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Ein Baby kann nicht anders: Schreien ist seine stärkste Art, sich auszudrücken. Mit dem Schreien alarmiert es die Umgebung und veranlasst die Eltern, die Ursache des Schreiens zu beheben. Eltern sollten wissen: Immer wenn ihr Baby schreit, hat es einen Grund. Die Crux ist nur, dass es manchmal nicht so leicht zu erkennen ist, warum.

Im Alter von sechs Wochen schreien die Babys am längsten, besonders häufig am späten Nachmittag oder frühen Abend. Nach etwa drei bis vier Monaten nimmt die Schreidauer deutlich ab. Dabei unterscheiden sich die Babys erheblich. 

Warum Babys schreien - die häufigsten Gründe:

  • Hunger
  • Müdigkeit
  • volle Windeln
  • weil es die Stimme seiner Mama oder seines Papas hören möchte
  • weil es Körperkontakt braucht

Falsche Ratschläge 

Leider erhalten Eltern von ihrer Familie, Freunden oder Bekannten immer noch gut gemeinte, aber falsche Ratschläge. Zum Beispiel: "Lass das Baby ruhig schreien, das kräftigt die Lungen" oder "Wer sein Kind bei jedem Weinen tröstet, verwöhnt es nur." Tatsache ist, dass Schreien weder die Lungen kräftigt noch dazu beiträgt, dass Kinder schneller selbstständig werden. Neuere Studien haben gezeigt: Wer prompt, angemessen und  feinfühlig auf das Weinen des Kindes reagiert, trägt dazu bei, dass sein Baby insgesamt weniger weint. 

Was tun, wenn das Baby sich nicht beruhigt? 

Was tun, wenn Ihr Kind sich nicht beruhigt, obwohl Sie schon alles überprüft haben: Es ist gesund, es ist satt, ihm ist warm genug, es hat keine Schmerzen? Nicht selten probieren Eltern dann alle möglichen Arten des Tröstens aus: Wippen auf dem Gymnastikball, Schaukeln zur Musik, den Fön anschalten, mit dem Auto oder dem Kinderwagen um den Block fahren und was es sonst so gibt. Auch wenn Sie damit Ihr Kind für einen kurzen Moment Ihr Kind beruhigen können: Es muss dadurch immer mehr Reize verarbeiten. Letzten Endes nimmt das Schreien damit zu. Bewahren Sie besser Ruhe, so gut es geht, und handeln Sie nach dem Motto "Weniger ist mehr".

Stufenweise beruhigen

Sie können Ihrem Baby helfen, sich selbst zu beruhigen, indem Sie ihm stufenweise mehr Trost bieten. Das geht so: 

  • Zeigen Sie Ihrem Baby zunächst Ihr Gesicht und sprechen Sie ruhig mit ihm.
  • Wird es nicht ruhiger, legen Sie ihm eine Hand auf den Bauch.
  • Hilft auch das nicht, fassen Sie seine Arme oder Füße und führen sie behutsam in seiner Körpermitte zusammen. Auf jeder Stufe verweilen Sie eine kurze Zeit.
  • Wenn alles nichts hilft, nehmen Sie Ihr Baby auf den Arm.

Ist Ihr Baby schon sehr aufgelöst, sollten Sie es gleich aufnehmen und zum Beispiel sanft wiegen. Bleiben Sie bei einer Art, es im Arm zu halten. Ein schneller Wechsel  überfordert das Baby leicht.

Holen Sie sich Unterstützung

Was für alle Eltern gilt, gilt für Eltern von einem stark schreienden Säugling besonders: Holen Sie sich Unterstützung bei Ihrem Partner, Großeltern oder Freunden. Versuchen Sie, die Abläufe, die bei Ihnen oder bei Ihrem Kind am Tag Stress erzeugen, zu verändern. Beobachten Sie daher besonders sorgfältig, wann und in welcher Situation Ihr Kind Ihnen erste Anzeichen von Belastung signalisiert.

Schütteln Sie Ihr Baby nicht

Bitte schütteln Sie Ihr Baby nicht, selbst wenn Sie kurz vorm Ausrasten sind. Wenn Sie Ihr Baby schütteln, kann das zu lebensgefährlichen Schäden in seinem Gehirn und in der Folge zu schweren Entwicklungsstörungen kommen. Verschaffen Sie sich besser eine kurze Auszeit, indem Sie Ihr Baby kurz ins Bett legen, aus dem Zimmer gehen, tief durchatmen und bis zehn zählen. Oder indem Sie sich Hilfe holen, bei einer Freundin, den Eltern  oder einem Nachbarn.

Erfahren Sie mehr darüber, was Sie tun können, wenn Ihr Baby unstillbar schreit.