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Operationen: Mögliche Risiken und Folgen Dank den Entwicklungen der modernen Medizin verlaufen operative Eingriffe heutzutage in der Regel ohne Probleme. Trotzdem sind Operationen immer mit Risiken verbunden, denn auch bei optimal vorbereiteten Eingriffen können Komplikationen auftreten. Charlotte Schade, Dres. Schlegel + Schmidt Medizinische Kommunikation GmbH
Vor einer Operation ist Ihre Ärztin beziehungsweise Ihr Arzt dazu verpflichtet, Sie ausführlich über den bevorstehenden Eingriff zu informieren. Sollte eine Narkose notwendig sein, findet zusätzlich ein Aufklärungsgespräch mit der Anästhesistin beziehungsweise dem Anästhesisten statt, in dem Sie alles über den Ablauf der Narkose erfahren. In beiden Gesprächen werden Sie über mögliche Risiken und Komplikationen aufgeklärt. Scheuen Sie sich nicht, offen mit den Ärztinnen und Ärzten über jegliche Unsicherheiten und Sorgen bezüglich des Eingriffs zu sprechen.Allgemeine Risiken bei einer Operation Wie risikoreich eine Operation ist, lässt sich nicht pauschal bestimmen. Es kommt ganz darauf an, um welchen Eingriff es sich handelt und wer operiert wird. Das Alter und auch die Vorerkrankungen der Patientin beziehungsweise des Patienten spielen dabei eine entscheidende Rolle. Ein Eingriff, der bei einem jungen, gesunden Menschen in der Regel unproblematisch verläuft, kann bei einer älteren, vorerkrankten Person Risiken bergen.Unabhängig von der Narkose oder lokalen Betäubung bestehen bei Operationen im Allgemeinen folgende Risiken:Allergische Reaktionen auf z. B. Medikamente oder LatexBlutungenInfektionenSchmerzen oder Entzündungen im Bereich der OP-WundeOperationsspezifische Komplikationen (z. B. Gefäßverletzungen bei chirurgischen Eingriffen)ThromboseSpezielle Risiken bei der VollnarkoseModerne Narkoseverfahren sind heute gut erforscht und werden individuell an die Patientin beziehungsweise den Patienten angepasst. Bei körperlich belastbaren Menschen ist das Risiko für Komplikationen daher äußerst gering. Während der Vollnarkose werden die Vitalwerte außerdem ständig überwacht, sodass die Anästhesistin oder der Anästhesist jederzeit eingreifen kann, falls etwas nicht nach Plan verläuft.Dennoch können während oder nach einer Narkose unter Umständen folgende Komplikationen auftreten:Übelkeit und Erbrechen: Vielen Menschen ist erst einmal übel, wenn sie aus der Narkose erwachen. Um dem vorzubeugen, können vor dem Eingriff bestimmte Medikamente, sogenannte Antiemetika, eingenommen werden.Halsschmerzen, Heiserkeit oder Hustenreiz: Wenn die Beatmung während der Narkose über einen Schlauch oder eine Kehlkopfmaske erfolgt, kann das den Rachenraum reizen. Die Beschwerden verschwinden in der Regel innerhalb von 24 Stunden.Zahnschäden: Ein Beatmungsschlauch kann Schäden an den Zähnen verursachen. Ein Zahnschutz während der OP kann helfen, dieses Risiko zu minimieren.Herz-Kreislauf-Störungen: Da Anästhetika das Herz-Kreislauf-System belasten, können mitunter Komplikationen wie Herzrhythmusstörungen auftreten. Sollte es dazu kommen, können bestimmte Medikamente stabilisierend wirken.Atemstörungen und Krampf der Kehlkopf- oder Bronchialmuskulatur: Wird ein Beatmungsschlauch oder eine Kehlkopfmaske entfernt, ist es möglich, dass dabei Teile der Atemmuskulatur verkrampfen. Dieses Risiko besteht insbesondere für Menschen mit Vorerkrankungen der Atemwege. Derartige Störungen oder Krämpfe können mitunter lebensbedrohlich sein und müssen umgehend behandelt werden.Zittern: Weil während einer Narkose gelegentlich die Körpertemperatur sinkt, zittern manche Menschen nach dem Aufwachen am ganzen Körper. In der Regel ist das jedoch nur von kurzer Dauer. Sollte das Zittern länger anhalten, kann es hilfreich sein, den Körper aktiv zu wärmen.Verwirrtheit: In seltenen Fällen erleben gerade ältere und vorerkrankte Menschen, dass ihre kognitiven Fähigkeiten nach einer Narkose vorübergehend eingeschränkt sind. Unter Umständen wissen sie dann beispielsweise nicht, welcher Tag ist, wo sie sich befinden oder warum sie im Krankenhaus sind. Maßnahmen wie Gespräche mit Angehörigen oder das Betrachten bekannter Gegenstände können dabei helfen, diese Verwirrtheit