kinder zu Bewegung motivieren - aber wie? Die Pubertät kann einem einen Strich durch die Rechnung machen. Deshalb:Fördern Sie die körperliche Aktivität Ihres Kindes von frühester Kindheit an. Bleiben Sie Vorbild, auch wenn es anstrengend ist - Kinder orientieren sich früher oder später an ihren Eltern.Fördern Sie zudem Kontakte zu anderen sportlich aktiven Kindern, die sich an der Bewegung erfreuen. Sport und Bewegung für ein gesundes und ausbalanciertes Leben erfüllen diesen Zweck, wenn ein Mensch dabei Spaß empfindet und erlebt, dass ihn Bewegung körperlich und geistig entlastet. Wer diesen Spaß von Kindheit an erlebt, möchte ihn nicht mehr missen.
Bundesministerium für Gesundheit: Nationale Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung (2016). URL: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/publikationen/details/nationale-empfehlungen-fuer-bewegung-und-bewegungsfoerderung.html (abgerufen am 17.10.2025).World Health Organization. (2019). Global action plan on physical activity 2018-2030: more active people for a healthier world. World Health Organization. URL: https://iris.who.int/server/api/core/bitstreams/33339c9c-3a9f-46d4-9f12-ae9ff0dfdc6a/content (abgerufen am 8.10.2025).Huber, G., & Köppel, M. (2017). Analyse der Sitzzeiten von Kindern und Jugendlichen zwischen 4 und 20 Jahren. Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin, 68(4), 101-106. URL: https://www.germanjournalsportsmedicine.com/fileadmin/content/archiv2017/Heft_4/Originalia_Huber_Analyse_Sitzzeiten_Kinder_Jugendlichen_2017-04.pdf (abgerufen am 17.10.2025).
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