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Kopfschmerzen verstehen: Ursachen, Formen und Häufigkeit Dumpf oder stechend, schleichend oder urplötzlich - wohl jeder Mensch kennt Kopfschmerzen. Sie gehören gemeinsam mit Rückenschmerzen zu den häufigsten Gründen für einen Besuch in der hausärztlichen Praxis. Louisa Bühler, Dres. Schlegel + Schmidt Medizinische Kommunikation GmbH
Wie häufig treten Kopfschmerzen auf?Wer unter Kopfschmerzen leidet, ist damit nicht allein. Die Volkskrankheit ist unter Menschen jeden Alters und jeden Geschlechts weit verbreitet. Es gibt jedoch viele verschiedene Formen - in der Medizin werden über 300 Kopfschmerzerkrankungen unterschieden.  Spannungskopfschmerzen betreffen rund 30 Prozent der Bevölkerung. Migräne betrifft etwa 10 bis 15 Prozent der Bevölkerung. Clusterkopfschmerzen betreffen weniger als 1 Prozent der Bevölkerung.Und auch das Geschlecht spielt eine Rolle: Frauen leiden insgesamt etwas häufiger unter Kopfschmerzen als Männer, das gilt sowohl für Spannungskopfschmerz als auch für Migräne. Clusterkopfschmerzen treten hingegen deutlich häufiger bei Männern auf. Neben Clusterkopfschmerzen gehören auch sogenannte sekundäre Kopfschmerzen zu den wesentlich selteneren Formen. Sie sind keine eigenständige Erkrankung, sondern eine Folgeerscheinung - zum Beispiel von Infektionen, Verletzungen oder einem erhöhten Blutdruck .
Kopfschmerzen weltweitJeden Tag haben etwa 16 von 100 Menschen auf der ganzen Welt Kopfschmerzen. Schätzungen zufolge leidet rund die Hälfte der gesamten Bevölkerung an einer Form von Kopfschmerzen - bei etwa vier Prozent sind die Beschwerden chronisch. Dabei gibt es global aber wesentliche Unterschiede: Eine groß angelegte Studie zeigt, dass Kopfschmerzen besonders häufig in westlichen Ländern auftreten, während zum Beispiel auf dem afrikanischen Kontinent deutlich seltener von Kopfschmerzen berichtet wird.
Episodisch oder chronisch: was bedeutet das?Wie häufig Kopfschmerzen auftreten, ist von Person zu Person sehr unterschiedlich. Manche Menschen sind täglich betroffen, andere nur hin und wieder. Bei der Diagnose unterscheidet Ihr Arzt oder Ihre Ärztin zwischen episodischen und chronischen Kopfschmerzen:Episodische Kopfschmerzen treten in Form einzelner Attacken auf. Bei Kopfschmerzen vom Spannungstyp wird zudem zwischen gelegentlichen und häufigen Episoden unterschieden. Als häufig gilt episodischer Kopfschmerz, wenn die Beschwerden über drei Monate an mindestens einem Tag im Monat bzw. zwölf Tagen im Jahr bestehen.Chronische Kopfschmerzen sind durch kaum oder gar keine beschwerdefreien Phasen gekennzeichnet. In der Medizin wird Spannungskopfschmerz als chronisch bezeichnet, wenn er an mindestens 15 Tagen pro Monat auftritt und seit mindestens drei Monaten besteht.Tipp: Notieren Sie sich, wann und wie häufig Ihre Kopfschmerzen auftreten. So können Sie selbst aktiv zu einer präzisen Diagnose beitragen.Ursachen von Kopfschmerzen und VorbeugenDie Ursachen von Kopfschmerzen sind vielfältig und die biologischen Zusammenhänge bis heute nicht vollständig erforscht. Bekannt ist, dass etwa folgende Faktoren das Risiko für Kopfschmerzen erhöhen oder die Beschwerden verstärken können:Erbliche VeranlagungHormonschwankungenMuskuläre Verspannungen, besonders im Schulter-Nacken-BereichStress und emotionale BelastungUmweltreize, z. B. Wetterwechsel, grelles Licht oder schlechte LuftBewegungsmangelFlüssigkeitsmangelSchlafmangel und unregelmäßiger Schlaf-Wach-RhythmusGenussmittel, z. B. Alkohol und Nikotin Medikamentenübergebrauch Einige dieser Risikofaktoren lassen sich nicht verändern. Auf andere können Sie jedoch selbst Einfluss nehmen - zum Beispiel durch regelmäßige Pausen, mehr Flüssigkeit, Bewegung und Entspannung. Welche Tipps Ihnen im Alltag noch helfen können, erfahren Sie im Artikel "Kopfschmerzen: was Sie selbst dagegen tun können" .
Welche Rolle spielt die Psyche?Studien zeigen einen klaren Zusammenhang zwischen psychischer Belastung und Kopfschmerzen. Dabei kann ein Teufelskreis entstehen, denn der Schmerz verstärkt wiederum die Stressbelastung. Wenn Sie merken, dass Stress Ihre Kopfschmerzen auslöst, können Sie selbst aktiv werden und den Kreislauf möglichst frühzeitig durchbrechen:Bei gelegentlichem Stress hilft Ihnen vielleicht schon Bewegung, ein warmes Bad oder Dehnübungen für Nacken und Schulter.Um wiederkehrenden Stress besser zu bewältigen, können Sie spezielle Methoden erlernen, etwa Progressive Muskelentspannung, Meditation oder Atemübungen .Wichtig: Scheuen Sie sich nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn psychische Probleme Ihre Gesundheit beeinträchtigen.
Deutsche Experteninformation Medizin - Deximed: Kopfschmerzen, 25.10.2024. URL: https://deximed.de/home/klinische-themen/neurologie/patienteninformationen/was-kann-das-sein/kopfschmerzen (abgerufen am: 13.09.2025).Deutsche Gesellschaft für Neurologie e. V. (DGN): S1-Leitlinie Therapie der Migräneattacke und Prophylaxe der Migräne. Stand: 18.10.2022. URL: https://register.awmf.org/assets/guidelines/030-057l_S1_Therapie-der-Migraeneattacke-Prophylaxe-der-Migraene_2024-06.pdf (abgerufen am: 13.09.2025).Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft e. V. (DMKG): Patienten-Informationen Kopfschmerzen verstehen, 2021. URL: https://www.schmerzgesellschaft.de/fileadmin/2021/pdf/DS_Flyer_Patienten_Kopfschmerzen_Cewe_20012021_Screen.pdf (abgerufen am: 13.09.2025).Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft e. V. (DMKG): Spannungskopfschmerz, 2005. URL: https://www.dmkg.de/assets/uploads/dateien/spannungskopfschmerz.pdf (abgerufen am: 13.09.2025).Li, X. et al.: Global, regional, and national epidemiology of migraine and tension-type headache in youths and young adults aged 15-39 years from 1990 to 2019: findings from the global burden of disease study 2019. J Headache Pain. 2023/24 (126).Manzoni, G. et al.: Epidemiology of headache. Handb Clin Neurol 2010/97, S. 3-22.Robert Koch Institut - Journal of Health Monitoring: Migräne und Spannungskopfschmerz in Deutschland. Prävalenz und Erkrankungsschwere im Rahmen der Krankheitslast-Studie BURDEN, 2020. URL: https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Publikationen/Journal-of-Health-Monitoring/GBEDownloadsJ/JoHM_S6_2020_Migraene_Spannungskopfschmerz.pdf?__blob=publicationFile&v=2 (abgerufen am: 13.09.2025).
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