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Kopfschmerzen - so wird die Diagnose gestellt
Wie sich Ihre Kopfschmerzen anfühlen, wann sie auftreten und welche Kopfbereiche sie betreffen, verrät oft viel über die Art der Erkrankung. Indem Sie Ihre Beschwerden genau beobachten und dokumentieren, können Sie selbst zur Diagnose beitragen.
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Louisa Bühler, Dres. Schlegel + Schmidt Medizinische Kommunikation GmbH
In den meisten Fällen handelt es sich bei Kopfschmerzen um Spannungskopfschmerzen oder Migräne . Ihr Arzt oder Ihre Ärztin kann diese Formen durch gezielte Fragen oft klar unterscheiden. Die sogenannte Anamnese ist deshalb der erste und wichtigste Baustein der Diagnose. Bleibt der Befund unklar, kommen weitere Untersuchungen wie beispielsweise bildgebende Verfahren, eine Blut- oder Nervenwasseruntersuchung zum Einsatz.Die Kopfschmerz-Anamnese - so können Sie sich vorbereitenIm ärztlichen Gespräch werden Ihnen zunächst persönliche Fragen gestellt - etwa zu Ihrer psychischen Belastung, Ihrem Beruf oder Ihrer familiären Situation. Um die Kopfschmerzen besser einordnen zu können, fragt Ihr Arzt oder Ihre Ärztin Sie zudem gezielt nach Ihren Beschwerden.Typische Fragen bei einer Kopfschmerzanamnese:Seit wann leiden Sie unter Kopfschmerzen?Wie stark sind die Schmerzen?Wie fühlen sich die Schmerzen an (z. B. stechend, pochend)?Sind die Schmerzen einseitig oder symmetrisch?Welche Kopfbereiche sind betroffen?Wie häufig haben Sie Kopfschmerzattacken und wie lange halten diese an?Gibt es bestimmte Auslöser (z. B. Stress, Licht, Alkohol, bestimmte Bewegungen)?Werden die Kopfschmerzen von anderen Symptomen begleitet (z. B. Übelkeit, Erbrechen, Seh- oder Sprachstörungen)?Treten die Beschwerden immer zu bestimmten Tageszeiten auf?Besteht bereits eine Kopfschmerzdiagnose?Gut zu wissen: Sie können Ihren Arzt oder Ihre Ärztin bei der Diagnose unterstützen, indem Sie auch selbst auf bestehende Grunderkrankungen oder andere Beschwerden aufmerksam machen.
Tagebuch oder App: So behalten Sie Ihre Kopfschmerzen im BlickJe genauer Sie Ihre Beschwerden beschreiben können, desto besser lässt sich die Diagnose stellen. Doch im Nachhinein ist es häufig schwierig, sich an die Schmerzphasen der vergangenen Tage und Wochen zu erinnern. Mit einem Kopfschmerztagebuch behalten Sie Ihre Beschwerden im Blick und geben dem Arzt oder der Ärztin wertvolle Hinweise. Bei der Dokumentation können auch vorgefertigte Versionen, etwa der Kieler Kopfschmerzkalender, hilfreich sein.Diagnostik-to-go: Mit dem Smartphone können Sie Ihre Beschwerden unkompliziert dokumentieren - jederzeit und überall. Nutzen Sie dafür zum Beispiel die Migräne-App der TK.
