Das Bild ist noch nicht vollständig geladen. Falls Sie dieses Bild drucken möchten, brechen Sie den Prozess ab und warten Sie, bis das Bild komplett geladen ist. Starten Sie dann den Druckprozess erneut.

Etwa ein Drittel der Ursachen für den unerfüllten Kinderwunsch liegen bei der Frau, ein Drittel beim Mann und zu einem Drittel liegt es an beiden. Falls die Spermienqualität des Mannes der Grund dafür ist, dass die Frau nicht schwanger wird, sollte man(n) nicht außer Acht lassen, dass auch die Ernährung Einfluss auf die Zeugungsfähigkeit haben kann. 

Männer, die ein Problem mit der Fruchtbarkeit haben, sollten deshalb ganz besonders auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung achten. Denn klar ist: wer mehr Obst, Gemüse und gesundes Getreide auf dem Speiseplan hat, nimmt mehr Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente zu sich, als jemand mit einer Vorliebe für Fast Food. 

Finger weg von gesättigten Fettsäuren

Studien zeigen, dass der Verzehr von Nahrungsmitteln, die reich sind an Omega-3-Fettsäuren, Antioxidantien wie Vitamin E, Vitamin C, beta-Carotin, Zink, Selen, Cryptoxanthin oder Lycopin, sowie Folsäure oder Vitamin D, im Zusammenhang stehen mit einer besseren Spermienqualität. Wer sich ausgewogen ernährt, hat in der Regel keinen Mangel daran. Gleichzeitig sollten die Lebensmittel möglichst wenig gesättigte Fettsäuren enthalten.

Durch die gezielte Einnahme von Mikronährstoffen, zum Beispiel in Form von Nahrungsergänzungsmitteln, konnte allerdings kein positiver Effekt auf die Spermienqualität nachgewiesen werden. Dennoch scheint eine Ernährung, die auf Fisch, Meeresfrüchten, Hühnchen, Getreide, Gemüse und Früchten sowie Milchprodukten mit niedrigem Fettanteil basiert, mit einer besseren Spermaqualität im Zusammenhang zu stehen als eine überwiegende Ernährung mit Fertigprodukten, Soja, Kartoffeln, Vollmilchprodukten, Käse, Kaffee, Alkohol, gezuckerten Getränken und Süßigkeiten. Um die Samenqualität zu verbessern, muss man allerdings etwas Geduld mitbringen, denn bis eine Samenzelle voll ausgereift ist, dauert es etwa drei Monate. Erst dann zeigen sich unter Umständen positive Effekte.

Detox statt Drogen

"Um die Fruchtbarkeit des Mannes zu verbessern, sollte natürlich auch auf alles, was für den Körper giftig ist, verzichtet werden. Alkohol, Zigaretten, auch alle anderen Drogen können die Spermienqualität negativ beeinflussen", sagt Dr. Drews, Urologin beim TK-ÄrzteZentrum. Generell gelte: was für den Körper gesund ist, erhöht auch die Vitalität der Spermien. Sport treiben, viel frische Luft, ausreichend Schlaf - das alles wirkt sich positiv auf unseren Körper aus. Und wer es dann noch schafft, sich keinen mentalen Stress zu machen, weil es nicht auf Anhieb mit einem Baby klappt, hat auch schon viel gewonnen. Denn psychische Belastung bringt unseren Hormonhaushalt durcheinander, was auch nicht günstig ist für die Zeugungsfähigkeit.

Je nach Befund und Schweregrad der Fruchtbarkeitsproblematik können medizinische Maßnahmen notwendig sein. Um das abzuklären, ist es auf jeden Fall sinnvoll, sich ärztlich beraten zu lassen, wenn es mit dem schwanger werden nicht klappt.