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Kopfschmerzen: Was kann ich selbst dagegen tun? Ein unangenehmer Druck in den Schläfen oder ein beginnendes Pochen - vielleicht wissen Sie, mit welchen Signalen sich Kopfschmerzen bei Ihnen ankündigen. Manchmal können Sie die Beschwerden dann bereits mit Hausmitteln in den Griff bekommen. Aber was hilft wirklich? Louisa Bühler, Dres. Schlegel + Schmidt Medizinische Kommunikation GmbH
Welche Hausmittel lindern Kopfschmerzen?Manchmal reicht schon ein gemütlicher Spaziergang an der frischen Luft gegen den Schmerz. Sind Ihre Kopfschmerzen hartnäckiger, gibt es viele verschiedene Hausmittel. Probieren Sie einfach aus, was Ihnen guttut - Sie selbst kennen Ihren Körper am besten.Flüssigkeitsreserven auffüllenDer Körper benötigt Wasser für fast alle wichtigen Funktionen. Ratsam ist deshalb, jeden Tag mindestens 1,5 Liter zu trinken. Wer zu wenig trinkt, bemerkt dies nicht selten an beginnenden Kopfschmerzen.Im Alltagsstress kommt das Trinken manchmal zu kurz. Dem können Sie durch clevere Maßnahmen entgegenwirken. Lassen Sie sich zum Beispiel durch eine Trink-App erinnern, oder stellen Sie sich die Flüssigkeitsmenge für den gesamten Tag bereits morgens parat.Pfefferminzöl auftragenDie Wirkung von zehnprozentigem Pfefferminzöl ist bei Kopfschmerzen vergleichbar mit Schmerzmitteln wie Paracetamol oder Acetylsalicylsäure (ASS). Das haben Studien gezeigt. Tragen Sie das Öl auf die Schläfen und die Stirn auf und massieren Sie es sanft ein. Achtung: Bei Kindern im Alter unter sechs Jahren darf Pfefferminzöl nicht eingesetzt werden.Kälte und Wärme anwendenEine kalte Kompresse auf der Stirn oder ein Kühlpad im Nacken lindert Kopfschmerzen oftmals. Umgekehrt empfinden auch viele Menschen Wärme als wohltuend - besonders dann, wenn Verspannungen hinter den Beschwerden stecken. Testen Sie selbst, was Ihnen persönlich guttut.Muskelverspannungen lösenWenn Ihre Muskeln im Schulter-Nacken-Bereich oft angespannt sind, können Sie gezielt Entspannungsmethoden anwenden. Dafür eignet sich zum Beispiel die progressive Muskelentspannung nach Jacobsen .Schmerzen besser bewältigenNicht immer lassen sich Kopfschmerzen lindern - aber Sie können lernen, besser damit umzugehen. Versuchen Sie etwa, Ihre Aufmerksamkeit bewusst auf etwas anderes zu lenken, zum Beispiel ein spannendes Buch oder Ihre Lieblingsmusik. Auch Atemübungen oder Achtsamkeitstraining können dabei hilfreich sein.Ist Kaffee gut oder schlecht bei Kopfschmerzen?Der Zusammenhang zwischen Koffein und Kopfschmerzen ist gar nicht so simpel. Koffein hat einerseits eine schmerzlindernde Wirkung auf das Nervensystem und beeinflusst die Durchblutung im Gehirn. Viele gängige Medikamente gegen Kopfschmerzen enthalten deshalb neben Wirkstoffen wie Ibuprofen, Paracetamol oder ASS auch Koffein.Zu viel Koffein kann aber auch einen gegenteiligen Effekt haben. Wer regelmäßig Schmerzmittel mit Koffein einnimmt oder viel Kaffee trinkt, bekommt bei plötzlichem Verzicht oftmals Entzugskopfschmerzen.Sollte ich Schmerzmittel oder lieber Hausmittel anwenden?Hausmittel können bei leichten Kopfschmerzen eine wertvolle Unterstützung sein. Bei ausgeprägten Beschwerden helfen sie hingegen meist nicht. Wenn Ihre Schmerzen nicht nachlassen, müssen Sie diese nicht "einfach aushalten".Das kann Fachleuten zufolge sogar dazu führen, dass der Körper ein Schmerzgedächtnis entwickelt und die Schmerzen chronisch werden. Auf welche Schmerzmittel Sie zurückgreifen können und was bei der Einnahme wichtig ist, erfahren Sie im Artikel "Welche Schmerzmittel helfen bei Kopfschmerzen?" .Wann sollte ich Kopfschmerzen ärztlich abklären lassen?Bei gelegentlichen Kopfschmerzen spricht in der Regel nichts dagegen, auf Hausmittel und rezeptfreie Schmerzmittel zurückzugreifen. Sind Ihre Beschwerden ausgeprägter, ist die ärztliche Abklärung jedoch wichtig, um die geeignete Therapie zu finden.Empfehlungen für ärztlichen Rat bei KopfschmerzDie Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) etwa rät, in folgenden Fällen ärztlichen Rat hinzuzuziehen: Ihre Kopfschmerzen sprechen nicht auf Schmerzmittel an.Ihre Kopfschmerzattacken werden zunehmend häufiger.Sie müssen häufig Schmerzmittel einnehmen (mehr als acht bis zehn Mal im Monat).Die Schmerzen werden von neurologischen Symptomen begleitet, zum Beispiel Lähmungserscheinungen, Gefühlsstörungen oder Wesensänderungen.Medizinische NotfälleKopfschmerzen können manchmal auch ein Hinweis auf schwerwiegende Grunderkrankungen oder medizinische Notfälle sein. Das ist zwar selten, doch unter Umständen benötigen Sie dann eine sofortige medizinische Behandlung.In folgenden Fällen sollten Sie umgehend ärztliche Hilfe einholen:Sie haben innerhalb von Sekunden oder wenigen Minuten extreme Kopfschmerzen.Die Schmerzen werden von hohem Fieber oder Nackensteife begleitet.Die Schmerzen gehen einher mit epileptischen Anfällen.Sie bemerken begleitende Bewusstseinsstörungen oder akute neurologische Ausfälle.
