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Die Zeitschiene für eine Rettung ist kurz: Mit jeder Minute, in der die Betroffenen nicht mit einer Herzdruck-Massage behandelt werden, sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit um zehn Prozent. Deshalb ist es auch für Laien so wichtig zu wissen, was sie bei einer Herzdruckmassage beachten müssen.

Schritt 1: Prüfen

Fällt ein Mensch plötzlich um oder liegt reglos auf dem Boden, überprüfen Sie als erstes das Bewusstsein und sprechen die Person an. Zeigt diese keine Reaktion kontrollieren Sie die Atmung. Sobald Sie keine Atmung feststellen können oder unklar ist, ob die Person wirklich atmet, rufen Sie umgehend unter der Notrufnummer 112 an, um Hilfe zu holen.

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Schritt 2: Drücken

Eine Pulskontrolle müssen Sie nicht machen, denn wenn eine Person aufgehört hat zu atmen, hat mit großer Wahrscheinlichkeit vorher auch das Herz aufgehört zu schlagen. Wichtig ist daher, dass Sie eine gute Atemkontrolle vornehmen.

Für die Herzdruckmassage legen Sie die betroffene Person auf einen festen Untergrund. Den Oberkörper machen Sie frei, die Kleidung muss runter. Im Gegensatz zu früher wird heute nicht mehr lange nach dem Druckpunkt gesucht, sondern einfach die Hand auf die Mitte des Brustkorbs gelegt. Die zweite Hand kommt darüber, dann drücken Sie mit durchgestreckten Armen senkrecht von oben und mit Kraft aus den Schultern heraus 100 Mal pro Minute den Brustkorb zusammen – jeweils etwa 5 bis 6 Zentimeter tief.

Die Herzdruckmassage setzen Sie solange fort, bis der Rettungswagen kommt und die Profis übernehmen können oder bis die bewusstlose Person anfängt wieder zu atmen oder sich zu bewegen. Aufgrund der Corona-Pandemie wird aktuell empfohlen, ein Tuch oder auch ein Mund-Nasen-Schutz über das Gesicht der Person zu legen, die reanimiert wird.

Für den Ernst­fall proben

Mit unserer interaktiven Virtual-Reality-App TK-RescueMe können Sie die Herzdruckmassage im 360° Modus oder in unserer Browser-Anwendung trainieren.

Wichtig zu wissen

In der Regel ist bei einem akuten Herzstillstand noch ausreichend Sauerstoff für mehrere Minuten im Blut vorhanden. Da das Herz nicht mehr schlägt, wird der Sauerstoff aber nicht mehr zum Gehirn transportiert. Mit der Herzdruckmassage wird ein künstlicher Blutfluss erzeugt, der bewirkt, dass das Gehirn weiter mit Sauerstoff versorgt wird und möglichst wenig Gehirnzellen geschädigt werden.

Da in dieser Phase nicht sofort ein Sauerstoffmangel besteht, müssen Ersthelfer:innen auch keine Mund-zu-Mund-Beatmung machen. Außerdem ist eine gute Beatmung schon für Profis schwierig. Deshalb sollten Sie sich besser voll auf die Herzdruckmassage konzentrieren, statt eine Atemspende zu geben.

Um das „Schocken“ mit einem sogenannten Automatisierten Externen Defibrillator (AED) sollten Sie sich in der akuten Notfallsituation ebenfalls erst einmal keine Gedanken machen. Sind genug Helfer:innen vor Ort, kann sich jemand auf die Suche nach einem AED machen. Die Herzdruckmassage hat jedoch immer Vorrang.