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Kiten ist für alle, die die geballte Power ihres Körpers, die antreibende Wucht von Wind und Wasser und gleichzeitig schwebende Leichtigkeit spüren wollen.

Mit beiden Füßen in einer Bindung oder in Schlaufen gleiten Kitesurfer ähnlich wie Windsurfer über das Wasser. Da der Kite nicht direkt mit dem Board verbunden ist (wie das Segel beim Windsurfen) sind sie wesentlich agiler.

Der Kite fliegt meterhoch über den Sportlern und entfaltet schon bei leichtem Wind seine Kraft. Er zieht sie rasant übers Wasser und ermöglicht neben ordentlich Speed auch enorme Sprunghöhen. Diese nutzen Freestyler, um jede Menge Tricks einzubauen. Aber auch Anfänger genießen einfach das Gefühl der Schwerelosigkeit unter dem Kite.

Nervenkitzel ist vorprogrammiert. Kitesurfen ist eine der aufregendsten Funsportarten überhaupt.Profi-Kiter Clemens Rohling

Wie Surfen und Fliegen zugleich

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Höher, weiter,  besser - Profi-Kyter Clemens Rohling in Aktion. Bild: Rohling
Kiten beansprucht den ganzen Körper intensiv: Während Hände und Arme den Kite lenken, müssen Oberkörper- und Rumpfmuskulatur konstant die Zugkraft des Kites halten. Die Hüft- und Beinmuskulatur kontrollieren das Board. Wer kitet braucht neben all der Power also auch absolute Körperkontrolle und eine gute Portion Feingefühl, da schon kleine Richtungsänderungen des Boards oder des Kites Große Auswirkungen haben.

Vor dem Training noch ein wenig Theorie

Was bei erfahrenen Kitern so leicht aussieht, erfordert viel Disziplin und kontinuierliches Training. Wer schon Snowboarden, Surfen oder Wellenreiten kann, lernt Kiten relativ schnell. Denn genau wie diese Board-Sportarten erfordert Kiten Koordinations- und Balanceskills und einiges an Kraft.

Kitesurfen vereint das Beste aus Snowboarden, Wellenreiten und Windsurfen. Clemens Rohling

Beim Kiten gibt es jedoch über das reine Training der Muskulatur und der Bewegungen hinaus noch einiges zu beachten, weshalb eine Kiteschule für Anfänger Pflicht ist. Dort wird die Ausrüstung gestellt, es können verschiedene Drachen und Boards getestet werden und man lernt nicht nur den richtigen Umgang mit der Ausrüstung, sondern auch wichtige Theorie wie beispielsweise:

  • welche Spots zum Kiten geeignet sind,
  • wie man sich am Strand und auf dem Wasser verhält, um niemanden zu gefährden,
  • welche Vorfahrtsregeln es beim Surfen gibt und
  • auch was man zu Wind, Wasser und Wetterbedingungen wissen muss.

Immer gut ausgerüstet aufs Wasser

Kitesurfen ist ein Sport, für den man einiges an Equipment braucht. Dazu gehören natürlich das Board und der Kite inklusive Steuerungs- und Sicherheitsleinen. Mit der "Bar", der Lenkstange, lenkt man den Kite, der je nach Fahrkönnen und Windbedingung unterschiedlich groß sein sollte. Grundsätzlich gilt: Je größer der Drachen, desto größer die Kraft, mit der man über das Wasser gezogen wird.

Do's and Dont's für Kite-Einsteiger

DO´s

  • Am besten mit einem Kurs bei einer zertifizierten Kiteschule starten.
  • Immer drei Leinenlängen Abstand zum Ufer einhalten.
  • Regelmäßig das Material auf Abnutzungserscheinungen überprüfen.

DONT’S

  • Bitte nie allein aufs Wasser gehen.
  • Niemals bei ablandigem Wind aufs Wasser.
  • Keinen Kite von Menschen starten oder landen lassen, die nicht wissen, wie es geht.

Noch ein paar Tipps

  • Helm und Schwimm- bzw. Prallschutzweste schützen vor allem Anfänger bei Stürzen.
  • Da sich gerade Einsteiger anfangs deutlich mehr im Wasser, als auf dem Brett aufhalten, braucht es einen guten Neoprenanzug und Schuhe.
  • Für Unerfahrene sollte bei Windstärke 6 Schlus sein.
  • Wann immer man unsicher ist, einfach in der Szene nachfragen. Kiter sind super hilfsbereit.

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