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Wie verläuft eine Diabetes-Erkrankung? Alle Formen von Diabetes mellitus haben eines gemeinsam: Die Blutzuckerwerte sind dauerhaft zu hoch. Entscheidend für die Behandlung sind jedoch die Ursachen der verschiedenen Erkrankungstypen. Ebenso kann die frühzeitige Diagnose eine wichtige Rolle für den Krankheitsverlauf spielen. Karoline Höß, Dres. Schlegel + Schmidt Medizinische Kommunikation GmbH
Wie wird Diabetes mellitus erkannt? Diabetes-Typ-1 ist eine sogenannte Autoimmunerkrankung und wird meist schon im Kindes- oder Jugendalter festgestellt. Oft treten die Symptome innerhalb weniger Tage auf und werden rasch stärker. Typische Anzeichen sind in der Regel:Sehr starker DurstVermehrtes WasserlassenErschöpfungPlötzlicher GewichtsverlustBauchschmerzen oder Übelkeit Diabetes-Typ-2 entwickelt sich für gewöhnlich über längere Zeit, weshalb häufig ältere Menschen davon betroffen sind. Allerdings tritt diese Diabetesform auch immer häufiger bei Kindern und Jugendlichen auf. Oft wird die Erkrankung zufällig festgestellt, da die Symptome recht unspezifisch sein können, wie etwa:Müdigkeit, AntriebslosigkeitDepressive Verstimmungen oder StimmungsschwankungenSchwierigkeiten beim KonzentrierenVermehrter Appetit, starker DurstHäufige InfekteTrockene Haut oder JuckreizSehstörungen, zum Beispiel verschwommenes SehenVerlauf von Diabetes: Gefahr von Folge-ErkrankungenBleibt der Blutzucker über einen längeren Zeitraum zu hoch, können Schäden an Blutgefäßen und Organen entstehen. Diese können sich etwa durch eine gestörte Wundheilung an den Füßen , ein beeinträchtigtes Sehvermögen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen äußern und langfristig auch die Funktion der Nieren einschränken . Insbesondere beim Typ-2-Diabetes besteht das Risiko, dass die Erkrankung zunächst unentdeckt bleibt und sich schließlich erste Hinweise auf Folgeerkrankungen bemerkbar machen.Durch eine gesunde Lebensweise mit viel Bewegung und ausgewogener Ernährung sowie eine konsequente Behandlung lassen sich Folgeerkrankungen oft deutlich abmildern oder sogar vermeiden.
Wie hoch ist Ihr persönliches Risiko, Diabetes-Typ 2 zu entwickeln? Mit dem Risikotest des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung e. V. können Sie das schnell und einfach herausfinden.Auch im Rahmen einer Gesundheitsuntersuchung ( Check up ) kann eine Diabeteserkrankung früh erkannt werden.
Behandlung von DiabetesBei Verdacht auf Diabetes führt Ihr Arzt oder Ihre Ärztin eine körperliche Untersuchung durch und nimmt Ihnen Blut ab. Dabei werden unterschiedliche Blutzuckerwerte bestimmt, zum Beispiel der Nüchternblutzucker oder der Blutzucker-Langzeitwert. Sind mindestens zwei dieser Werte erhöht, wird die Diagnose Diabetes mellitus gestellt.Für alle Diabeteserkrankungen gilt: Ziel der Behandlung ist es, den Blutzucker stabil zu halten. So kann das Risiko für Folgeerkrankungen gesenkt werden -  und die Lebensqualität möglichst erhalten bleiben.Bei Menschen mit Diabetes-Typ-1 bildet der Körper zu wenig oder kein Insulin. Sie müssen daher regelmäßig ihren Blutzucker messen und von außen Insulin zuführen, zum Beispiel über einen Pen oder eine Insulinpumpe.Die Behandlung von Diabetes-Typ-2 beginnt meist mit kleinen Maßnahmen im Alltag. Betroffenen wird in der Regel geraten, sich ausgewogen zu ernähren und sich regelmäßig zu bewegen . Besonders wenn die Diabeteserkrankung früh erkannt wurde, sind oft noch keine Medikamente notwendig. Reicht ein angepasster Lebensstil nicht aus, werden sogenannte Antidiabetika (blutzuckersenkende Medikamente) in Tablettenform eingesetzt. Nur wenn der Blutzucker weiter zu hoch bleibt, kann eine Insulintherapie sinnvoll sein.
Den Alltag mit Diabetes gestaltenWas passiert in meinem Körper, wenn ich Diabetes habe? Wie benutze ich einen Insulin-Pen? Wer hilft mir bei der Ernährungsumstellung? 
Das Leben mit Diabetes kann herausfordernd sein. Spezielle Diabetikerschulungen vermitteln Wissen und Tipps für den Alltag - damit Sie gut informiert mit Ihrer Erkrankung umgehen können.
Vorsorgetermine, Schulungen und ein individueller Ernährungsplan greifen ineinander. Ein Disease-Management-Programm (DMP) kann Sie dabei unterstützen, diese Bausteine der Diabetesbehandlung im Blick zu behalten und an Ihre individuelle Situation anzupassen.
Bundesärztekammer (BÄK), Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF): Nationale VersorgungsLeitlinie Typ-2-Diabetes. Stand: 15.05.2023. URL: https://www.leitlinien.de/themen/diabetes (abgerufen am: 23.04.2026).Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG): S3-Leitlinie Therapie des Typ-1-Diabetes. Version 5.1. Stand: 02.09.2023. URL: https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/057-013 (abgerufen am: 23.04.2026).Deutsche Diabetes Stiftung (DDS): Diabetes - was ist das?, o. J. URL: https://www.diabetesstiftung.de/leben-mit-diabetes/diabetes-was-ist-das (abgerufen am: 24.04.2026).Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) - gesundheitsinformation.de: Wie wird Diabetes mellitus festgestellt?, 18.10.2023. URL: https://www.gesundheitsinformation.de/wie-wird-diabetes-mellitus-festgestellt_3195.html (abgerufen am: 24.04.2026).Deutsches Diabetes-Zentrum (DDZ), Deutsches Zentrum für Diabetesforschung (DZD), Helmholtz Zentrum München - diabinfo: Folgeerkrankungen vorbeugen, 18.12.2019. URL: https://www.diabinfo.de/leben/folgeerkrankungen/vorbeugung.html (abgerufen am: 24.04.2026).diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe e. V.: "Altersdiabetes" schon in jungen Jahren?, o. J. URL: https://www.diabetesde.org/pr%C3%A4vention-typ-2-kinder (abgerufen am: 29.04.2026).
 
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