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Gebärmutterkrebs: Symptome, Behandlung und Heilungschancen Gebärmutterkrebs ist die häufigste Krebserkrankung der weiblichen Genitalorgane in Deutschland. Etwa eine von 50 Frauen erhält im Laufe ihres Lebens diese Diagnose. Früh erkannt, sind die Heilungschancen sehr gut. Erfahren Sie, bei welchen Warnsignalen Sie aufmerksam werden sollten und welche Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Alice von Berg, Dres. Schlegel + Schmidt Medizinische Kommunikation GmbH
Wie häufig ist Gebärmutterkrebs?Fast 11.000 Frauen in Deutschland erkranken jedes Jahr am Gebärmutterkörperkrebs, dem sogenannten Endometriumkarzinom. Am häufigsten wird die Diagnose zwischen dem 70. und 84. Lebensjahr gestellt. Dank einer guten Prognose kann der Großteil der Betroffenen geheilt werden. Gleichzeitig ist auch die Neuerkrankungsrate in den letzten Jahrzehnten leicht rückläufig.Wie entsteht Gebärmutterkrebs?Wird von Gebärmutterkrebs gesprochen, ist in der Regel der Gebärmutterkörperkrebs gemeint. Dabei handelt es sich um einen bösartigen Tumor, der in der Schleimhaut der Gebärmutter, dem Endometrium, entsteht. Häufig wird er bereits in diesem Stadium erkannt und kann in den meisten Fällen geheilt werden. Wächst der Tumor unerkannt weiter, kann er in die Muskelschicht des Gebärmutterkörpers eindringen. Im weiteren Verlauf können auch der Gebärmutterhals, die Eileiter oder die Eierstöcke betroffen sein.
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Was ist der Unterschied zu Gebärmutterhalskrebs?Neben dem Gebärmutterkörperkrebs gibt es auch Krebserkrankungen des Gebärmutterhalses. Ursächlich für den Gebärmutterhalskrebs sind meist sogenannte Humane Papillomaviren (HPV), die beim Geschlechtsverkehr übertragen werden können.Neben der regelmäßigen gynäkologischen Vorsorgeuntersuchung zur Krebsfrüherkennung gibt es auch die Möglichkeit, sich gegen HPV impfen zu lassen. Die HPV-Impfung wird Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren angeboten und sollte vor dem ersten sexuellen Kontakt abgeschlossen sein.Welche Symptome hat Gebärmutterkrebs?Gebärmutterkörperkrebs wird meistens früh erkannt und hat dadurch gute Heilungschancen. Wichtig ist es, auf mögliche Warnsignale zu achten, um frühzeitig handeln zu können. Dazu zählen:ZwischenblutungenSchmierblutungen oder blutiger Ausfluss außerhalb der RegelblutungenBlutungen oder blutiger Ausfluss nach den WechseljahrenSchmerzen im UnterbauchUnerklärlicher GewichtsverlustInsbesondere wenn Sie diese Anzeichen wiederholt bei sich beobachten, sollten Sie einen Termin in Ihrer gynäkologischen Praxis vereinbaren.Wie wird die Diagnose für Gebärmutterkrebs erstellt?Gibt es bei Ihnen Hinweise auf eine Krebserkrankung der Gebärmutter, wird Ihre Gynäkologin oder Ihr Gynäkologe Sie gründlich untersuchen.Anamnese: Erfragung Ihrer KrankheitsgeschichteZunächst findet eine ausführliche ärztliche Befragung statt, die sogenannte Anamnese.Schildern Sie möglichst genau, seit wann Ihre Beschwerden vorliegen und wie stark diese sind. Ebenso wird Ihre Ärztin oder Ihr Arzt Sie zu Begleit- und Vorerkrankungen, Ihren Lebensgewohnheiten sowie zu Medikamenten befragen, die Sie möglicherweise einnehmen.
Tipps für das ärztliche GesprächHilfreich kann es sein, sich vor dem ersten Gespräch Notizen zu machen, damit Sie nichts Wichtiges vergessen. Notieren Sie am besten nicht nur das, was Ihnen auf den ersten Blick wichtig erscheint, sondern alle auffälligen Veränderungen, zum Beispiel in Ihrer Leistungsfähigkeit. Auch Fragen, auf die Sie eine Antwort möchten, können Sie aufschreiben. Wenn Sie möchten, nehmen Sie eine Vertrauensperson mit zum Gespräch. Das kann Halt geben und helfen, sich Informationen zu merken.
