Das DiGA-Verzeichnis

Das offizielle DiGA-Verzeichnis finden Sie auf der Website des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte. In diesem Verzeichnis sind alle DiGAs enthalten, die von der TK erstattet werden dürfen.

Hinweis: Bitte beachten Sie, dass Sie für die Nutzung einer DiGA die vorgesehene Diagnose benötigen. Ebenso muss Ihr Arzt oder Ihre Ärztin bei manchen DiGAs bestimmte Diagnosen ausschließen, bei denen eine Nutzung der DiGA nicht erfolgen darf. Die Indikationen und die sogenannten "Kontraindikationen" finden Sie in dem verlinkten DiGA-Verzeichnis. Lassen Sie sich die DiGA am besten direkt von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin verordnen, um die erforderlichen Nachweise zu erbringen.

In der folgenden Tabelle finden Sie die DiGAs, die erstattungsfähig sind (diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit):

Name der DiGA

Anwendungsbereich*

Art der Anwendung 

Zuzahlung

Dauer der Nutzung

deprexis

Depression

Webanwendung

keine Zuzahlung

90 Tage

elevida

Multiple Sklerose in Kombination mit Fatigue (Chronische Erschöpfung)

Webanwendung

keine Zuzahlung

90 Tage

invirto

(für die Module Agora, Sozial und Panik)

Angststörung

App

keine Zuzahlung

90 Tage

Kalmeda

Tinnitus

App

keine Zuzahlung

90 Tage

M-sense Migräne

Migräne

App

keine Zuzahlung

90 Tage

Mika

Nachsorge Krebs

App

keine Zuzahlung

90 Tage

Rehappy 

Erstverordnung: mit Energieband

Folgeverordnung: ohne Energieband

Nachsorge Schlaganfall

Webanwendung und App

keine Zuzahlung

90 Tage

Selfapy

Depression

App

keine Zuzahlung

90 Tage

somnio

Schlafstörungen 

App

keine Zuzahlung

90 Tage

velibra

Angst- und Panikstörungen

Webanwendung

keine Zuzahlung

90 Tage

Vivira

Rücken-, Knie- und Hüftschmerzen

App

keine Zuzahlung

90 Tage

zanadio

Starkes Übergewicht / Adipositas

App

keine Zuzahlung

90 Tage

* Bitte beachten Sie die definierten ICD für die Indikationen und Kontraindikationen der einzelnen DiGAs in dem DiGA-Verzeichnis.

Wie komme ich an eine DiGA?

Es gibt zwei Wege, um eine DiGA  nutzen zu können: Entweder über eine Verordnung oder durch eine Anfrage direkt bei der Krankenversicherung. 

Die Verordnung erfolgt über das bekannte Kassenrezept (Muster 16) durch Ihre ärztliche Praxis. Der Arzt oder die Ärztin bzw. der Psychotherapeut oder die Psychotherapeutin gibt dabei genau an, welche DiGA Sie nutzen sollen. Wenn Sie eine bestimmte DiGA im Blick haben, die in dem Verzeichnis steht, können Sie dies mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin besprechen. Der Arzt oder die Ärztin muss dann diagnostizieren, dass diese Anwendung erforderlich ist.

Alternativ können Sie eine DiGA mit unserer Genehmigung erhalten. Die Voraussetzung ist auch hier die erforderliche medizinische Indikation und der Ausschluss von Kontraindikationen für die beantragte DiGA. Reichen Sie dafür bei Ihrem Antrag entsprechende Nachweise ein.

Wenn Sie alle Voraussetzungen erfüllen und die entsprechenden Nachweise eingereicht haben, stellen wir Ihnen einen Rezeptcode aus. Mit diesem können Sie die DiGA freischalten und für den im Verzeichnis definierten Zeitraum nutzen.

Stellen Sie Ihren Antrag direkt bei der TK

Loggen Sie sich über "Meine TK" ein und nutzen Sie für Ihren Antrag unseren Online-Service. Das Kassenrezept bzw. Ihren Diagnosenachweis können Sie dort einfach hochladen.

Falls Sie unseren Online-Service "Meine TK" bislang nicht nutzen, können Sie sich in wenigen Schritten registrieren.

Nach einer Prüfung der Voraussetzungen erhalten Sie von uns den Rezeptcode für die DiGA-Nutzung.

Fragen zu der DiGA

Wenn Sie Fragen zu den Inhalten und zu den Funktionen der jeweiligen DiGA haben, wenden Sie sich bitte an den jeweiligen DiGA-Hersteller. Sie finden die Kontaktdaten in dem offiziellen DiGA-Verzeichnis

Weitere Hintergründe zu den DiGAs und was sie von von Gesundheitsapps unterscheidet finden Sie in dem Artikel Was sind Digitale Gesundheitsanwendungen ?