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Ein Teenager, zwei Kleinkinder, ein Baby und ein Hund unter einem Dach - wie sieht so ein typischer Morgen im Hause Bott aus?

Seit Luna zur Vorschule geht, klingelt der Wecker morgens um sechs. Eine Stunde später müssen wir schon aus dem Haus sein. Bis dahin müssen alle Kinder angezogen sein, gegessen und ihre Zähne geputzt haben. Wer schon einmal einem Zweieinhalbjährigen die Zähne putzen musste, weiß, dass dafür manchmal etwas Überzeugungskraft notwendig ist. Um morgens Zeit zu sparen, ziehe ich den Kindern manchmal schon am Vorabend etwas Gemütliches für den Folgetag an. Dann braucht man morgens nur noch Socken und Pulli drüberzuziehen - und fertig.

Wenn Luna und Lio dann in der Schule beziehungsweise dem Kindergarten sind, fahre ich mit dem Baby und dem Hund wieder nach Hause. Hier habe ich ungefähr zweieinhalb Stunden Zeit für meine Arbeit, bevor ich los muss, um die Kleinen wieder einzusammeln.

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Nina Bott - Schauspielerin, Moderatorin und Sängerin

Das klingt ziemlich hektisch …

Das stimmt, besonders morgens kann es schon mal ganz schön wild zugehen. Wenn ich merke, dass die Hektik zu groß wird, stelle ich den Wecker am nächsten Tag zehn Minuten früher. Ich will nicht, dass die Kinder den Stress zu sehr mitbekommen. Sie sollen in Ruhe essen können. Außerdem möchte ich, dass jeder seine eigene Frühstücksbox mit möglichst gesunden Snacks gepackt bekommt. Den Käse schneide ich dafür heute zwar nicht mehr in Herzchenform - das kriege ich seit dem dritten Kind zeitlich nicht mehr hin. Aber sie sollen trotzdem merken, dass die Brotdose mit viel Liebe gepackt wurde.

Kehrt beim vierten Kind irgendwann eine gewisse Routine ein oder ist jeder Tag ein neues Abenteuer?

Ich nenne es mal organisiertes Chaos. Eigentlich folgt schon alles seinem geregelten Ablauf, auch wenn es für Außenstehende sicherlich ziemlich chaotisch wirken muss.

Gewisse Dinge lassen sich dann aber doch nicht vorplanen. Zum Beispiel, wenn man gerade aus der Haustür ist und der erste schon wieder auf die Toilette muss. Dann müssen Schal und Regenhose wieder ausgezogen werden - am besten noch mit dem Kleinsten auf dem Arm. Er steckt gerade in einer Phase, in der er nicht gerne abgelegt wird. Aus dem Grund verbringe ich gerade einen Großteil meiner Vormittage einarmig. So wird es nie langweilig - aber Mütter kriegen so etwas hin. Ich habe letztens sogar mit einer Hand einen Kuchen gebacken.

Macht es als Mutter einen großen Unterschied, ob man ein, zwei oder gleich vier Kinder zu Hause hat?

Auf jeden Fall. Aber die Vorteile überwiegen: Die Kinder sind nie allein und können miteinander spielen. Außerdem denke ich, dass die Kleinen viel von den Großen lernen. Auf der anderen Seite muss man viel häufiger sagen: "Warte mal kurz." Ich habe den Anspruch, jedem Kind die Aufmerksamkeit zu geben, als wäre es das einzige. Aber das geht eben nicht immer und ich denke, das muss man als vierfache Mutter einfach akzeptieren. Auch wenn es einen selbst manchmal etwas zerreißt. Ich habe eben auch nur zwei Arme und der Tag hat nur 24 Stunden.

Ich habe den Anspruch, jedem Kind die Aufmerksamkeit zu geben, als wäre es das einzige. Aber das geht eben nicht immer.

Wie schaffst du es, dir zwischen all den Verpflichtungen auch mal eine Auszeit zu nehmen?

Ich nutze jede freie Sekunde, die ich neben dem Job und der Familie kriege, um zu entspannen. Dafür bringe ich die Kinder immer möglichst frühzeitig ins Bett. Das tut ihnen gut - und mir auch. Dann koche oder backe ich zum Beispiel unglaublich gern. Manchmal lege ich mich aber auch einfach in die Badewanne oder gönne mir eine Massage. Es kommt sogar mal vor, dass ich in der Maske ein kurzes Nickerchen mache, während ich für einen Job geschminkt werde. Ich kann bei so was einfach unglaublich gut abschalten.

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Bist du denn auch mal richtig gestresst von deinen Kindern?

Bis jetzt haben sie es noch nicht geschafft, meine Schmerzgrenze auszureizen. Da scheine ich ein sehr dickes Nervenkleid zu besitzen. Andere Kinder finde ich schon manchmal ganz schön laut - aber die eigenen komischerweise nicht. Das gleiche gilt übrigens bei den Windeln: Die stinken bei anderen Kindern ja auch mehr als bei den eigenen. (lacht) 

Hast du das Gefühl, dass du wegen der Kinder zurückstecken musst, zum Beispiel was den Job angeht?