Wann sind weitere Untersuchungen bei Kopfschmerzen notwendig?Wenn das ärztliche Gespräch keine eindeutigen Hinweise auf die Art Ihrer Kopfschmerzen liefert, können zusätzliche Untersuchungen sinnvoll sein. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin kann auf diese Weise herausfinden, ob hinter den Beschwerden eine andere Grunderkrankung steckt. In sehr seltenen Fällen weisen akute Kopfschmerzen auf medizinische Notfälle hin, zum Beispiel Blutungen im Gehirn oder einen Schlaganfall . Dann ist es wichtig, dass Sie umgehend behandelt werden.Körperliche Untersuchung: Was wird geprüft?Abhängig von der Art Ihrer Beschwerden wird die körperliche Untersuchung entweder in der hausärztlichen Praxis oder bei dem entsprechenden Facharzt oder der entsprechenden Fachärztin durchgeführt. Die untersuchende Person prüft dabei etwaallgemeine Krankheitsanzeichen, z. B. Fieber,den Kopf, die Augen sowie den Hals-Nasen-Ohren-Bereich,die Nebenhöhlen,die Kiefergelenke, die Zähne und die Kaumuskulatur,die Nackenmuskulatur und die Nackenbeweglichkeit sowieReflexe und Bewegungen wie Stehen und Gehen.Blut und Nervenwasser: LaboruntersuchungenManchmal reichen Anamnese und körperliche Untersuchung nicht aus, um eine genaue Diagnose zu stellen. Dann können bestimmte Laboruntersuchungen weitere Hinweise liefern:Blutuntersuchung: Ein Bluttest gibt Aufschluss über wichtige Parameter, z. B. das Blutbild, Entzündungswerte, Stoffwechselmarker, Schilddrüsenwerte oder den Vitamin- und Hormonstatus.Liquoruntersuchung: Die Analyse des Nervenwassers wird auch als Liquor-Diagnostik bezeichnet. Die Flüssigkeit wird i. d. R. mit einer feinen Nadel aus dem Rückenmarkskanal entnommen.BildgebungBildgebende Verfahren helfen dabei, Veränderungen im Gehirn sichtbar zu machen. Üblicherweise finden dabei etwa folgende Methoden Anwendung:Computertomografie (CT): Ein CT arbeitet mit Röntgenstrahlen. Es eignet sich besonders, um Knochen oder knochenähnliche Strukturen sichtbar zu machen.Magnetresonanztomografie (MRT): Für die Beurteilung von Weichteilen kommt meist ein MRT zum Einsatz. Dabei werden starke Magnetfelder genutzt. Während der Untersuchung liegen Sie deshalb in einer Art Röhre.Angiografie: Bei dieser speziellen Röntgenuntersuchung lassen sich die Blutgefäße im Gehirn genau darstellen. So können mögliche Engstellen oder Blutungen sichtbar gemacht werden.Elektroenzephalografie (EEG): Mit einem EEG werden Gehirnströme mithilfe von Elektroden elektrisch abgeleitet und aufgezeichnet. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin kann so z. B. eine mögliche Krampfbereitschaft erkennen.
Deutsche Gesellschaft für Neurologie e. V. (DGN): S1-Leitlinie Diagnostik und Therapie des Kopfschmerzes vom Spannungstyp. Stand: 19.12.2023. URL: https://register.awmf.org/assets/guidelines/030-077l_S1_Diagnostik-Therapie-Kopfschmerz-Spannungstyp_2024-03.pdf (abgerufen am: 13.09.2025).Deutsche Gesellschaft für Neurologie e. V. (DGN): S1-Leitlinie Therapie der Migräneattacke und Prophylaxe der Migräne. Stand: 18.10.2022. URL: https://register.awmf.org/assets/guidelines/030-057l_S1_Therapie-der-Migraeneattacke-Prophylaxe-der-Migraene_2024-06.pdf (abgerufen am: 13.09.2025).Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft e. V. (DMKG): Kopfschmerzdiagnostik, 2005. URL: https://www.dmkg.de/assets/uploads/dateien/kopfschmerz-diagnostik.pdf (abgerufen am: 13.09.2025).Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft e. V. (DMKG): Onlinebroschüre - Rund um den Kopfschmerz. URL: https://www.dmkg.de/patienten/aufklaerung-und-informationen/onlinebroschuere-de/ (abgerufen am: 13.09.2025).Neurologen und Psychiater im Netz: Diagnose von Migräne. URL: https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/neurologie/erkrankungen/migraene/diagnostik/ (abgerufen am: 13.09.2025).
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