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Keuchhusten - Husten bis zum Erbrechen
Husten, Würgen, Brechen, Atemnot - und das wochenlang. Keuchhusten, medizinisch Pertussis, tritt immer häufiger auf, auch bei Erwachsenen. Das liegt vor allem an vergessenen Auffrischungsimpfungen. Besonders für Babys kann die Erkrankung gefährlich werden.
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Charlotte Schade, Dres. Schlegel + Schmidt Medizinische Kommunikation GmbHWas passiert bei Keuchhusten?Bei einer Keuchhusteninfektion befallen Bakterien die Schleimhäute der Atemwege und verursachen starke, krampfartige Hustenanfälle. Die Erkrankung ist sehr ansteckend: Über Speicheltröpfchen können die Bakterien von Mensch zu Mensch übertragen werden, zum Beispiel beim Husten , Niesen oder Sprechen. Auch wer geimpft ist, kann nach dem Kontakt mit Betroffenen den Erreger vorübergehend in sich tragen und weitergeben, ohne selbst zu erkranken.Verlauf der InfektionDie Keuchhusteninfektion wird in drei Krankheitsstadien eingeteilt:Das erste Stadium beginnt mit erkältungsähnlichen Symptomen wie Schnupfen, Halsschmerzen und Husten. In manchen Fällen kommt auch leichtes Fieber hinzu. Zu diesem Zeitpunkt wird eine Pertussis oft noch gar nicht als solche erkannt. Betroffene sind aber bereits jetzt hochansteckend.Erst nach ein bis zwei Wochen beginnt das zweite Stadium, in dem sich die klassischen Keuchhustensymptome zeigen. Typisch sind dabei vor allem die krampfartigen Hustenanfälle, die bis zum Würgen und Erbrechen führen können. Kinder haben zum Teil auch Fieber. Vier bis sechs Wochen kann diese schwere Erkrankungsphase dauern.Im dritten Stadium werden die Hustenanfälle schwächer und die Betroffenen sind nicht mehr ansteckend. Es kann bis zu zehn Wochen dauern, bis die Erkrankung vollständig ausgeheilt ist.Gefährlich ist die Infektion vor allem für Säuglinge: Die Hustenattacken können bei ihnen zu lebensbedrohlichen Atemaussetzern führen. Keuchhusten wird teilweise auch mit dem plötzlichen Kindstod in Verbindung gebracht.Bei Erwachsenen ist ein Keuchhusten oft nur schwer von einer hartnäckigen Erkältung oder einer Bronchitis zu unterscheiden. Hält ein Husten mehrere Wochen an, sollten Sie ihn ärztlich abklären lassen.So läuft die Behandlung abMildere Verläufe von Keuchhusten können oft zu Hause behandelt werden. In schweren Fällen aber werden vor allem kleinere Kinder häufig stationär aufgenommen. Im Krankenhaus kann das Behandlungsteam schnell auf mögliche Atemaussetzer reagieren und den Schleim absaugen, wenn Ihr Kind ihn nicht selbst abhusten kann. Säuglinge sollten in jedem Fall stationär behandelt werden.Wird der Keuchhusten früh erkannt, können Antibiotika den Verlauf abmildern. Haben die Hustenanfälle jedoch einmal angefangen, ist das nicht mehr möglich. Zwar können Antibiotika dann noch die Übertragung auf andere Personen verhindern, gegen die Beschwerden selbst wirken sie dann allerdings nicht mehr. Die Symptome können stattdessen zum Beispiel mithilfe von Inhalationen gelindert werden. Ob Hustenstiller oder schleimlösende Mittel bei einer Pertussis helfen, ist bislang nicht wissenschaftlich belegt. Halten Sie daher am besten Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, bevor Sie zu Medikamenten und Hausmitteln greifen.Wie Sie die Therapie unterstützen könnenMit Bettruhe und körperlicher Schonung beugen Sie Hustenkrämpfen vor.Durch Fieber und Erbrechen verliert der Körper viel Flüssigkeit. Viel trinken, am besten Wasser oder Tee, ist während der Erkrankung daher besonders wichtig.Hängen Sie einige nasse Handtücher im Zimmer auf, um für kühle und feuchte Raumluft zu sorgen. Dies erleichtert das Atmen und schont den Hals.Während der Hustenanfälle kann eine aufrechte Sitzhaltung mit leicht vorgebeugtem Kopf das Atmen erleichtern und Atemaussetzern vorbeugen.Um besonders gefährdete Personengruppen vor einer Ansteckung zu schützen, vermeiden Sie möglichst den Kontakt mit Kindern und älteren Menschen.Schutzimpfung nicht vergessen!Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine Keuchhustenimpfung schon in den ersten Lebensmonaten. Die Impfung gegen Keuchhusten wird in Kombination mit anderen Impfungen verabreicht. Nach zwei weiteren Impfungen bis zum 11. Lebensmonat ist die sogenannte Grundimmunisierung gegen Keuchhusten abgeschlossen.Bis zum 18. Lebensjahr sollte die Impfung zweimal aufgefrischt werden. Danach wird sie zusammen mit den Impfungen gegen Tetanus und Diphtherie alle zehn Jahre erneuert. Besonders Personen, die engen Kontakt mit Kindern haben, empfiehlt die STIKO, die Impfung etwa alle zehn Jahre auffrischen zu lassen. Für Schwangere gilt: Unabhängig vom Zeitpunkt der letzten Impfung kann eine Impfdosis im dritten Trimester helfen, den Schutz des ungeborenen Kindes zu erhöhen.Sie möchten mehr darüber erfahren, was bei Impfungen im Körper geschieht und wie sie Erkrankungen vorbeugen können? In unserem Artikel "Wieso Impfen wirkt" erfahren Sie alles Wissenswerte rund ums Thema Impfen.
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) - infektionsschutz.de: Keuchhusten, 01.04.2022. URL: https://www.infektionsschutz.de/infektionen/erregersteckbriefe/keuchhusten/ (abgerufen am: 07.11.2025).Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz Österreich - gesundheit.gv.at: Keuchhusten, 31.08.2022. URL: https://www.gesundheit.gv.at/krankheiten/kinderkrankheiten/infektion/keuchhusten.html (abgerufen am: 07.11.2025).Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz Österreich - sozialministerium.gv.at: Keuchhusten (Pertussis), 30.07.2024. URL: https://www.sozialministerium.gv.at/Themen/Gesundheit/Uebertragbare-Krankheiten/Infektionskrankheiten-A-Z/Keuchhusten-(Pertussis).html (abgerufen am: 07.11.2025).Helmholtz Zentrum München, Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt - Lungeninformationsdienst: Keuchhusten (Pertussis): Was ist das?, 06.05.2025. URL: https://www.lungeninformationsdienst.de/krankheiten/weitere-lungenerkrankungen/keuchhusten/grundlagen (abgerufen am: 07.11.2025).Helmholtz Zentrum München, Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt - Lungeninformationsdienst: Keuchhusten: Therapie, 06.05.2025. URL: https://www.lungeninformationsdienst.de/krankheiten/weitere-lungenerkrankungen/keuchhusten/therapie (abgerufen am: 11.11.2025).
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