Von der Diagnose bis zur Stabilisierung des Behandlungserfolges vergehen meist mehrere Jahre. Auch wenn jede Therapie individuell geplant wird - das sind die typischen Behandlungsschritte.

Weitere Details

Erstgespräch und Voruntersuchung

In einem ersten Termin besprechen Sie gemeinsam Ihr Anliegen und klären, ob eine Behandlung erforderlich ist und zu welchem Zeitpunkt die Behandlung starten soll.

Auch die Mitarbeit des Patienten ist häufig ein wichtiges Thema des ersten Termins, weil sie wichtig für den Behandlungserfolg ist. Je nach Befund und Behandlungsmethode dauert eine Behandlung durchschnittlich drei bis vier Jahre. 

Diagnostik, Antrag und Genehmigung

Entscheiden Sie sich für eine Behandlung, werden Abdrücke des Kiefers angefertigt, häufig auch Fotos und, falls erforderlich, auch Röntgenbilder oder andere diagnostische Unterlagen. Sie dienen als Basis für den detaillierten Therapieplan. Gemeinsam besprechen Sie die Kosten für die medizinisch notwendige Therapie sowie eventuelle Behandlungsalternativen, die Sie selbst zahlen müssen. 

Den Behandlungsplan reicht der Kieferorthopäde bei uns zur Genehmigung ein. Wir prüfen den Plan und informieren Sie anschließend schriftlich über unsere Entscheidung zur Kostenübernahme.

Wenn Sie noch Gesprächsbedarf haben, nutzen Sie gerne die unabhängige Einschätzung von zahnmedizinischen Experten:

Zahnärztliche Beratungsstellen

Behandlung

Wird die Zahnfehlstellung mit einer losen Zahnspange behandelt, fertigt ein Zahnlabor die Spange. Der Kieferorthopäde prüft den korrekten Sitz und erklärt ausführlich die Handhabung. Es kann sein, dass Sie zwischen den regelmäßigen Kontrollterminen selbst die Zahnspange verstellen müssen. Auch das wird Ihnen ausführlich erklärt.

Festsitzende Zahnspangen werden direkt vom Kieferorthopäden eingegliedert. Dafür sollten Sie etwa zwei Stunden einplanen. Auch hier erhalten Sie eine ausführliche Einweisung, zum Beispiel, welche Lebensmittel eher ungünstig sind, wie etwa Karamell, oder was  zu tun ist, falls sich mal ein Bracket löst.

Damit Zähne und Zahnspange während der Behandlung gesund bleiben, erhalten Sie ausführliche Infos zur Pflege von Zähnen und Zahnspange.

In regelmäßigen Abständen, etwa alle vier bis acht Wochen, kontrolliert der Kieferorthopäde, ob sich die Zähne in die richtige Stellung bewegen und bespricht mit Ihnen die nächsten Behandlungsschritte.

Am Ende jedes Quartals erhalten Sie jeweils eine Rechnung über Ihren Eigenanteil an den Behandlungskosten.

Stabilisierungsphase

Wenn die Zähne in der gewünschten Stellung angekommen sind, gilt es, diesen Erfolg zu stabilisieren. Daher schließt sich an die Behandlung eine Phase der Stabilisierung an, die sogenannte Retentionsphase. Sie dauert meist etwa zwölf bis 24 Monate. Nach einer festen Zahnspange muss daher über einen längeren Zeitraum noch eine herausnehmbare Zahnspange getragen werden, ein sogenannter Retainer. Auch bei der Behandlung mit einer losen Zahnspange muss diese oder eine neue Spange für eine längere Zeit getragen werden. Bei manchen Zahnfehlstellungen ist eine lebenslange Retention notwendig.

Alternativ zum herausnehmbaren Retainer, der als medizinisch notwendige Leistung von der TK bezahlt wird, kann auch ein festsitzender Retainer verwendet werden. Er besteht aus einem dünnen Draht, der hinter die Frontzähne geklebt wird und so verhindert, dass sich die Zähne wieder verschieben können. Feste Retainer zahlen Sie, bis auf wenige Ausnahmen, selbst.

Regelmäßige Kontrolltermine beim Kieferorthopäden stellen sicher, dass auch die Stabilisierungsphase optimal läuft.

Abschluss der Behandlung

In einer weiteren Untersuchung werden noch einmal Abdrücke und Fotos vom Kiefer gemacht. Sie dienen der abschließenden Beurteilung des Behandlungserfolges.

Sie erhalten eine Abschlussbescheinigung, die Sie zusammen mit Ihren Eigenanteilsrechnungen bei uns zur Erstattung einreichen.

So bekommen Sie Ihren Eigenanteil zurück