Ich bin da in einer recht komfortablen Situation. Wenn ein Job ansteht, sind die Kinder bei Freunden oder jemandem aus der Familie. Entweder nimmt der Papa sich einen halben Tag frei oder die Oma oder Tante kommen vorbei, um auf sie aufzupassen. So muss ich kein schlechtes Gewissen haben, wenn ich mal beruflich unterwegs bin, weil ich weiß, dass die Kinder die Zeit absolut genießen. Es ist wichtig, auch mal Hilfe annehmen zu können. Mir verschafft das einen guten Ausgleich: Bei der Arbeit kann ich gut den Trubel des Familienalltags ausblenden. Auf der anderen Seite holt mich meine Familie wieder runter, wenn ich mal Stress bei der Arbeit hatte. Das passt wunderbar zusammen bei mir.

Es ist wichtig, auch mal Hilfe annehmen zu können.

Welche sind für dich die schönsten Momente im Familienalltag?

Ich liebe es, die Kinder abends ins Bett zu bringen. Wenn sie kurz vorm Einschlafen noch etwas von ihrem Tag erzählen oder einfach kluge Fragen stellen, auf die ich manchmal auch keine Antworten weiß. Das geht manchmal schon fast ins Philosophische, das finde ich total schön und niedlich. Aber ich genieße genauso die Momente, in denen sie Blödsinn machen und das Haus verwüsten. Das gehört einfach dazu, da darf man manchmal den Humor nicht verlieren.

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Welche Werte würdest du deinen Kindern gerne mit auf den Weg geben?

Mir ist Ehrlichkeit superwichtig. Aber auch, dass man sich gegenseitig unterstützt und für seine Liebsten da ist, wenn sie einen brauchen. Ich versuche, ihnen diese Werte vermitteln, indem ich sie ihnen Tag für Tag vorlebe. Auf die Weise lernen sie es am besten - so wird es für sie zur Selbstverständlichkeit.

Wie hast du gelernt, dich als  Mutter zurechtzufinden? Hast du anfangs viele Ratgeber gelesen?

Ich finde die meisten Ratgeber ein bisschen 08/15 - und das sind Kinder nun mal gar nicht! Jedes Kind ist anders, hat seine eigenen Schwerpunkte, Interessen und Macken. Das merke ich ja schon bei meinen eigenen, obwohl sie die gleichen Eltern haben. Vieles habe ich im Vorfeld bereits über meinen Freundeskreis aufgeschnappt. Aber das meiste habe ich tatsächlich aus dem Bauch heraus entschieden. Man entwickelt da schnell ein Gefühl für, was richtig und falsch ist. Und wenn ich doch mal Fragen hatte, habe ich den Kinderarzt oder die Hebamme gefragt. Oder meine eigene Mama, als sie noch gelebt hat. 

Habt ihr in der Familie gemeinsame Rituale?

Mir ist besonders wichtig, dass wir als Familie zusammen essen und die Mahlzeit ab und an auch gemeinsam zubereiten. Gemeinsam kochen ist eine gute Möglichkeit, den Kindern gesundes Essen schmackhaft zu machen. Kinder sind in der Regel keine großen Brokkoli-Fans. Wenn sie ihn aber selbst geschnippelt und gekocht haben, essen sie ihn gerne, weil sie stolz darauf sind, ihn selbst zubereitet zu haben. Ansonsten haben wir keine wirklichen Rituale, außer das übliche: Wir singen wie die meisten Familien jedes Jahr zu Weihnachten krumm und schief die gleichen Lieder und schmücken vorher gemeinsam den Weihnachtsbaum. 

Mir ist besonders wichtig, dass wir als Familie zusammen essen und die Mahlzeit ab und an auch gemeinsam zubereiten.

Welche Traditionen werden an Heiligabend gelebt: die der Mutter oder die des Vaters?

Das ist bei uns tatsächlich ein großes Thema, besonders was das Essen angeht. Bei uns war Heiligabend traditionell eher einfach gehalten, mit Kartoffelsalat und Würstchen. Das ist für meinen Freund ein absolutes No-Go, da er von seiner Familie eher etwas Festliches gewohnt ist. Da muss man sich als Familie entscheiden, welche Tradition man fortführen möchte. Beides zu kombinieren ist schwierig - aber auch nicht unmöglich: Im letzten Jahr hatten wir mittags Kartoffelsalat mit Würstchen und abends dann einen Festbraten für meinen Freund.

Was ist dein goldener Ratschlag, den du jungen Eltern gerne mit an die Hand geben würdest?

Genießt jeden Moment. Die Zeit vergeht so schnell und ehe man sich versieht, sind sie schon groß. Ein weiterer Tipp: Hört euren Kindern zu. Es ist ganz wichtig, dass man sie immer ernst nimmt und nicht denkt: "Das ist ja nur ein Kind - das hat keine Ahnung." Im Gegenteil! Ich glaube, wir können mehr von ihnen lernen als andersherum.