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Was versteht man unter einer Nagelbett- oder Nagelwallentzündung?
Wer kennt es nicht: Sie ziehen oder schneiden an einem nervigen Nagelhäutchen und später ist es rot, pocht pulsierend und tut weh. Schon durch kleinste Verletzungen am Nagelhäutchen oder am Nagelwall können Keime eindringen und zu einer akuten Nagelbettentzündung führen.
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Lieljan El Attar, Dres. Schlegel + Schmidt Medizinische Kommunikation GmbHNägel sind Trockenheit und Nässe, Wärme und Kälte sowie Reibung und manchmal auch Chemikalien ausgesetzt. So kräftig sie auch wirken, sind sie doch empfindlich.
Nagelbett- oder Nagelwallentzündung?Eine Nagelwallentzündung, medizinisch Paronychie oder auch Fingerumlauf, breitet sich auf dem Nagelwall und dem Nagelfalz aus. Ist das Nagelbett selbst betroffen und sammelt sich unter dem Nagel Eiter an, liegt ein Panaritium vor. Die Übergänge zwischen diesen beiden Formen können fließend sein. Werden das Nagelhäutchen oder der Nagelwall beschädigt, können Keime und Erreger ins Innere eindringen und Entzündungen hervorrufen. Typische Keime sind Bakterien wie Staphylokokken, Hefepilze wie Candida albicans oder auch Herpesviren.
Symptome: rot, warm und pochendTypische Symptome einer Nagelbett- oder Nagelwallentzündung sind:zerstörtes Nagelhäutchenentzündliche Schwellung, bei der sich der Nagelwall anhebtRötung, Überwärmung, pulsierendes Pochen und Schmerzen entlang des Nagelrandseitriges Sekret, das besonders unter Druck austrittentzündungsbedingte Störung des Nagelwachstums Liegt eine Pilzinfektion des Nagelbetts vor, kann sich der Nagel verfärben. Später kann er sich auch abheben und krümelig werden. Diabetiker und Patienten mit peripherer Gefäßerkrankung sind besonders anfällig. Auch einige Arzneimittel zur Behandlung von Krebs oder Immunsuppressiva können eine Nagelbettentzündung begünstigen. Menschen, die oft mit Chemikalien und Wasser in Kontakt kommen, sind ebenfalls häufig betroffen.UrsachenMögliche Auslöser einer Bakterien- oder Pilzinfektion können sein:vernachlässigte Nagelpflegekleine Wunden, beispielsweise durch Schnitte oder Splittereingewachsene NägelNägelkauen oder Saugen an den Fingernunpassendes Schuhwerk chronische Reizung der Hand durch Chemikalien und WasserBlickdiagnose und TastbefundAnhand Ihrer Symptome, einer Anamnese und der optischen Erscheinung der betroffenen Finger oder Zehen kann Ihr Hausarzt die Diagnose stellen. Bereits ein Tastbefund verrät häufig, ob eine Nagelbettentzündung vorliegt. Bei Menschen mit Durchblutungsstörungen oder Diabetes mellitus kann eine Paronychie zu größeren Beschwerden führen - beispielsweise kann durch eine Nagelbettentzündung die gesamte Hand oder der Fuß gefährdet sein. Ihr Arzt wird dies berücksichtigen und Ihnen eine fachgerechte Behandlung empfehlen. Ist ein chirurgischer Eingriff nötig, kann Ihr Hausarzt Sie an den Dermatologen oder Chirurgen überweisen. BehandlungsmöglichkeitenJe nach Erreger, Art und Verlauf der Entzündung empfiehlt Ihnen Ihr Arzt unterschiedliche Behandlungen. Häufig können warme Fingerbäder helfen, die die Durchblutung fördern. Anschließend kann Ihr Arzt die betroffene Stelle mit Antibiotika oder Antimykotika behandeln. Ist die Infektion eitrig, muss Ihr Arzt den Eiter abfließen lassen. Dazu wird Ihr Finger lokal betäubt, mit einem Skalpell wird das Sekret abgelassen und die Wunde mit antibiotischen oder pilztötenden Mitteln behandelt. Leiden Sie öfter unter einer eitrigen Paronychie oder befindet sie sich im fortgeschrittenen Stadium, kann der seitliche Nagelanteil operativ entfernt werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, die Nagelplatte mit einer Metallkorrekturspange zu richten, damit der Nagel nicht wieder einwächst. Wichtig: Suchen Sie bei einem eingewachsenen Nagel zeitnah Ihren Arzt auf. Eine frühe Behandlung kann Komplikationen und aufwendigen Therapien in der Regel vorbeugen.So können Sie einer Infektion vorbeugenSo können Sie einer Entzündung vorbeugen:Gute Nagelpflege: Schneiden Sie Fingernägel in einem Bogen, Zehennägel dagegen möglichst gerade und kurz. Das Tragen passender und bequemer Schuhe hilft, eingewachsenen Nägeln vorzubeugen. Empfehlenswert ist auch eine regelmäßige medizinische Fußpflege beim Podologen. Hautpflege: Hand- und Nagelpflegelotionen können das Risiko von Rissen und kleinen Verletzungen an den Nägeln reduzieren. Desinfektion: Bei Rissen oder Verletzungen des Nagelwalls helfen oft desinfizierende Gels oder Polyvidon-Jod-haltige Salben. Schutz vor Feuchtigkeit und Chemikalien: Tragen Sie beim Putzen mit Reinigungsmitteln Schutzhandschuhe. Meiden Sie übermäßigen Kontakt mit Chemikalien und Feuchtigkeit.
Tipp:Auch Nägelkauen kann eine Nagelbettentzündung hervorrufen. Bei der Abgewöhnung können bestimmte Nagelcremes wie medizinische Bitterlacke helfen.
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