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Nach Alpha und Delta ist Omikron jetzt nahezu weltweit die vorherrschende Coronavirus-Variante. Einziger Lichtblick: Die Infektion verläuft oft weniger schwer als bei den anderen Varianten, denn das Virus vermehrt sich eher im Nasen-Rachen-Raum als in den Lungen. Daher kommt es seltener zu schweren Lungenerkrankungen.

Die Omikron-Variante besitzt im Vergleich zum ursprünglichen Virus eine ungewöhnlich hohe Zahl von circa 30 Mutationen im Oberflächenprotein, dem sogenannten Spike-Protein. Das verleiht dem Virus ganz neue Eigenschaften: Es ist ansteckender und zeigt eine sogenannte Immunflucht. Das bedeutet, dass die derzeitigen Impfungen deutlich schlechter oder sogar gar nicht vor der Infektion schützen.

Zweimal impfen und boostern schützt am besten vor Omikron.

So können wir uns vor Omikron schützen

Es ist bekannt, dass nach zweifacher Impfung der Schutz vor einer Corona-Erkrankung durch die Omikron-Variante mit der Zeit deutlich nachlässt und 15 Wochen nach der zweiten Impfung nicht mehr ausreicht. Mit einer Booster-Impfung circa drei Monate nach der zweiten Impfung kann der Schutz vor einem symptomatischen Verlauf der Erkrankung jedoch wieder bis auf 70 Prozent ansteigen. Zweimal impfen plus boostern schützt also derzeit am wirksamsten vor einer Erkrankung durch die Omikron-Variante.

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Sicher­heit von Impfungen

Covid-19-Impfstoffe sind moderne biomedizinische Arzneimittel. Sie bieten guten Schutz, können aber auch Nebenwirkungen haben.

Weiterhin ganz wichtig ist es, FFP2-Masken zu tragen. Sie filtern infektiöse Partikel wirkungsvoll aus der Atemluft, wenn sie an den Rändern dem Gesicht möglichst dicht anliegen. Dann reduziert sich das Ansteckungsrisiko nach 20 Minuten selbst auf kürzeste Distanz auf kaum mehr als ein Promille. Sitzen die Masken schlecht, steigt die Wahrscheinlichkeit für eine Infektion auf etwa vier Prozent, bei OP-Masken sind es sogar zehn Prozent. Abstandhalten, Händehygiene und regelmäßiges Lüften tragen ein Übriges zum Schutz vor Corona bei.

Ist das Problem Omikron auch die Lösung?

Eins ist sicher: Wir werden nahezu alle in Zukunft mit Omikron in Kontakt kommen. Und durch die Immunflucht (siehe oben) dieser Variante können sich auch Geimpfte und Genesene leichter erneut anstecken.

Beim Kontakt mit Omikron zählt vor allem, wie viele "Erfahrungen" das eigene Immunsystem schon mit dem Virus gemacht hat - durch Impfungen und/oder durch eine Infektion. Wer bereits geboostert ist, wird in der Regel nicht schwer krank, sondern zeigt nur milde oder sogar gar keine Symptome. Wer dagegen noch nicht geboostert oder womöglich gar nicht geimpft ist, hat ein deutlich höheres Risiko, schwer zu erkranken.

Bei Omikron verläuft die Infektion oft weniger schwer.

Der Grund: Das eigene Immunsystem ist unvorbereitet. Kontakte mit dem Virus durch impfen und boostern verbessern und "trainieren" das Immunsystem. Auch Genesene sollten durch anschließende Impfung und Boosterung ihre Immunantwort weiter verbessern. So ist in Zukunft möglicherweise eine sogenannte Grundimmunität in der Bevölkerung zu erreichen. Ist diese Situation da, treten schwere Verläufe deutlich seltener auf, so wie jetzt schon zum Beispiel beim Grippevirus. Das wäre das Ende der Pandemie und der Beginn der Endemie.

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Coro­na­virus

Was ist eine Pandemie?

Was wird die Zukunft bringen?

Zurzeit kann niemand sicher vorhersagen, welchen Einfluss mögliche weitere Mutanten auf den Verlauf der Situation haben werden. So hat auch die bei uns bisher vorherrschende Omikron-Variante BA.1 "Nachwuchs" bekommen: den Omikron-Subtyp BA.2, der sich immer weiter ausbreitet und noch ansteckender ist. Verläuft auch eine Infektion schwerer? Ist BA.2 noch resistenter gegen Impfstoffe? Zurzeit sind noch viele offene Fragen.

Ein speziell gegen die Omikron-Variante wirksamer Impfstoff , der sowohl von der Firma Biontech als auch von der Firma Moderna derzeit auf seine Wirksamkeit getestet wird, kann eventuell im Kampf gegen Omikron helfen.

So schützen Sie sich richtig

  • Lassen Sie sich impfen und boostern.  
  • Tragen Sie in Innenräumen und im ÖPNV FFP2-Masken und achten Sie auf deren korrekten Sitz.
  • Lüften Sie Räume, die mehrere  Personen teilen, regelmäßig.
  • Halten Sie 1,5 Meter Abstand zu anderen.
  • Vermeiden Sie Veranstaltungen, bei denen kein Abstand möglich ist.
  • Bei Erkältungssymptomen oder roter Corona-WarnApp: Machen sie einen Schnelltest.