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Hausmittel gegen Magen- & Darmbeschwerden bei Kindern
Übelkeit, Erbrechen und Durchfall sind die häufigsten Beschwerden der meisten Magen-Darm-Infektionen.
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Dr. med. Susanne HolthausenOftmals halten diese nur kurz an und nach einigen Stunden geht es dem kleinen Patienten wieder besser.Trinken, trinken, trinkenJe nach Schwere des Erbrechens und/oder Durchfalls kann Ihr Kind sehr viel Flüssigkeit und wichtige Salze (Elektrolyte) verlieren. Daher ist - sowohl bei kleineren als auch bei größeren Kindern - oberstes Gebot, dass sie viel trinken. Um den Elektrolytverlust auszugleichen, können Sie zu fertigen Lösungen aus der Apotheke greifen.Ein einfaches Rezept bietet auch die Weltgesundheitsorganisation an: sechs gestrichene Teelöffel Zucker und einen gestrichenen Teelöffel Salz in einen Liter Wasser einrühren.Auf das alte Hausmittel ‚Cola und Salzstangen‘ sollten Kinder eher verzichten, denn sie reagieren empfindlicher auf Flüssigkeitsverluste als Erwachsene. Der äußerst hohe Zuckeranteil in Cola-Getränken fördert die bei Durchfall ohnehin schon größere Wasserabgabe aus dem Körper ins Darminnere, sodass man noch mehr Wasser verliert. Und das in der Cola enthaltene Koffein verstärkt außerdem den schon bestehenden Kaliumverlust.Notieren Sie sich die Häufigkeit des Erbrechens und der Durchfälle sowie alle Begleitsymptome wie etwa Fieber und wie viel Ihr Kind getrunken hat. Auf diese Weise können Sie den Flüssigkeitsverlust besser abschätzen.Vorsicht!Bei Erbrechen oder Trinkverweigerung bieten Sie Ihrem Kind die Flüssigkeit löffel- oder schluckweise an. Es muss trinken, ansonsten suchen Sie bitte umgehend einen Arzt auf.Bei stark ausgeprägten Beschwerden oder wenn keine Besserung eintritt, gehen Sie mit Ihrem Kind am besten zum Arzt.Keinen Appetit?Oft hilft auch eine Nahrungspause - keine Trinkpause! - von sechs bis zehn Stunden. Sobald Ihr Kind wieder Appetit hat, kann es auch schon früher leichte Kost probieren. Beginnen Sie den Kostaufbau mit bindenden Nahrungsmitteln wie Karotten, geriebenen Äpfeln, Bananen, Reis und Kartoffeln. Da Fett die Verdauung anregt, sollten Sie es nur sparsam dosieren. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind ausreichend Kalorien zu sich nimmt.Gute WärmeBei Bauchschmerzen und Erbrechen helfen auch feuchtwarme Umschläge. Dazu ein Tuch in warmes Wasser tauchen, gut auswringen und auf den Bauch legen. Anschließend ein Handtuch darüber legen und das Kind zudecken. Auch hier gilt: Ihr Kind soll sich wohl fühlen.Das hilft außerdem:Bei Durchfall einen Apfel (mit Schale) reiben. Das darin enthaltene Pektin bindet die Flüssigkeit.Um den Salzverlust auszugleichen, helfen eine kräftige Brühe oder Elektrolytlösungen aus der Apotheke.Reisschleim, in kleinen Portionen, mehrmals am Tag anbieten. Den Schleim nur mit Wasser (niemals Milch) kochen und leicht salzen, nicht zuckern.Eine pürierte Banane liefert viele verlorene Mineralien und ist besonders empfehlenswert, um die Kalium-Speicher wieder aufzufüllen. Erwachsene können ein paar Salzstangen essen. Dadurch kann in erster Linie der Natrium-Verlust ausgeglichen werden. Zum vorsichtigen Kostaufbau nach Abklingen der Beschwerden eignen sich Tee und Zwieback.Ein altes italienisches Hausmittel ist trockenes Risotto (Reis) mit geriebenem Parmesan.
Hahn, J. M.: Checkliste Innere Medizin. 7. Aufl. Stuttgart: Thieme, 2013.Pschyrembel: Klinisches Wörterbuch. 264. Auflage. Berlin: De Gruyter, 2012.Kerbl, R.; Kurz, R.; Roos, R.; Wessel, L.: Checkliste Pädiatrie (E-Book PDF). 4., überarbeitete Aufl. Stuttgart: Thieme, 2011.Techniker Krankenkasse: Kinder und Arzneimittel Was Sie darüber wissen sollten. Stand 8/2015. URL: https://www.tk.de/centaurus/servlet/contentblob/169194/Datei/149716/TK-Broschuere-Kinder-und-Arzneimittel.pdf.Kinder- und Jugendärzte im Netz: Fieber. URL www.kinderaerzte-im-netz.de (Stand 10.12.2015).Endres, S. (Hrsg.): Arzneimittel Therapie pocket 2015-2016. 10. Aufl. Grünwald: Börm Bruckmeier Verlag, 2015.
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