Suchen Sie zunächst das Gespräch. Wir haben ein paar Tipps für Sie, wie sich am besten vorbereiten. Kommen Sie nicht weiter, wenden Sie sich an die Ärztekammer.

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Das klärende Gespräch

Machen Sie sich für das Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt am besten Notizen über die Punkte, die Sie ansprechen möchten. Zum Beispiel:

  • Wodurch fühlen Sie sich falsch behandelt?
  • Welche Gründe hatte Ihr Arzt oder Ihre Ärztin für das Vorgehen?
  • Welche Erklärungen hat Ihre Ärztin oder Ihr Arzt für die Beschwerden, die Sie haben?
  • Was kann Ihr Arzt/Ihre Ärztin tun, um die Beschwerden zu lindern?
  • Wie hat Ihre Ärztin/Ihr Arzt Sie über mögliche Risiken aufgeklärt?

Weitere Informationen zur Gesprächsvorbereitung:

So lösen Sie Konflikte mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt

Beschwerde bei der Ärztekammer

Die Ärztekammern der Bundesländer sind die Aufsichtsbehörden der Ärzte. Daher können nur sie überprüfen, ob Ihr Arzt oder Ihre Ärztin in Ihrem Fall die ärztlichen Berufspflichten verletzt hat oder es einen berechtigten Anlass gibt, berufsrechtliche Maßnahmen einzuleiten. Zu den allgemeinen ärztlichen Berufspflichten gehört es unter anderem, die Behandlung am Wohl der Patient:innen auszurichten und dem ihrem Beruf entgegengebrachten Vertrauen zu entsprechen.

Die Zuständigkeit der Ärztekammer richtet sich danach, in welchem Bundesland sich Ihre Praxis befindet. Die Adressen und Telefonnummern der Landesärztekammern finden Sie unter 

Beschwerdestellen der Ärztekammern 

Wichtig für Sie zu wissen: Die Beschwerde führt nicht dazu, Ihre eigenen Schadenersatzansprüche gegen den Arzt, die Ärztin oder anderes ärztliches Personal durchzusetzen. Hierbei geht es ausnahmslos um die Wahrung der Berufspflichten der Ärzt:innen. Schadensersatzansprüche können Sie nur dann erheben, wenn es sich um einen ärztlichen Behandlungsfehler handelt.

Mehr zum Thema:

Was ist ein Behandlungsfehler?