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Diabetes im Griff: welche Werte Sie selbst kontrollieren können
Messen, hinschauen, Veränderungen erkennen - bei Diabetes mellitus helfen neben den ärztlichen Kontrollen auch regelmäßige Selbstchecks, um wichtige Werte im Blick zu behalten und zu reagieren, wenn etwas aus dem Gleichgewicht gerät.
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Louisa Bühler, Dres. Schlegel + Schmidt Medizinische Kommunikation GmbHBlutzuckerDer Blutzuckerspiegel zeigt Ihnen, ob Ihr Diabetes gut eingestellt ist und wie Ihr Körper beispielsweise auf Mahlzeiten, Bewegung oder Medikamente reagiert. Wie häufig Sie messen sollten, hängt davon ab, ob Sie Typ 1 Diabetes oder Typ 2 Diabetes haben und wie Ihre Behandlung aussieht. Besonders wichtig sind regelmäßige Kontrollen bei einer Insulintherapie - also, wenn Sie Insulin spritzen oder es über eine Insulinpumpe erhalten.Gut zu wissen: In bestimmten Situationen ist es normal, dass der Blutzuckerspiegel stärker schwankt. Was es dann zu beachten gilt, erfahren Sie in unseren weiterführenden Artikeln: Diabetes und Schwangerschaft Bewegung und Sport bei Diabetes Diabetes auf Reisen
Moderne Geräte erleichtern den Alltag mit DiabetesHeute gibt es zahlreiche technische Hilfsmittel, die den Umgang mit Diabetes einfacher machen: Kontinuierliche Glukosemesssysteme (CGM) messen Ihre Werte rund um die Uhr und warnen etwa bei drohender Unterzuckerung . Insulinpumpen und automatisierte Insulinabgabesysteme (AID) erleichtern die Insulingabe und können sie teilweise automatisch an den Blutzuckerspiegel anpassen.
BlutdruckBei Diabetes mellitus lohnt sich auch ein genauer Blick auf den Blutdruck , denn hohe Werte belasten die Gefäße mit der Zeit zusätzlich und erhöhen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen . Wie häufig Sie zu Hause selbst messen sollten und welche Blutdruckwerte bei Ihnen angestrebt werden, erklärt Ihnen Ihr Behandlungsteam.So messen Sie Ihren Blutdruck richtigAchten Sie bei der Blutdruckmessung auf folgende Punkte, um aussagekräftige Werte zu erhalten:Setzen Sie sich vor der Messung für einige Minuten ruhig hin.Legen Sie Ihren Arm auf einer Unterlage ab, sodass sich die Manschette auf Herzhöhe befindet.Sprechen und bewegen Sie sich während der Messung nicht.Messen Sie zweimal mit einigen Minuten Abstand.Notieren Sie die gemessenen Werte, falls Ihr Gerät diese nicht automatisch speichert.KetoneKetone entstehen, wenn der Körper nicht ausreichend Energie aus dem Blutzucker gewinnen kann und stattdessen auf Fettreserven zurückgreifen muss. Sind die Ketonwerte zu hoch, kann das auf eine drohende Stoffwechselentgleisung (Ketoazidose) hinweisen.Mithilfe spezieller Teststreifen können Sie Ihre Ketone bei Bedarf im Blut oder im Urin kontrollieren. Insbesondere bei Typ-1-Diabetes empfehlen Fachleute, Keton-Teststreifen zu Hause bereitzuhalten. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin erklärt Ihnen genau, in welchen Situationen Sie messen sollten und was bei erhöhten Werten zu tun ist.Körpergewicht Übergewicht kommt vor allem bei Typ 2 Diabetes häufig vor. Für viele Betroffene ist dann eine Gewichtsabnahme ein wichtiges Therapieziel, denn: Schon einige Kilos weniger können dazu beitragen, dass der Körper wieder besser auf Insulin reagiert und sich die Blutzuckerwerte verbessern. Wichtige Messgrößen sind hier neben dem Körpergewicht auch der Body-Mass-Index (BMI) und der Taillenumfang.Auch bei Typ 1 Diabetes ist es sinnvoll, das Körpergewicht im Blick zu behalten. Dabei geht es jedoch meist nicht ums Abnehmen, sondern darum, Veränderungen frühzeitig zu bemerken.
Die TK begleitet Sie auf Ihrem Weg zu einem gesunden GewichtIn den TK-Gesundheitskursen unterstützen wir Sie gezielt bei den Themen Ernährung und Bewegung - beides wichtige Bausteine, wenn Sie bei Typ-2-Diabetes Gewicht reduzieren möchten.
FußinspektionDie Füße verdienen bei Diabetes mellitus besondere Aufmerksamkeit. Nehmen Sie sich regelmäßig einen Moment Zeit und schauen Sie sich Ihre Füße genau an: Gibt es Blasen, Druckstellen, Wunden oder auffällige Stellen an Haut oder Nägeln? Gerade wenn Sie von diabetesbedingten Nervenschäden betroffen sind, ist die Fußinspektion wichtig, um dem diabetischen Fußsyndrom vorzubeugen.Tipp: Machen Sie den Fuß-Check am besten zu einem festen Ritual und verknüpfen Sie ihn mit etwas, das zu Ihrer täglichen Routine gehört.
Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG): Praxisempfehlungen Adipositas und Diabetes, 2025. URL: https://www.ddg.info/behandlung-leitlinien/leitlinien-praxisempfehlungen (abgerufen am: 20.08.2026).Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG): Praxisempfehlungen Glukosemessung und ‑kontrolle bei Patienten mit Typ-1 oder Typ-2-Diabetes, 2025. URL: https://www.ddg.info/behandlung-leitlinien/leitlinien-praxisempfehlungen (abgerufen am: 20.08.2026).Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG): Praxisempfehlungen Therapie des Typ-1-Diabetes - Kurzfassung der S3‑Leitlinie, 2025. URL: https://www.ddg.info/behandlung-leitlinien/leitlinien-praxisempfehlungen (abgerufen am: 20.08.2026).Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG): Praxisempfehlungen Therapie des Typ-2-Diabetes, 2025. URL: https://www.ddg.info/behandlung-leitlinien/leitlinien-praxisempfehlungen (abgerufen am: 20.08.2026).Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): Wie wird der Blutdruck gemessen? 22.04.2024. URL: https://www.gesundheitsinformation.de/wie-wird-der-blutdruck-gemessen.html (abgerufen am: 20.08.2026).
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