Kopfschmerzen vorbeugen: Tipps für den AlltagSchon kleine Anpassungen im Alltag können helfen, Kopfschmerzattacken vorzubeugen. Auch wenn es Sie vielleicht anfangs Überwindung kostet, Gewohnheiten zu ändern, kann sich die Mühe lohnen, denn Sie können wertvolle Lebensqualität zurückgewinnen.Trinken Sie täglich mindestens 1,5 Liter Wasser.Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung .Sorgen Sie für einen geregelten Tagesablauf und einen regelmäßigen Schlaf-Wach-Rhythmus.Machen Sie mindestens dreimal pro Woche Ausdauersport, z. B. Joggen oder Schwimmen.Reduzieren Sie Stress und erlernen Sie Methoden zur Stressbewältigung .Meiden Sie persönliche Auslöser (Trigger-Faktoren).Reagieren Sie frühzeitig auf Anzeichen von Muskelverspannungen und beugen Sie aktiv vor.
Praktische Helfer: Kopfschmerztagebuch und TK-Migräne-AppJe besser Sie Ihre Kopfschmerzen kennen, desto leichter können Sie ihnen vorbeugen. Beobachten Sie sich dazu selbst: Finden Sie heraus, wann die Kopfschmerzen auftreten, welche auslösenden Faktoren es gibt und was Ihnen Linderung verschafft. Um Muster zu erkennen, kann es hilfreich sein, die Beobachtungen genau zu dokumentieren, zum Beispiel mit dem Kieler Kopfschmerztagebuch oder der TK-Migräne-App .Mit Ihrer Dokumentation können Sie Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin bei der Diagnose zudem wertvolle Hinweise auf die Art Ihrer Kopfschmerzen liefern. 
Charles, A.: The role of caffeine in headache disorders. Curr Opin Neurol 2024/37 (3), S. 289-294.Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft e. V. (DMKG): Onlinebroschüre - Rund um den Kopfschmerz. URL: https://www.dmkg.de/patienten/aufklaerung-und-informationen/onlinebroschuere-de/ (abgerufen am: 13.09.2025).Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft e. V. (DMKG): Kopfschmerzen lindern ohne Medikamente, 2005. URL: https://www.dmkg.de/assets/uploads/dateien/kopfschmerzen-lindern-ohne-medikamente.pdf (abgerufen am: 13.09.2025).Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft e. V. (DMKG): Patienten-Informationen Kopfschmerzen verstehen, 2021. URL: https://www.schmerzgesellschaft.de/fileadmin/2021/pdf/DS_Flyer_Patienten_Kopfschmerzen_Cewe_20012021_Screen.pdf (abgerufen am: 13.09.2025).DocCheck Flexikon: Kaffee + Kopfschmerz: Es ist kompliziert, o. J. URL: https://www.doccheck.com/de/detail/articles/49326-kaffee-kopfschmerz-es-ist-kompliziert (abgerufen am: 13.09.2025).Göbel, H., Heinze, A., Heinze-Kuhn, K., Göbel, A., & Göbel, C. (2016). Oleum menthae piperitae (Pfefferminzöl) in der Akuttherapie des Kopfschmerzes vom Spannungstyp. Der Schmerz, 30(3), 295-310. URL: https://link.springer.com/article/10.1007/s00482-016-0109-6?correlationId=4d9ea02c-da9a-44df-a279-bfae59b39531 (abgerufen am 27.01.2026).Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) - Gesundheitsinformation.de: Flüssigkeitsmangel (Dehydration), 18.10.2023. URL: https://www.gesundheitsinformation.de/fluessigkeitsmangel-dehydration.html (abgerufen am: 13.09.2025).
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