Körperliche UntersuchungWenn der Verdacht auf Gebärmutterkörperkrebs besteht, geht es bei den weiteren Untersuchungen darum, Klarheit zu schaffen. Hierbei soll der Verdacht entweder ausgeräumt oder bestätigt werden.Zunächst führt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt eine körperliche Untersuchung durch, die Sie aus regulären Vorsorgeuntersuchungen kennen: Schamlippen, Scheide und Muttermund werden betrachtet und beurteilt. Häufig wird zusätzlich eine kleine Zellprobe mit einem Watteträger oder Bürstchen entnommen, die anschließend im Labor auf mögliche Veränderungen geprüft wird.Darüber hinaus tastet die Ärztin oder der Arzt Ihren Unterleib vorsichtig von innen und außen ab. Auch die Wand des Enddarms wird mit einem behandschuhten Finger und etwas Gleitgel untersucht, um Veränderungen erkennen zu können.Oftmals folgt darauf ein vaginaler Ultraschall. Falls danach noch Fragen offenbleiben, kann ein kleiner Eingriff notwendig sein, bei dem Gewebeproben entnommen werden: die Gebärmutterspiegelung mit Ausschabung . So kann die Diagnose endgültig gestellt beziehungsweise ausgeschlossen werden.Bei dem Eingriff wird Gebärmutterschleimhaut entnommen, die anschließend im Labor untersucht wird. Sollte sich der Verdacht bestätigen, können bei dieser Untersuchung auch Eigenschaften des Tumors bestimmt werden. Mit diesem Wissen wird anschließend die passende Behandlung geplant.Welche anderen Untersuchungen auf Gebärmutterkrebs gibt es?Sollte sich der Verdacht auf Gebärmutterkörperkrebs durch die Untersuchung bestätigen, sind in der Regel weitere Schritte notwendig. Je nach individueller Situation zählen dazu:Magnetresonanztomografie (MRT)Computertomografie (CT)Positronen-Emissions-Tomografie (PET)Ultraschall des BauchraumsRöntgenuntersuchung des BrustkorbsBlasenspiegelungDarmspiegelungAnhand der Untersuchungsergebnisse kann eingeschätzt werden, in welchem Stadium sich die Erkrankung befindet. Das ist wichtig, um die passende Behandlung zu planen. Dabei geht es zum Beispiel um Fragen wie: Ist der Krebs nur in der Gebärmutterschleimhaut oder schon tiefer ins Gewebe eingewachsen? Hat er sich in benachbarte Organe ausgebreitet oder sogar Metastasen gebildet?Für die Stadieneinteilung gelten international einheitliche Klassifikationen. Sie helfen, die passende Behandlung in die Wege zu leiten.Wie verläuft die Therapie?Sollte bei Ihnen die gesicherte Diagnose Gebärmutterkörperkrebs vorliegen, nehmen Sie sich zunächst die Zeit, sich zu informieren, Fragen zu stellen und gemeinsam mit Ihrem Behandlungsteam zu entscheiden, wie es weitergeht. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin steht Ihnen dabei zur Seite und berücksichtigt auch Ihre persönlichen Bedürfnisse in dieser Ausnahmesituation.
Gemeinsam entscheiden mit Arzt oder ÄrztinTeilen Sie Ihrem Behandlungsteam unbedingt Ihre Wünsche und Ängste mit, um den passenden Weg für Sie zu finden. Schließlich geht es um Ihren individuellen Behandlungsplan. Nehmen Sie bei Bedarf eine Vertrauensperson zum ärztlichen Gespräch mit, notieren Sie die wichtigsten Punkte und scheuen Sie sich nicht, bei Bedarf einen weiteren Gesprächstermin zu vereinbaren.
Je nach Ausmaß der Erkrankung gibt es verschiedene Therapiemöglichkeiten.OperationIn den meisten Fällen findet eine Operation statt. Ziel ist es, das vom Krebs befallene Gewebe komplett zu entfernen. Das bedeutet, dass die Gebärmutter sowie die Eierstöcke und Eileiter entfernt werden. In der Regel werden zusätzlich auch die sogenannten Wächterlymphknoten entnommen. Ist die Erkrankung bereits fortgeschritten, kann es auch notwendig sein, weiteres Gewebe oder Organe zu entfernen.ChemotherapieEine Chemotherapie kommt insbesondere dann zum Einsatz, wenn eine Erkrankung bereits fortgeschritten ist oder bestimmte Tumoreigenschaften erfüllt sind. Bei der Chemotherapie werden zellwachstumshemmende Medikamente (Zytostatika) eingesetzt, die die Zellen daran hindern, weiter zu wachsen.Neben den Krebszellen werden dabei aber auch andere sich ständig teilende Zellen wie Schleimhaut- und Haarwurzelzellen angegriffen. Dadurch kann es zum Beispiel zu vorübergehendem Haarausfall kommen.StrahlentherapieEine Strahlentherapie kommt dann zum Einsatz, wenn noch Krebszellen im Körper vermutet werden. Sie soll verhindern, dass die Erkrankung erneut auftritt, etwa im Bereich der Scheide oder des