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Darmkrebs - Wie hoch ist das Risiko zu erkranken?
Darmkrebs ist bei Männern in Deutschland die dritthäufigste Krebserkrankung, bei Frauen sogar die zweithäufigste. Informieren Sie sich hier über Ihre Risiken.
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Paula Schech, Dres. Schlegel + Schmidt Medizinische Kommunikation GmbHDas AlterDas Darmkrebsrisiko nimmt ab dem 50. Lebensjahr zu und ist für Menschen über 70 Jahre am höchsten. Besonders tückisch: Zum Zeitpunkt der Diagnose wächst ein Tumor meist bereits seit Jahren unbemerkt im Darm des Patienten. Mit Untersuchungen zur Früherkennung können Sie aktiv vorbeugen: Im Optimalfall werden Veränderungen in der Darmschleimhaut dabei rechtzeitig festgestellt - noch bevor sich daraus Krebs entwickelt.Der Lebensstil Übergewicht ist ein großer Risikofaktor für Darmkrebs: Vor allem Bauchfettgewebe schüttet Botenstoffe aus, die das Wachstum von Tumoren befeuern können. Schuld daran ist oft ein typisch westlicher Lebensstil - eine Mischung aus übermäßiger, fetter und süßer Ernährung und zu wenig Bewegung. Steuern Sie mit einem bewussten und aktiven Alltag dagegen: Ausgewogene Mahlzeiten und regelmäßiger Sport bringen Ihren Darm in Schwung und können dazu beitragen, dem Krebs vorzubeugen.
Klassische Risikofaktoren: Tabak und AlkoholBeide Stoffe schädigen gesunde Zellen und steigern Ihr Krebsrisiko maßgeblich. Mehrere Studien konnten außerdem zeigen, dass auch der häufige Genuss von stark verarbeitetem Fleisch wie Wurst oder Schinken die Entstehung von Darmkrebs begünstigt.
Die FamilieOftmals beeinflussen familiäre Faktoren das persönliche Darmkrebsrisiko - beispielsweise durch einen gemeinsamen ungesunden Lebensstil. Etwa fünf Prozent aller Darmkrebspatienten haben allerdings eine genetische Anlage für diese Erkrankung. Sprechen Sie daher unbedingt mit Ihrem Arzt, wenn es bereits mehrere Darmkrebsfälle in Ihrer Familie gab. Die Zehn-Jahres-RegelDarmkrebs betrifft oft nicht nur einen Menschen: Nahe Verwandte haben ein zwei- bis dreifach erhöhtes Risiko für die Erkrankung. Ihnen steht deswegen eine vorgezogene Darmspiegelung zu. Zur Veranschaulichung: Erhielt Ihre Mutter die Diagnose Darmkrebs mit 48 Jahren, haben Sie bereits ab dem 38. Lebensjahr einen Anspruch auf eine Darmspiegelung. Gelegentlich wird bei einem Patienten vor dem 50. Lebensjahr ein Polyp, also eine potenzielle Vorstufe von Darmkrebs, entdeckt. Auch in solchen Fällen dürfen nahe Verwandte eine Darmspiegelung früher in Anspruch nehmen. Die GenetikGibt es in Ihrer Familie Darmkrebsfälle weit vor dem 70. Lebensjahr, kann eine vererbliche genetische Veränderung der Grund sein. In diesem Fall können Sie sich an eine humangenetische Sprechstunde wenden. Dort berät Sie ein Experte individuell zu möglichen genetischen Tests und individueller Vorsorge bei Erkrankungen. Dazu gehören beispielsweise:Hereditäres nichtpolypöses kolorektales Karzinom (HNPCC) oder Lynch-Syndrom:HNPCC-Tumore entstehen durch mutierte Gene. Die Zellteilung kann nicht mehr ausreichend kontrolliert werden und bestimmte Zellen vermehren sich ungehemmt: Ein Tumor entsteht. Das Lynch-Syndrom kann in betroffenen Familien auch Fälle von Magen - und Gebärmutterkrebs verursachen.Familiäre adenomatöse Polyposis (FAP): Im Darm von FAP-Patienten entwickeln sich durch ein fehlendes Anti-Tumor-Gen schon im Jugendalter mitunter zahlreiche Polypen. Entsprechend hoch ist das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken. Colitis ulcerosa Die entzündliche Darmerkrankung sorgt für schubweise Entzündungen in den obersten Schichten der Darmschleimhaut. Das schwächt das Gewebe und macht es anfällig für Veränderungen. Besonders hoch ist das Risiko, wenn der gesamte Dickdarm betroffen und die Erkrankung schon in jungen Jahren aufgetreten ist. Sprechen Sie Ihren Arzt auf jeden Fall auf Untersuchungen zur Darmkrebsfrüherkennung an.
Aus der Forschung:Mehrere aktuelle Studien lassen einen Zusammenhang zwischen Diabetes mellitus und Darmkrebs vermuten: Sie zeigen, dass Diabetespatienten überdurchschnittlich oft an Darmkrebs erkranken. Welche zellulären Prozesse dahinterstecken, wird derzeit erforscht.
Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE): WHO-Studie zu "Fleischverzehr und Krebsrisiko". URL: https://www.in-form.de/wissen/who-studie-zu-fleischverzehr-und-krebsrisiko/ (abgerufen am: 13.11.2019).Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten e. V. (DGVS): S3-Leitlinie Kolorektales Karzinom. Kurzversion. Stand: Januar 2019. URL: https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/021-007OLk_S3_Kolorektales-Karzinom-KRK_2019-01.pdf (abgerufen am: 03.12.2019).Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ): Alkohol und Krebs: Vom Genuss zur Gefahr. Stand: 13.04.2018. Krebsinformationsdienst. URL: https://www.krebsinformationsdienst.de/vorbeugung/risiken/alkohol.php (abgerufen am: 13.11.2019).Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ): Darmkrebs: Risikofaktoren und Vorbeugung. Stand: 21.01.2019. Krebsinformationsdienst. URL: https://www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/darmkrebs/risikofaktoren.php (abgerufen am: 03.12.2019).Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ): Häufigkeit: Zahlen und Statistiken zu Darmkrebs. Stand: 21.01.2019. Krebsinformationsdienst. URL: https://www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/darmkrebs/was-ist-darmkrebs.php#inhalt9 (abgerufen am: 03.12.2019).Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH): Diabetes und Krebs. Stand: 14.10.2019. Diabetesinformationsdienst München. URL: https://www.diabetesinformationsdienst-muenchen.de/erkrankungsformen/folgeerkrankungen/diabetes-und-krebs/index.html (abgerufen am: 03.12.2019).
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