zu überwinden.Aspiration: Eine Beatmung birgt das Risiko, dass Mageninhalt in die Lunge gelangt. Medizinerinnen und Mediziner bezeichnen das als Aspiration. Mögliche Folgen einer Aspiration sind eine Lungenentzündung, akutes Lungenversagen, ein Lungenabszess oder bleibende Schäden an der Lunge. Im Vorfeld einer OP lassen sich allerdings gewisse Schutzmaßnahmen treffen, die das Risiko einer Aspiration mindern können. Risikopatientinnen und  patienten kann zum Beispiel eine Magensonde gelegt werden.Wachzustände: Sehr selten passiert es, dass Personen noch während der OP aus der Narkose erwachen. Sie können dann ihre Umgebung wahrnehmen, spüren aber meist keine Schmerzen. Diese Art des Wachzustands, auch Awareness genannt, tritt nur bei 0,15 Prozent aller Narkosen auf.Spezielle Risiken bei der örtlichen BetäubungBei vielen Eingriffen genügt eine Teilnarkose , also die Betäubung eines einzelnen Körperbereichs. In der Regel birgt eine lokale oder regionale Anästhesie geringere Risiken als eine Vollnarkose. Aber auch hier gilt: Komplikationen sind zwar sehr selten, aber nicht völlig auszuschließen.Im Zuge einer Teilnarkose kann es zu folgenden Nebenwirkungen kommen, die in der Regel vorübergehend sind:Allergische Reaktion auf das Anästhetikum oder DesinfektionsmittelSchäden an der Haut, den Weichteilen oder den Nerven durch die Injektion oder Lagerung während des EingriffsEntzündungen von VenenKribbeln oder Taubheitsgefühl durch Injektionsnadeln und KatheterBlutergüsse oder Infektionen rund um die EinstichstelleWird das Betäubungsmittel intravenös verabreicht (intravenöse Regionalanästhesie), kann es in Ausnahmefällen passieren, dass Teile des Anästhetikums über die Blutbahn im Körper verteilt werden. Das kann schwerwiegende Folgen für das Herz sowie das Gehirn haben und erfordert umgehend weitere medizinische Maßnahmen.Sie sind in guten HändenEs kann beängstigend sein, über die potenziellen Risiken von operativen Eingriffen aufgeklärt zu werden. Versuchen Sie daher im Hinterkopf zu behalten, dass ernsthafte Komplikationen bei Operationen heutzutage eine Ausnahme sind. Die medizinischen Standards sind hoch, das Personal gut ausgebildet und die Abläufe vielfach erprobt. Wenn ein Eingriff notwendig ist, wird er gründlich vorbereitet - immer mit dem Ziel, Ihre Sicherheit bestmöglich zu gewährleisten.Trotzdem ist es wichtig, dass Sie Verantwortung für Ihre Gesundheit übernehmen und über etwaige Risiken unterrichtet sind. Mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt können Sie offen über jegliche Unsicherheiten sprechen und abschließende Fragen klären. Im Artikel "Vorbereitung auf die Operation" erfahren Sie außerdem, wie Sie mit Angst oder Nervosität vor einem Eingriff umgehen können.
Berufsverband Deutscher Anästhesistinnen und Anästhesisten e. V. (BDA) - Narkose in sicheren Händen: FAQ, o. J. URL: https://www.sichere-narkose.de/index.php/faq/allgemeinanaesthesie (abgerufen am: 30.07.2025). Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz Österreich - gesundheit.gv.at: Regionalanästhesie, 07.08.2023. URL: https://www.gesundheit.gv.at/gesundheitsleistungen/narkose/lokalanaesthesie.html (abgerufen am: 31.07.2025).Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz Österreich - gesundheit.gv.at: Vollnarkose (Allgemeinanästhesie), 07.08.2023. URL: https://www.gesundheit.gv.at/gesundheitsleistungen/narkose/vollnarkose.html (abgerufen am: 30.07.2025).Deutsche Herzstiftung: Verwirrt nach Operation - Wa s tun bei einem Delir?, o. J. URL: https://herzstiftung.de/infos-zu-herzerkrankungen/herz-und-andere-organe/postoperatives-delir (abgerufen am: 26.09.2025). DocCheck Flexikon: Awareness, 24.01.2020. URL: https://flexikon.doccheck.com/de/Awareness (abgerufen am: 31.07.2025).Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) - gesundheitsinformation.de: Operationen, o. J. URL: https://www.gesundheitsinformation.de/operationen.html (abgerufen am: 30.07.2025).Stanford University - Stanford Medicine: General Surgery. Possible Complications, o. J. URL: https://stanfordhealthcare.org/medical-treatments/g/general-surgery/complications.html (abgerufen am: 05.08.2025).
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