Beckens.Der große Vorteil der Strahlentherapie: Die Behandlung wirkt gezielt nur dort, wo die Strahlen auf das Gewebe treffen. Außerdem ist in manchen Situationen eine Operation nicht möglich. Dann kann die Strahlentherapie ebenfalls eine Behandlungsoption darstellen.Was bedeutet Gebärmutterkrebs für meinen Kinderwunsch?Wenn Gebärmutter, Eileiter und Eierstöcke entfernt werden müssen, können Sie keine Kinder mehr bekommen. Steht für Sie ein Kinderwunsch im Vordergrund und liegt der Krebs in einem sehr frühen Stadium vor, kann in bestimmten Fällen erwogen werden, die Operation zunächst aufzuschieben. In dieser Zeit erfolgt eine hormonelle Behandlung.Nach einer Schwangerschaft empfehlen Fachleute jedoch, die Gebärmutter entfernen zu lassen, da sonst ein hohes Risiko besteht, dass die Erkrankung zurückkehrt. Doch auch dann gibt es bei bestehendem Kinderwunsch noch die Möglichkeit, ein Kind zu adoptieren oder sich als Pflegeeltern zu engagieren.Kann ich mein Erkrankungsrisiko beeinflussen?Die Ursachen für Gebärmutterkörperkrebs sind noch nicht geklärt. Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass bestimmte Faktoren das Risiko, zu erkranken, beeinflussen können. So können beispielsweise starkes Übergewicht (Adipositas), Diabetes mellitus , das PCO-Syndrom sowie bestimmte Hormontherapien eine Krebserkrankung des Gebärmutterkörpers begünstigen.Auf der anderen Seite gibt es aber auch schützende Faktoren. Ein geringeres Erkrankungsrisiko haben Frauen, die vor den Wechseljahren sind, die körperlich aktiv sind und Sport treiben, die spät ihre erste Regelblutung hatten und die spät ihr letztes Kind geboren haben oder die über einen längeren Zeitraum die Antibabypille eingenommen haben.Was kann ich tun, wenn ich Gebärmutterkrebs habe?Eine Diagnose wie Gebärmutterkrebs verändert vieles - körperlich und seelisch. Wichtig ist: Sie müssen diesen Weg nicht alleine gehen.Sprechen Sie über Ihre Gefühle. Ein offenes Gespräch mit Familie, Freundinnen, Freunden oder vertrauten Menschen kann entlasten und helfen, Gedanken zu sortieren.Holen Sie sich Unterstützung. Selbsthilfegruppen und Krebsberatungsstellen bieten Raum für Austausch, Verständnis und wertvolle Erfahrungen anderer Betroffener.Informieren Sie sich. Gut verständliche Informationen über Ihre Erkrankung, Behandlungsmöglichkeiten und Nachsorge stärken das Gefühl von Sicherheit und Selbstbestimmung.Bleiben Sie in Kontakt mit Ihrem Behandlungsteam. Notieren Sie Fragen und nehmen Sie Ihre Termine wahr - so behalten Sie den Überblick und können aktiv mitwirken.Achten Sie auf sich. Erlauben Sie sich Ruhe, aber auch Aktivitäten, die guttun, etwa spazieren gehen, Musik hören oder Zeit mit lieben Menschen verbringen.Manchmal hilft es, jeden Tag nur auf das zu schauen, was jetzt gerade wichtig ist. Schritt für Schritt lässt sich so auch mit einer Krebsdiagnose ein neuer Alltag gestalten.
Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz Österreich - Gesundheit.gv.at: Gebärmutterkrebs, 22.03.2022. URL: https://www.gesundheit.gv.at/krankheiten/krebs/eierstock-gebaermutterhalskrebs/gebaermutterkrebs.html (abgerufen am 28.01.2026).Deutsche Krebshilfe: Gebärmutterhalskrebs, 01.2024. URL: https://www.krebshilfe.de/informieren/ueber-krebs/krebsarten/gebaermutterhalskrebs/ (abgerufen am 28.01.2026).Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) - Krebsinformationsdienst: Gebärmutterkrebs (Endometriumkarzinom, Gebärmutterkörperkrebs), 08.10.2024. URL: https://www.krebsinformationsdienst.de/gebaermutterkoerperkrebs (abgerufen am 28.01.2026).Krebsliga Schweiz: Gebärmutterkörperkrebs, 30.08.2022. URL: https://www.krebsliga.ch/ueber-krebs/krebsarten/gebaermutterkoerperkrebs (abgerufen am 28.01.2026).Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF): S3-Leitlinie Endometriumkarzinom, Langversion 3.0. Stand: Juni 2024. URL: https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/fileadmin/user_upload/Downloads/Leitlinien/Endometriumkarzinom/Version_3/LL_Endometriumkarzinom_Langversion_3.0.pdf (abgerufen am 28.01.2026).Robert Koch Institut - Zentrum für Krebsregisterdaten: Gebärmutterkörperkrebs, 14.10.2024. URL: https://www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Krebsarten/Gebaermutterkoerperkrebs/gebaermutterkoerperkrebs_node.html (abgerufen am 28.01.2026).
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