Ja, wenn der Abbruch aus medizinischen Gründen oder aufgrund einer Vergewaltigung erfolgt. Er wird direkt über die TK-Gesundheitskarte abgerechnet. Ob die Schwangerschaft medikamentös oder operativ beendet wird, ist für die Kostenübernahme nicht wichtig.  

Für einen Abbruch aufgrund eines Schwangerschaftskonfliktes übernehmen wir in der Regel keine Kosten.

Weitere Details

Medizinische Gründe

Für die Schwangere besteht Lebensgefahr oder die Gefahr einer schwerwiegenden Beeinträchtigung ihres körperlichen oder seelischen Gesundheitszustandes.

Schwangerschaftskonflikt

  • Wenn Sie nicht sicher sind, ob Sie das Kind bekommen möchten, dann haben Sie die ersten 12 Wochen nach der Empfängnis Zeit für diese Entscheidung. 
  • Entscheiden Sie sich für einen Abbruch, benötigt die Ärztin oder der Arzt, der den Abbruch vornimmt, eine Bescheinigung über die Schwangerschaftskonfliktberatung einer anerkannten Beratungsstelle (ausgestellt zum Beispiel von der AWOPro Familia, der Diakonie oder einer für die Beratung anerkannte, andere Arztpraxis).
  • Ist Ihr Einkommen nachweislich zu gering, um die Kosten selbst zu tragen, können Sie bei uns eine Kostenübernahme beantragen . Stellen Sie den Antrag bitte unbedingt vor dem Abbruch.
  • Für den Zeitraum vom 01.07.2022 bis 30.06.2023 liegt die Netto-Einkommensgrenze bei 1.325 Euro monatlich. Für jedes unterhaltspflichtige Kind erhöht sich diese Grenze um 314 Euro. Wenn die Kosten für Ihre Unterkunft höher als 388 Euro liegen, ist eine weitere Aufstockung der Einkommensgrenze um maximal 388 Euro möglich.