Infotelefon Organspende

Für persönliche Fragen können Sie montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr das Infotelefon Organspende nutzen: 0800 / 90 40 400 (bundesweit gebührenfrei)

Das Infotelefon Organspende ist eine gemeinsame Einrichtung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO). Es ergänzt die BZgA-Informationskampagnen um ein persönliches Gesprächsangebot für interessierte Verbraucher. Ebenso richten sich die Serviceleistungen an Apotheken, Arztpraxen, Behörden, Krankenkassen, Patientenverbände und Schulen.

Anrufer erhalten Informationen, die sie für eine Entscheidung zur Organspende benötigen. Bei Bedarf werden erfahrene Experten aus Medizin, Psychologie und Ethik hinzugezogen.

Das Infotelefon Organspende erreichen Sie auch per E-Mail: infotelefon@organspende.de.

Alternativ haben Sie auch die Möglichkeit das TK-Infotelefon 040 - 46 06 62 53 10 zu nutzen. Per E-Mail erreichen Sie uns unter Organspende@tk.de.

Online-Informationen zur Organ- und Gewebespende

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bietet neben Informationen zum Download und zum Bestellen auch online Antworten auf häufig gestellte Fragen unter:

Zum Transplantationsgesetz

Das Bundesministerium für Gesundheit informiert unter anderem über das Transplantationsgesetz (TPG).

Dort finden Sie auch die Grundlage für unsere alle zwei Jahre stattfindende Informationskampagne: Gesetz zur Regelung der Entscheidungslösung im Transplantationsgesetz

Berichte der Bundesregierung über den Fortgang der eingeleiteten Reformprozesse, mögliche Missstände und sonstige aktuelle Entwicklungen in der Transplantationsmedizin

In den letzten Jahren im Zusammenhang mit Transplantationen festgestellte Unregelmäßigkeiten haben viele Menschen verunsichert und das Thema Organspende in Misskredit gebracht. Diese Ereignisse haben den Gesetzgeber bewogen, neue gesetzliche Regelungen zur Kontrolle der Abläufe insbesondere im Organzuteilungsverfahren zu verabschieden. Über den Fortgang der eingeleiteten Reformprozesse und sonstige aktuelle Entwicklungen in der Transplantationsmedizin hat die Bundesregierung mehrere Berichte erstellt, die Sie hier nachlesen können.

1. Bericht vom 12. Dezember 2014 (Bundestagsdrucksache 18/3566)

2. Bericht vom 11. Januar 2016 (Bundestagsdrucksache 18/7269)

3. Bericht vom 13. Januar 2017 (Bundestagsdrucksache 18/10854)

In der Diskussion: Widerspruchslösung oder Zustimmungslösung?

Um die Zahl der Organ- und Gewebespender zu erhöhen, werden gegenwärtig zwei politische Ansätze diskutiert. Im Bundestag liegen zwei Gesetzentwürfe vor, die sich inhaltlich stark voneinander unterscheiden.

Eine Gruppe um Bundesgesundheitsminister Jens Spahn spricht sich für die sogenannte "doppelte Widerspruchslösung" aus. Das würde bedeuten, dass jeder Bundesbürger automatisch nach seinem Tod Organ-Gewebespender ist, wenn er dem zu Lebzeiten nicht widersprochen hat. 

Stärkung der Entscheidungsbereitschaft

Eine Gruppe um die Bundestagsabgeordnete Annalena Baerbock ist gegen eine generelle Widerspruchslösung. Sie schlägt vor, die derzeitige Entscheidungslösung zu stärken. Dieser Vorschlag beinhaltet eine verstärkte Aufklärung der Menschen, zum Beispiel sollen bei der Ausgabe von Personalausweisen und sonstigen Pässen Informationsmaterialien und Organspendeausweise zur Verfügung gestellt werden. Darüber hinaus sieht der Vorschlag vor, Hausärzte stärker einzubinden, als Ratgeber bei der Entscheidungsfindung.

Die öffentliche Anhörung zu den Gesetzentwürfen vom 25. September 2019 sowie die vollständigen Gesetzentwürfe finden Sie auf der Internetseite des Deutschen Bundestages.

Weitere Information der TK